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Hinz kämpft in Staffel mit der gefürchteten Nähmaschine

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Woran es liegt, dass sie im Stehendanschlag momentan Probleme hat, kann Vanessa Hinz nicht erklären.
Woran es liegt, dass sie im Stehendanschlag momentan Probleme hat, kann Vanessa Hinz nicht erklären. © SVEN HOPPE/DPA

Bis zum Stehendanschlag war bei Biathletin Vanessa Hinz beim Staffelrennen in Ruhpolding alles gut. Doch dann setzte die gefürchtete Nähmaschine ein.

Schliersee – Die Staffel-Generalprobe vor den Olympischen Winterspielen ist für die Frauen des Deutschen Skiverbands (DSV) nur mäßig erfolgreich verlaufen. Das deutsche Quartett bestehend aus Vanessa Voigt, Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand und Denise Herrmann wurde beim Heimweltcup in Ruhpolding Vierte.

Dabei verpatzte Hinz ihren Stehendanschlag und verhinderte damit ein besseres Ergebnis. Denn bis zum verhängnisvollen vierten Schießen lief der Wettbewerb für die DSV-Staffel wie am Schnürchen. Vanessa Voigt legte eine einwandfreie Schießleistung aufs Parkett, blieb in beiden Einheiten ohne einen Nachlader und übergab als Dritte mit 18 Sekunden Rückstand. Und so tat ihr das Hinz auch im Liegen noch gleich, musste dann im Stehen allerdings in die Strafrunde. „Das war ab dem ersten Schuss ein Kampf“, sagte die 29-Jährige nach ihrem Auftritt enttäuscht im ZDF. Denn auch drei Nachlader reichten nicht für die fünf Treffer. Unter die ersten fünf Schüsse schlichen sich erst zwei Fehler. Mit dem ersten Nachlader traf die Schlierseerin eine Scheibe, doch die letzte wollte einfach nicht fallen. Denn Hinz zitterte in den Oberschenkeln, die bei den Athletinnen gefürchtete Nähmaschine machte sich bemerkbar. „Umso länger man steht, umso schlimmer wird es“, erläutert Hinz.

Passend zum Thema: Vanessa Hinz im Wadlbeißer-Podcast.

Läuferisch fühlte sich die Biathletin vom SC Schliersee gut und verlor auf der Schlussrunde kaum Zeit auf die Spitze. Und so übergab die Hinz als 15. mit einem Rückstand von 1:16 Minuten an Franziska Hildebrand, die ihre Sache wiederum richtig gut machte und ihre gute Form bestätigte. Auch Hildebrand blieb ohne Schießfehler und machte sechs Plätze gut, sodass sie die Schlussläuferin Denise Herrmann als Neunte in die Loipe schickte. Vor allem in der Schlussrunde zeigte Herrmann eine starke Leistung und gewann den Vierkampf um Platz vier gegen die Konkurrenz aus Belarus, Italien und Norwegen. Frankreich gewann den Staffelwettbewerb vor Schweden und Russland.

Wadlbeißer: Alle Podcast-Folgen in der Übersicht.

Hinz geht am Sonntag (12.45 Uhr) als 60. in das Verfolgungsrennen bei ihrem Heimweltcup in Ruhpolding.

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