Bilanz der Hinrunde

DJK Würmtal glaubt noch an das Wunder Klassenerhalt

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Entscheidende Ausfälle: Alexander Wiebke (l.), Sebastian Schmitz (vorne) und Ludwig Demharter (r.) verpassten große Teile der oder gar die komplette Hinrunde. Zumindest Wiebke und Schmitz kehren nun wohl zurück.

Die DJK Würmtal, Tabellenletzter der Kreisklasse 3 München, spekuliert auf Rückkehrer im neuen Jahr. Aber einige Spieler haben auch Wechselgedanken.

Planegg – Als Absteiger hat man es in der neuen Liga freilich nie leicht. Die Erwartungen sind hoch, dass man im vorderen Tabellenbereich ein Wörtchen mitreden kann. Jede Niederlage wird erst mal kritisch beäugt, schließlich müsste man eigentlich besser sein als der Rest der Liga. Bei der DJK Würmtal senkte Trainer Mario Germek die Erwartungen vor Beginn der Kreisklasse-Saison bewusst.

Coach Germek stapelte zu Saisonbeginn tief - zurecht

Der Übungsleiter hatte frisch das Duo Andreas Götz/Benjamin Gollong nach dem Abstieg aus der Kreisliga beerbt. „Unser Ziel ist in erster Linie der Klassenerhalt“, sagte er im Juli. Nur weil man Absteiger sei, könne man nicht gleich vom Wiederaufstieg träumen. Und er behielt recht. Zur Winterpause steht die DJK auf dem letzten Tabellenplatz und weist bereits sieben Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz auf.

Laut Germek spiegelt der Tabellenstand jedoch nicht die qualitative Einordnung seiner Mannschaft in der Liga wider. „Wir haben nur dreimal richtig schlecht gespielt, und da haben wir mit hohen Niederlagen die Quittung bekommen“, sagt der Coach. Ausgerechnet zwei Derbys waren mit dabei: Dem TSV Gräfelfing II musste sich die DJK Anfang September mit 0:7 beugen, der Reserve des SV Planegg-Krailling kurz vor der Winterpause mit 1:6. Hinzu kam das ernüchternde 2:10 im letzten Hinrundenspiel gegen den TSV Solln.

Der DJK Würmtal fehlt ein echter Knipser

Dazwischen zeigte Würmtal jedoch ansprechende Leistungen, hielt auch gegen Teams aus dem oberen Tabellenbereich gut mit und war in Germeks Augen sogar häufig die bessere Mannschaft. „Aber wir nutzen unsere Chancen nicht. Uns fehlt der Knipser“, so Germek. Lediglich 16 Tore gelangen seinen Mannen in zwölf Spielen. Davon markierte zwar Emmanuel Oseghale alleine sieben, verteilte diese jedoch nur auf vier Spiele. Je einmal traf er gegen ESV München, SV Pullach II und TSV Großhadern II, dazu ganze viermal beim einzigen Sieg der DJK in der Hinrunde, dem 6:4 über den SV Aubing II Mitte Oktober.

„Wir hätten viele Spiele schon früh entscheiden können“, moniert Germek. Doch das Pech habe seinen Spielern an den Füßen geklebt. Die Würmtaler Torflaute gipfelte in der 0:1-Pleite zu Hause gegen den FC Espanol München Anfang Oktober. Germek bezifferte das Chancenverhältnis in dieser Partie auf 30:3 zugunsten seiner Elf – ein direkt verwandelter Freistoß brachte jedoch letztlich den Gästen den Sieg.

Einige Spieler wollen weg, andere kommen wohl zurück

Die Stimmung im Team sei zur Winterpause gemischt, teilt der DJK-Coach mit. Zwar merkten die Spieler, dass sie spielerisch auf der Höhe seien. Auch hätten alle Kicker des teils sehr dünnen Kaders immer voll mitgezogen und sich in den Partien nicht aufgegeben.

Andererseits habe die miserable Punkteausbeute dem einen oder anderen Akteur Wechselabsichten in den Kopf gepflanzt. „Wir führen noch Gespräche“, sagt Germek, der in der Winterpause außerdem auf die Rückkehr einiger verletzter und zuletzt zeitlich stark eingespannter Spieler spekuliert. Leistungsträger der Vorsaison wie Alexander Wiebke, Sebastian Schmitz oder Frederik Egger seien der Mannschaft in der Hinrunde abgegangen. Auch die schwere Verletzung von Angreifer Ludwig Demharter, die er sich beim Sieg über Aubing zuzog, war eine große Schwächung für die Würmtaler. Für ihn ist die Saison jedoch beendet.

Am 22. Januar zitiert Germek seine Fußballer erstmals wieder auf den Platz. Mit einem größeren Kader soll die Aufholjagd beginnen. „So weit sind wir in der Tabelle von den anderen Teams nicht entfernt“, sagt der Trainer. Das Saisonziel muss er dabei ohnehin nicht anpassen. Mit dem Klassenerhalt wäre die DJK nach dieser schwierigen Saison vollauf zufrieden.

mg


Bilanz der Hinrunde

Saisonziel: Klassenerhalt mit Blickrichtung gesichertes Mittelfeld (nicht im Soll)

Ziel für die Rückrunde: Klassenerhalt

Bester Torschütze: Emmanuel Oseghale (7 Tore)

Tabelle Kreisklasse 3 München

1. SV Lochhausen

2. TSG Pasing

3. NK Dinamo München

4. SV Pullach II

5. FC Espanol München

6. TSV Gräfelfing II

7. ESV München

8. TSV Solln

9. SV Aubing II

10. SV Planegg-Krailling II

11. TSV Großhadern II

12. SF Pasing

13. DJK Würmtal

Quelle: Merkur.de

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