2:3 - Bittere Lösung eines Rätsels

- Hallbergmoos (nb) - Als der Schiedsrichter den Platz verließ, durften die Zuschauer munter rätseln, wie dieses unterhaltsame Fußballspiel nun ausgegangen ist. In der Nachspielzeit hatte der VfB Hallbergmoos das 2:3 kassiert, doch zuvor passierte eine Tätlichkeit. Nach sechs Minuten Beratung zwischen dem jungen Schiedsrichter und seinem Assistenten gab es Rot für einen Gästespieler, aber auch Tor. Weil der Referee den Überblick verlor, kassierte der Tabellenletzte die achte Niederlage in Serie und diese war die bitterste.<BR>

Diese letzte Szene war reichlich kurios. Die Tätlichkeit sah der Linienrichter und zeigte sie an. Nur sah das Markus Rank vom FC Eintracht München nicht. Deshalb lief das Spiel weiter, bis Fatih Taspinar in der zweiten Nachspielminute zum 2:3 traf. Erst dann wurde diskutiert und laut Fußball-Regelbuch hätte es bei Ahndung des Fouls mit Freistoß für Hallbergmoos weiter gehen müssen.

In den 91 Minuten davor hatte sich der VfB zumindest ein Pünktchen verdient gehabt. Zwar fabrizierte man defensiv wieder böse Böcke, glich das aber mit einem teilweise traumhaften Offensivspiel aus. So war das 1:1 über Hobmeier und Oswald auf Vollstrecker Ben Spar eine geniale Kombination. Das magische Dreieck vorne machte so das 0:1 wett, als die Abwehr die Kugel nicht konsequent weg brachte und so erst Ibrahim Demirtas das Tor auflegte.

In der zweiten Halbzeit hatten die Hallberger richtig Pech. In der 59. Minute hätte es einen Handelfer für den VfB geben müssen, doch der Pfiff kam erst 100 Sekunden später und dann zum Entsetzen des Heimteams. Der gegebene Strafstoß war eine harte Entscheidung, aber Ibrahim Demirtas war das beim Verwandeln herzlich egal.

In der Folgezeit zeigten die Hallbergmooser Moral. Sie versuchten alles und hatten auch ihre guten Szenen. Die beste Ausgleichschance hatte Peter Oswald, der nach einer Flanke von Benjamin Spar mit seinem Kopfball den Gästetorwart zu einer Megaparade zwang. Die Moral stimmte und Hallbergmoos drückte mit Herz und dank dem genialen Sturmduo Oswald/Spar auch mit fußballerischer Klasse.

Auf der anderen Seite hatte Türk Ingolstadt bei der Schlacht mit offenem Visier auch unglaubliche Konterchancen. Die Hallbergmooser warfen alles nach vorne und hatten Glück, dass das vorentscheidende 1:3 nicht fiel. Torwart Stefan Zettl zeichnete sich hier mehrfach aus. Und dann kam das erlösende Tor, mit dem sich Hallbergmoos schon am Ende der Niederlagenserie wähnte. Michael Hobmeier trat vom linken Flügel einen Freistoß kunstvoll nach innen und der fand den Weg ins lange Eck, weil die Angreifer den Torwart irritierten. Aber dann kam der große Auftritt des Philipp Rank und die Serie geht weiter.

Quelle: Merkur.de

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