BFV gibt Pläne bekannt 

Entscheidung für den Jugendfußball: Ab September soll der Ball wieder rollen

Der Fahrplan: Im Juni und Juli werden die Entscheidungen im Nachwuchs-Fußball gefällt.
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Der Fahrplan: Im Juni und Juli werden die Entscheidungen im Nachwuchs-Fußball gefällt.

Die neue Saison steht auch im Jugendfußball an. Der Auf- und Abstieg noch nicht abschließend geklärt. Ein Losverfahren soll Abhilfe schaffen. 

Landkreis Auch wenn für einige Jugendmannschaften die Auf- und Abstiegsfrage noch nicht abschließend geklärt ist, können nun auch die Verantwortlichen des Jugendfußballs langsam wieder ihren Blick nach vorne richten. Verband-Jugendleiter Florian Weißmann brachte die Vereinsfunktionäre auf den aktuellen Stand.

Zunächst blickte er aber zurück und erläuterte die Gründe für den erneuten Saisonabbruch im Juniorenbereich: „Wir haben noch 14 Landkreise, die eine Inzidenz von 100 aufweisen, sodass der Spielbetrieb in ganz Bayern nicht möglich ist. Wenn wir die Pfingstferien und eine dreiwöchige Vorbereitungszeit berücksichtigen, hätten wir – optimistisch – frühestens Ende Juni starten können, und wir hätten die Saison nicht mehr zu Ende gebracht“, äußert sich Weißmann.

Beim Vollzug des Auf- und Abstieges kommt nun der im August des letzten Jahres geschaffene Paragraf 54 in der Jugendordnung zum Tragen, der die Platzierung in der Tabelle anhand der Quotientenregel vorsieht. Für Teams, die nach dieser Regel auf einem Aufstiegsrelegationsplatz liegen, heißt es noch warten, denn die Aufsteiger werden im Losverfahren ermittelt. Diese Auslosungen, die live im Internet übertragen werden, werden im Zeitraum von 14. bis 30. Juni durchgeführt. Ein früherer Zeitpunkt ist nicht möglich, denn bis zum 13. Juni haben die Vereine Zeit, dass sie einen möglichen Spielklassen- bzw. Aufstiegsverzicht erklären.

Verband-Jugendleiter Weißmann: „Spielleiter brauchen Zeit, um Pläne zu erstellen“

Die Frage, warum man nicht alle Releganten aufsteigen lässt, erklärte Weißmann mit einen Rückblick auf die abgebrochene Saison 2019/2020. „Da es in der Satzung keine Regel für ein Abbruchszenario gab, waren wir damals in der Auf- und Abstiegsfrage sehr großzügig. Dies können wir nicht nochmal machen, sonst muss im nächsten Jahr aufgrund des verstärkten Abstieges fast die ganze Liga gegen den Abstieg spielen und die Ligen werden total verwässert“.

Die Spiele der neuen Runde werden nicht vor dem 1. September starten. Wünschen nach einem früheren Start erteilt Weißmann eine Absage. „Nachdem der Meldebogen erst am 31. Juli schließt, brauchen die Spielleiter auch noch Zeit, um die Spielpläne zu erstellen. Zudem müssen wir auf die Urlaubssituation Rücksicht nehmen. Nachdem zu Ostern und Pfingsten wenige Reisen unternommen wurden, wird sich dies in den Sommerferien wohl deutlich verstärken“.

Der Verbands-Jugendausschuss will die Vereinsvertreter verstärkt in die Planungen einbeziehen und bittet interessierte Juniorenleiter, dass man in einem Arbeitskreis über mögliche Spielklassenformate und auch sinnvolle Optimierungen diskutiert.

Eine Neuerung wurde bereits jetzt konkretisiert. Schon seit dem letzten Jahr konnten Spieler, die von der A-Jugend in den Herrenbereich wechselten, unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin ein Jugendspielerrecht erhalten. Jedoch konnten bislang nur A-Jugendteams, die in der Kreisklasse oder Gruppe spielten, von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Diese Regelungen wurden nun auch auf die Kreisliga-Mannschaften erweitert. Der BFV bietet jetzt die Möglichkeit, diese Vorschrift sogar noch dahin zu erweitern. 

BFV erweitert Regelung und überlässt Vereinen Mitspracherecht 

Aktuell dürfen aufgrund dieser Regel nur drei Akteure pro Spiel in der Jugend eingesetzt werden. Nun sollen die Vereine abstimmen, ob diese Beschränkung aufgehoben werden soll. „Wir haben ermittelt, dass Spieler, die wegen der Altersgrenze aus der Jugend ausscheiden und der coronabedingten Pausen in den letzten zwei Jahren durchschnittlich nur 16 Punktspieleinsätze hatten. Daher sehen wir die sofortige Integration im Herrenbereich nicht durchgängig gegeben. Durch die Abstimmung können die Vereine entscheiden, ob diese Beschränkung aufgehoben wird“, erläutert Weißmann den Grund für diese mögliche Anpassung. Er verweist jedoch darauf, dass das Einsatzrecht nach dem vierten Einsatz im Herrenbereich erlischt, „denn dann ist der Spieler auch bei den Senioren angekommen“.

Nach dem Ausfall der letztjährigen Hallensaison besteht auch die Hoffnung, dass der kommende Winter wieder einen Hallenspielbetrieb ermöglicht. Bis zum 17. Oktober bietet der Meldebogen die Möglichkeit, sich dafür zu entscheiden. Einige Funktionäre wünschten, dass sich der BFV dafür stark mache, um einen Trainingsbetrieb ohne Testpflicht zu ermöglichen. Weißmann verwies auf den offenen Brief, den der BFV an die Staatskanzlei gerichtet hat. Darin wurde um die Aufhebung dieser Regelung gebeten und „ich hoffe, dass die Testpflicht spätestens nach dem 6. Juni – bis dahin ist die aktuelle Verordnung gültig – Geschichte ist“.

Für den Landkreis Freising wird sich auch ohne entsprechende Gesetzesänderung eine Verbesserung einstellen. Nachdem an fünf aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz von 50 unterschritten wurde, ist aktuell Kontaktsport unter freien Himmel für maximal 25 Personen ohne Tests möglich.

(ANDI HEILMAIER)

Quelle: Merkur.de

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