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BHV-Formfehler sorgt für Wirbel

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Von: Patrik Stäbler

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Mit Wucht ins letzte Wochenende: Die Anzinger Löwen um Christoph Mayer wollen den zweiten Platz in der Playoff-Runde verteidigen.
Mit Wucht ins letzte Wochenende: Die Anzinger Löwen um Christoph Mayer wollen den zweiten Platz in der Playoff-Runde verteidigen. © Rossmann

Anzinger Löwen treffen zum Abschluss auf Haunstetten

Anzing – Der SV Anzing – so viel vorneweg – ist von den jüngsten Turbulenzen in der Handball-Bayernliga kaum betroffen. „Für uns ändert sich nicht viel“, sagt Trainer Hubert Müller, dessen Löwen am Wochenende zum Abschluss der Playoffs gegen den TSV Haunstetten antreten. Anders sieht es bei einigen Teams aus, die in den Playdowns um den Klassenerhalt ringen – und entsprechend groß ist dort in den vergangenen Tagen die Aufregung gewesen.

Anlass hierfür war ein Urteil des Sportgerichts, das den Modus für die heuer erstmals ausgetragene Auf- und Abstiegsrunde gekippt hat. In der Folge geraten nun die Tabellenstände vor allem in den Playdowns durcheinander. Ursächlich für das Chaos ist ein Formulierungsfehler, der dem Bayerischen Handball-Verband (BHV) in den Durchführungsbestimmungen für diese Saison unterlaufen ist.

Missverständnis bei Punkteausbeute

Dort hatte BHV festgehalten, dass die Vereine nach Abschluss der regulären Saison in den zwei Bayernliga-Staffeln ihre dort erzielten Ergebnisse in die Playoffs oder Playdowns mitnehmen. Was der Verband zu erwähnen vergaß: Dies sollte nur Resultate gegen jene Klubs betreffen, die in die gleiche Endrunde einziehen – also entweder die Auf- oder die Abstiegsrunde.

Genau das hatte der BHV jedoch gemeint. Im Falle des SV Anzing beispielsweise wurden bloß die Ergebnisse gegen die anderen Playoff-Teilnehmer der Süd-Staffel in die Aufstiegsrunde mitgenommen – nicht aber die Punktausbeute gegen HT München, Fürstenfeldbruck, Cham und Eichenau, für die es in die Abstiegsrunde ging. Eine solche Wertung entsprach aber nicht der Formulierung in den Durchführungsbestimmungen, weshalb der TV Erlangen-Bruck Einspruch einlegte – und vom Sportgericht Recht bekam.

Nun werden doch alle Ergebnisse mitgenommen

Nun werden also die Ergebnisse aller Vorrundenspiele in die Playoffs und Playdowns mitgenommen, wie der Verband in einem Schreiben an die Vereine klarstellt. Im Weiteren heißt es dort: „Wir bedauern die aus einer fehlerhaften Formulierung in den Durchführungsbestimmungen ggf. entstandene Unklarheit.“ Leidtragender der Neuregelung sei in den Playdowns vor allem HT München, sagt Hubert Müller. „In den Playoffs ändert sich relativ wenig.“ So sind der DJK Waldbüttelbrunn nach ihren zwei Siegen über Anzing am vorigen Wochenende die Tabellenführung und der Aufstieg weiterhin nicht mehr zu nehmen. Derweil geht es für den SVA am letzten Spieltag noch um die Vizemeisterschaft. „Wenn wir beide Spiele gewinnen, sind wir Zweiter“, sagt Müller, der die Löwen mit Kay Hoffmann betreut. „Bei einem Sieg könnte es eventuell reichen.“

Unabhängig davon wolle man sich am Samstag um 18 Uhr in eigener Halle mit einem weiteren Handballfest von den Fans verabschieden, sagt Müller. Tags darauf reist sein Team dann nach Haunstetten, wo um 16.30 Uhr das letzte Saisonspiel ansteht.

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