Stimmen Landkreis Starnberg: So haben die Vereine gewählt

Peter Schmidt: Die Spieler sollen bis Mitte Juli einen Gang runterschalten

Peter Schmidt: Die Spieler sollen bis Mitte Juli einen Gang runterschalten
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Peter Schmidt: Die Spieler sollen bis Mitte Juli einen Gang runterschalten

Vor der Abstimmung ihrer Vereine am Wochenende hatte der BFV für eine Unterbrechung der Saison mindestens bis zum 31. August plädiert. Fast 70 Prozent folgten dieser Ansicht, so auch viele Vereine aus dem Landkreis.

LandkreisEs war die Wunschvorstellung des Bayerischen Fußball-Verbands. Vor der Abstimmung ihrer Vereine am Wochenende hatte der BFV wegen der anhaltenden Corona-Pandemie für eine Unterbrechung der Saison mindestens bis zum 31. August plädiert (wir berichteten). Fast 70 Prozent folgten dieser Ansicht, so auch viele Vereine aus dem Landkreis.

„Ich fand die vorgebrachten Argumente sehr schlüssig“

„Ich fand die vorgebrachten Argumente sehr schlüssig, auch wenn für uns ein Abbruch vielleicht die bessere Option gewesen wäre“, sagt Abteilungsleiter Markus Spiewok. Denn sein SV Inning hat in der Kreisklasse 1 keine realistischen Aufstiegschancen mehr. Dass die Spieler und Verantwortlichen am Ammersee noch länger auf Fußball verzichten müssten, sei kein Problem. „Bei uns sind weiterhin alle sehr motiviert, unsere vier Trainer halten die Jungs sehr gut bei Laune“, berichtet Spiewok. Beim SVI weiß man spätestens seit Januar, wie wichtig die Gesundheit ist. Stürmer Seppi Basel wurde lebensbedrohlich verletzt, als er von einem Auto angefahren wurde. „Gott sei Dank geht es ihm schon deutlich besser. Das ist doch vor allem das, was zählt“, sagt Spiewok.

Auch bei den SF Breitbrunn reagieren die Verantwortlichen gelassen auf die Entscheidung des Verbandes. „Für uns ist es kein Nachteil, weil wir ja noch Aufstiegschancen haben“, sagt Martin Steigenberger. „Aber wir waren ganz entspannt, weil wir vor der Saison nicht das Ziel Aufstieg ausgegeben haben. Wir hätten mit jeder Entscheidung leben können“, so der Abteilungsleiter des A-Klassisten.

TSV Tutzing und TSV Herrsching enthalten sich

Gar nicht abgestimmt haben der TSV Tutzing (A-Klasse) und der TSV Herrsching (Kreisklasse). Mit dem Ergebnis sind beide dennoch zufrieden. „Der BFV hat stichhaltige Gründe angegeben“, sagt Florian Maier, Abteilungsleiter der Herrschinger. Eine Annullierung der Saison hätte dem Tabellenletzten zwar vermeintlich geholfen. „Wir hätten dann aber eh zurückgezogen, weil wir zu schwach für die Kreisklasse sind“, stellt Maier klar. „Es ist sicher das Fairste, die Saison zu Ende zu spielen“, sagt Tutzings Abteilungsleiterin Bettina Krause.

„Die Spieler sollen aufpassen, dass ihr Gewicht nicht zu sehr in die Höhe schießt“

Anders ist die Stimmungslage beim Landesligisten TSV Gilching-Argelsried. Der höchstklassige Fußball-Verein des Landkreises hatte für einen Abbruch gestimmt. „Mir war aber klar, dass es anders kommt. Der BFV hat die Vereine geschickt in seine Richtung gezogen“, sagt Peter Schmidt. „Ich habe den Spielern jetzt gesagt, dass sie bis Mitte Juli einen Gang runterschalten sollen. Sie sollen nur aufpassen, dass ihr Gewicht nicht zu sehr in die Höhe schießt“, so der TSV-Coach weiter. „Ich bin jetzt gespannt, wie der Verband das mit den Wechselfristen genau regelt“, sagt Gilchings Abteilungsleiter Stefan Schwartling.

Amateurkicker bieten ihre Hilfe an!

Was bei vielen überwiegt, ist der Zweifel, ob dieses Jahr überhaupt noch gespielt wird. „Ich kann es mir nicht vorstellen. Fußball ist schließlich ein Sport, der von intensivem Kontakt lebt“, sagt Höhenrains Vereinschef Christian Feirer. Ähnlich sehen es Tobias Luppart (Sportdirektor SC Pöcking-Possenhofen) und Florian Garke (Abteilungsleiter MTV Berg). Die beiden Vertreter der Bezirksligisten haben dennoch keine Angst um die Zukunft. „Wir haben eine sehr intakte Mannschaft, da wird sich nicht viel verändern“, sagt Garke. „Da wir eh kein Geld an die Spieler zahlen, haben wir auch keine Verpflichtungen, die wir erfüllen müssen“, sagt Luppart.

Peter Tempfli, Abteilungsleiter des abstiegsbedrohten Kreisligisten TSV Oberalting-Seefeld, sieht seinen Verein ebenfalls gerüstet: „Die Gespräche mit den Spielern sind sehr gut gelaufen.“

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