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Bittere Klatsche: War der Echinger Aufwind nur ein laues Lüftchen?

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TSV-Trainer Willi Kalichman sah einen desolaten Auftritt seiner Mannschaft, die in Freilassing über weite Strecken des Spiels aus ihrer numerischen Überlegenheit nichts machte.

Eching – Gegen den TSV Vilsbiburg hatte der TSV Eching noch unverschämtes Glück, am Samstag ging es richtig in die Hose. Mit einem ganz miserablen Auftritt verlor der Landesligist 1:4 (1:2) beim ESV Freilassing.

Der TSV Eching geriet gegen die Eisenbahner trotz zwischenzeitlich zwei Mann mehr auf dem Platz böse unter die Räder. Nur in der Anfangsphase hielten die Echinger einigermaßen mit und zeigten ihren Willen, etwas zu reißen. Doch dann lief der TSV, wie schon oft in dieser Saison, recht blauäugig in einen Konter, mit dem Freilassing in Führung ging. Die Hausherren setzten konsequent nach und hatten einige gute Chancen, um den weit von Landesligaformat entfernten Gast abzuschießen. „Wir hatten Glück, dass sie uns bis zur Halbzeit am Leben gelassen haben“, sagte später auch der Echinger Trainer Willi Kalichman.

Bereits nach 20 Minuten verabschiedete sich Nikolaus Otto wegen eines überharten Fouls mit der glatt roten Karte vom Feld. Die Überzahl der Zebras bestand fortan aber nur auf dem Papier. Freilassing blieb am Drücker und führte auch verdient 2:0, als Manuel Stangl mit seinem zweiten Tor im zweiten Spiel für den neuen Verein den Anschluss markierte. Dieses 2:1 war schon ziemlich schmeichelhaft. Die in allen Belangen weit überlegenen Freilassinger machten mit einem Mann weniger auch noch das 3:1, bevor sie sich einen weiteren Platzverweis leisteten. Beide rote Karten wegen rohen Spiels waren übrigens unstrittig. Die miserabel bis gar nicht ausgespielte Überzahl im Elf gegen Neun trieb den sonst mit Engelsgeduld gesegneten Echinger Coach Kalichman zur Weißglut. Seine Schützlinge suchten nicht den freien Mann, sondern bolzten den Ball eher hoch und planlos durch die Gegend.

Als Freilassing acht Minuten vor dem Ende das 4:1 schoss, war die Überzahl schon wieder halbiert. Manuel Stangl ging als dritter Spieler mit roter Karte vom Platz, weil er dem Linienrichter zwei Spuren zu deutlich seine Meinung gesagt hatte. „Das war ein ganz desolater Auftritt“, sagte später Kalichman im Wissen, dass die Echinger mit einem 4:1 sehr, sehr gut bedient waren. Den Kräfteverhältnissen nach hätte die Pleite auch am Rande der Zweistelligkeit verlaufen können. Der TSV Eching präsentierte sich diesmal wie ein Absteiger und bekam von einem Tabellennachbarn in erschreckendem Ausmaß die Grenzen aufgezeigt.

Kalichman machte deutlich, dass intensiv über diese 90 Minuten zu reden sein und er auch Konsequenzen ergreifen wird. Der Duselsieg von Vilsbiburg hat nur kurze Zeit kaschiert, dass die Echinger wie in der Vorrunde phasenweise nicht erklärbare und nicht tolerierbare Leistungsschwankungen hatten. Gefühlt erinnerte die Stimmung in Freilassing schon wieder ein bisschen an den historischen 1:11-Untergang beim Vorrundenkick in Landshut.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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