„Das war vom Kopf her ziemlich anstrengend“

Vanessa Hinz: Saison mit Höhen und Tiefen

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Durchwachsen verlief die Saison von Biathletin Vanessa Hinz vom SC Schliersee.

Vanessa Hinz blickt auf eine durchwachsene Saison zurück.  „Ich bin jetzt echt froh um meine Pause“, sagt die Schlierseerin.

Schliersee – Es wäre nicht fair, die Saison von Biathletin Vanessa Hinz (SC Schliersee) auf zwei Rennen am Ende zu reduzieren. Zwei Rennen – der Sprint und die Staffel bei den Weltmeisterschaften in Östersund (Schweden) – bei denen tatsächlich so gut wie alles schief gelaufen ist, spiegeln nicht die komplette Saison wider. „Klar, mit dem Ende der Saison bin ich selbst auch nicht zufrieden“, gibt die Schlierseerin zu, die vergangene Woche ihren 27. Geburtstag feierte und schon fast passend dazu den Gesamtweltcup auf Platz 27 beendete. In der Saison 2017/18 lag sie am Ende noch auf Rang zehn.

Blickt man allerdings auf die gesamte Saison, so stehen für Hinz auch mehrere Top-15 Platzierungen, ein Podestplatz und eine WM-Medaille zu Buche. „Die Saison hatte einige Höhen und Tiefen“, resümiert Hinz, die im Januar mit einer längeren Erkrankung zu kämpfen hatte. „Auch solche Dinge muss man in das Saisonfazit mit einfließen lassen“, meint die Biathletin. Das habe sie auch am Mittwoch in den Abschlussgesprächen mit den Trainern besprochen.

Die Saison der Schlierseerin begann vielversprechend. Gleich drei Mal lief sie in Hochfilzen (Tirol) und Nove Mesto (Tschechien) auf einen Top-15-Platz. „Mit dem Anfang bin ich richtig zufrieden“, sagt Hinz daher. Nach der Weihnachtspause musste sie allerdings krankheitsbedingt den Biathlon auf Schalke absagen und verpasste auch den Heimweltcup im thüringischen Oberhof.

Seit dieser Pause hatte Hinz mit ihrer Form zu kämpfen und haderte mit ihren Leistungen. „Das war vom Kopf her ziemlich anstrengend“, gibt die Zollbeamtin zu, die sich immer wieder aus diesen Tiefs kämpfen musste. Doch zuletzt zeigte die Schlierseerin noch einmal starke Leistungen und holte beim Massenstart in Antholz (Südtirol) etwas überraschend mit Rang drei einen Podiumsplatz. Damit ist Hinz eine der fünf Athletinnen aus dem sechsköpfigen Weltcup-Team des Deutschen Skiverbands (DSV), die in dieser Saison auf das Podest gelaufen ist.

In der Summe musste das DSV-Team allerdings an Erfolgen einbüßen. So ging in diesem Jahr sowohl die Staffel- als auch die Nationenwertung an Norwegen. „Im Schießen haben wir schon abgebaut. Das zieht sich auch durch das ganze Team“, sagt Hinz. Andere Nationen hätten aufgeholt.

Zum Schluss holte Hinz bei den Weltmeisterschaften gemeinsam mit Arnd Peiffer (WSV Clausthal-Zellerfeld), der in Holzkirchen wohnt, die Silbermedaille mit der Mixed-Staffel. „Damit kann man natürlich immer zufrieden sein“, sagt Hinz. Die Zollwettkämpfe, die diese Woche in Galtür (Österreich) stattfanden, musste sie aufgrund einer Erkältung absagen. Ein ausführliches Fazit will Hinz nochmals gemeinsam mit dem Trainerteam nach ihrem Urlaub ziehen. Dann wird auch die Planung des Sommertrainings besprochen.

Jetzt geht es für die Schlierseerin aber erst einmal gemeinsam mit ihrer Schwester in den Urlaub nach Marrakesch. „Ich bin jetzt echt froh um meine Pause.“

emi

Quelle: Merkur.de

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