Die Baldhamer gastieren beim TSV Teisendorf und brillieren 

SC Baldham-Vaterstetten ist zurück im Aufstiegsrennen

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Der SCBV-Coach Gzim Shala freut sich über eine „gerettete“ Weihnachtsfeier.

Nach einem 3:0 Sieg über Teisendorf dürfen die Baldhamer vom Aufstieg in die Landesliga träumen. Derzeit fehlen nur fünf Punkte zur Relegation.

„Im Nachhinein war es natürlich gut, dass wir noch gespielt haben“, fand Gzim Shala, „aber eigentlich kannst du solche Spiele nur verlieren“. Die ersten 20 Minuten lang hatte der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SC Baldham-Vaterstetten reichlich Gelegenheiten, seinem angestauten Ärger Luft zu machen.

Da war noch der Nachgeschmack der kurzfristigen Spielabsage der Teisendorfer Anfang Oktober („Zehn Kilometer weiter wurde gespielt, wir haben uns verarscht gefühlt und mussten Stornogebühren für den Bus zahlen“). Dann die erneuten Personalprobleme (teilt man sich mit Teisendorf) und die schwierigen Platzbedingungen („Beide Teams haben das Beste draus gemacht“). Und schließlich starteten die Gäste auch noch abwesend und unkonzentriert in diese durchaus wegweisende Abschlusspartie des Jahres.

Der gastgebende Aufsteiger hatte zunächst die klar bessere Spielanlage sowie die gefährlicheren Torchancen. Ein Kopfball strich nur knapp am SCBV-Kasten vorbei. „Ich war stinksauer und nervös, weil in solchen Spielen ein 1:0 entscheidend sein kann“, schimpfte Shala und knöpfte sich seine Elf in der Halbzeit richtig vor. „Man darf seine Abwehr einfach nicht so in Bedrängnis kommen lassen. Wir hatten Glück und haben nach 20 Minuten angefangen, Fußball zu spielen.“ Allmählich kam die Neun-Tore-Offensive der Vorwoche ins Rollen. Allein Roman Krumpholz wurde zweimal ins Privatduell mit TSV-Torwart Patrick Brunold geschickt, scheiterte aber ebenso wie seine Sturmpartner Drinos Gerguri und Stefan Lechner.

Shala: „Wir hatten das Heft in der Hand“

Der Baldhamer Brustlöser gelang erst nach dem Seitenwechsel. Eray Özcan brach auf seinem rechten Flügel durch, setzte den mitgelaufenen Lechner in Szene, eine Körpertäuschung, und der Ball zappelte im kurzen Eck (49.). „Danach hatten wir das Heft in der Hand“, lobte Shala diesmal drei Neuzugänge, die den neu gewonnenen Zusammenhalt seiner Meinung nach besonders gut repräsentierten: „Eray und Drinos haben ein super Spiel gemacht, und Daors hat am Ende noch mit einer Verletzung für die Mannschaft gespielt. Ich bin insgesamt stolz auf alle Jungs, was sie mit dem letzten Aufgebot momentan leisten.“

Und das sei auf dem TSV-Platz im Kreis Berchtesgadener Land wahrlich mehr gewesen als es das Resultat vermuten lasse. „Teisendorf war sehr gefährlich und hat eine Stunde mitgehalten. Am Ende hatten wir mehr Qualität“, so der SCBV-Coach. Und den dritten Sieg in Serie in der Tasche. „Damit haben wir unsere Rückfahrt, die Weihnachtsfeier am Abend und unsere Rückrunde gerettet“, frohlockte Shala. Sein Ärger hatte sich in Wohlgefallen aufgelöst. „Mal schauen, was da für uns noch geht.“

TSV Teisendorf: Patrick Brunold, Thomas Burghartswieser, Robert Aicher, Raimund Gasser, Timo Fritzenwenger (76. Stefan Fritzenwenger), Sebastian Pöllner (70. Daniel Stippel), Markus Aicher (81. Franz Spiegelsperger), Daniel Köck, Christoph Mitterauer, Manfred Reiter, Tobias Köck; Stefan Aicher. 

SCBV: Maximilian Neu, Florian Lechner, Niklas Stepanek, Florian Holzapfel, Elsjan Duraj (67. Simon Lämmermeier), Eray Özcan, Fabian Kreißl, Leandro Xhemaili, Drinos Gerguri, Stefan Lechner, Roman Krumpholz (87. Daors Gerguri). 

Tore: 0:1 St. Lechner (49.), 0:2 R. Krumpholz (70.), 0:3 S. Lämmermeier (90.). 

Gelbe Karten: Pöllner, Köck. Schiedsrichter: Oliver Mühldorfer (FC Aschheim).

Zuschauer: 80

Quelle: Merkur.de

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