Skiverband Oberland

Biathlon: Frey und Palicka Optionen für Landeskader

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Im Landesverbands-Kader steht Magdalena Frey (TSV Hartpenning) wohl auch im nächsten Winter.

Der Biathlon-Nachwuchs im Oberland überzeugte im vergangenen Winter trotz widriger Bedingungen. Zwei Athleten sind wieder eine Option für den Landeskader.

Hartpenning – „Verkorkst von vorne bis hinten.“ Hanna Frey, Sportwartin Biathlon im Skiverband Oberland (SVO), muss nicht lange überlegen, um die zurückliegende Saison zu beschreiben. „Gut gelaunt haben wir im November noch unseren Schießstand am Wald aufgebaut.“ Mit Ski konnten sie die kleine Anlage in Hartpenning nie anlaufen. Mehr noch: In diesem bis an den Alpenrand schneearmen Winter habe kein einziges Rennen wie geplant stattgefunden. „Wettkämpfe wurden abgesagt, verschoben, Programme geändert. Und dann kam noch Corona.“

Trotz allem fiel die frühzeitige Bilanz positiv aus. Ein glänzender Beweis sind unter anderem die sechs Medaillen, die die kleine Biathlontruppe im SVO-Nachwuchs bei den Bayerischen Meisterschaften holte. Und es zeichnet sich ab, dass mit Magdalena Frey (TSV Hartpenning) und Michael Palicka (SC Bad Tölz) auch im nächsten Winter zwei Oberlandler im Schüler-Kader des Landesverbands stehen werden. Die Leistungskriterien dafür haben sie erfüllt. „Die Kinder haben perfekt zusammen gepasst und die Eltern, ohne deren Engagement es nicht gehen würde, waren tiefenentspannt in einem sehr schwierigen Jahr“, resümiert Frey und lässt die harmonischen zurückliegenden Monate Revue passieren.

Auch die logistische Fleißarbeit und die zusätzlichen Shuttle-Dienste nahmen sie gelassen in Kauf. So ging es nach dem regulär geplanten Vorbereitungs-Lehrgang in Oberhof, bei dem 15 junge Langläufer und Biathleten ihre Schneeeinheiten in der Skihalle abspulten und vielleicht noch etwas motivierter waren, weil dort zeitgleich die tschechische und deutsche Nationalmannschaft trainierten. Ergänzend dazu übten sie Schießen am heimischen Stand, den Michael Mönig betreute. Er kümmerte sich nicht nur um die temporäre Anlage, sondern auch um die Wartung der Gewehre und alle technischen Fragen in diesem Zusammenhang.

Bayerncup fest in SVO-Hand

Mit Laufschuhen statt Langlaufski an den Füßen machten die jungen Sportler das Beste aus der Situation und bewiesen unter anderem „mit vielen tollen Platzierungen im Bayerncup“, dass sich ihr Trainingsfleiß lohnte. Am Ende der Serie mit insgesamt sieben Wettbewerben stand Biathlon-Neuling Christian Hartmann (SC Gaißach) als Sieger der Schüler 13 fest.  Magdalena Frey wurde bei den Schülerinnen 15 Zweite. Michael Palicka (Schüler 15) und Regina Schilcher (SC Moosham, Schülerinnen 13) schafften als Dritte jeweils den Sprung aufs Podest. Für Schilcher umso respektabler, als sie sich in den Weihnachtsferien den Fuß brach und drei Rennen auslassen musste.

Sind zufrieden mit den Ergebnissen des Winters: (v.l.) Trainerin Annelies Cook, Magdalena Frey, Laura Mönig, Christian Hartmann, Giulia Müller und Michael Palicka.

Die Kader-Läufer freuten sich, als sie Anfang Januar beim ersten Deutschen Schülercup der Saison in Todtnau im Schwarzwald endlich im großen Kreis der besten deutschen Nachwuchs-Skijäger zeigen durften, was sie drauf haben. Im Nordic Center Notschrei ließen die Hartpenningerinnen Magdalena Frey und Laura Mönig in Verfolgung und Massenstart erstmals aufhorchen. Zweite Station war Oberwiesenthal. Bei wenig Schnee, aber umso mehr Nebel, Wind und Kälte erkämpfte sich Magdalena Frey Platz drei (Einzel) und neun (Sprint), Christian Hartmann wurde Neunter im Sprint, während Giulia Müller, Laura Mönig und Michael Palicka nur knapp hinter den Top Ten rangierten.

SVO hätte fünf Athleten beim Ländervergleich gestellt

Nachdem sie beim abschließenden Rennwochenende in Ruhpolding erneut punkten konnten, freuten sich die SVO-Aktiven mit Trainerin Annelies Cook über Magdalena Freys neunten und Laura Mönings 20. Platz im Gesamtklassement. Michael Palicka wurde nach einer starken Vorstellung im abschließenden Sprint von Ruhpolding 19., sein Tölzer Clubkamerad Gabriel Wolpert 24.

Sechsmal Edelmetall holte die fünfköpfige Rumpftruppe aus dem Oberland bei den Bayerischen Meisterschaften. Mit all diesen Resultaten qualifizierten sich vier Mädchen und Buben, um Bayern beim Ländervergleich mit Tirol, Südtirol und der Schweiz zu vertreten. Zur Titelverteidigung kam es wegen Corona nicht mehr, wie auch die komplette Saison recht abrupt endete.

Quelle: Merkur.de

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