Bläser: Joker-Rolle und die Taktik des Trainers

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Marco Bläser

SV Heimstetten - Mit seiner Prognose hat er daneben gelegen, gleich in zweierlei Hinsicht – und dennoch strahlt Marco Bläser nach dem Abpfiff als hätte die Lottofee soeben seine Za...

SV Heimstetten - Mit seiner Prognose hat er daneben gelegen, gleich in zweierlei Hinsicht – und dennoch strahlt Marco Bläser nach dem Abpfiff als hätte die Lottofee soeben seine Zahlen vorgelesen.

„In der 65. Minute schieße ich ein Tor“, hatte der nie um einen Spruch verlegene Stürmer des SV Heimstetten vor der Partie gegen Seligenporten angekündigt – und doppelt geirrt. Denn Bläser wird erst in der 69. Minute eingewechselt; und er schießt auch nicht das Tor, sondern legt die Kugel mit seinem ersten Ballkontakt mustergültig auf Danijel Majdancevic ab, der mühelos einnetzt. Sein 2:1 ist der Knackpunkt dieses Spiels – und es wirft gleich zwei Fragen auf. Erstens: Warum darf Bläser, der bereits beim letzten SVH-Sieg als Joker das Siegtor markierte, nicht mal von Anfang an ran? Weil er noch nicht fit genug ist, sagt Trainer Vitomir Moskovic.

„Er hat keine Luft für 45 Minuten.“ Für die zweite Antwort holt der Trainer etwas weiter aus. Die Frage lautet: Warum versucht es Moskovic nicht öfter mit zwei Angreifern – so wie in jener Formation, die gegen Seligenporten den Sieg nach Hause schießt? „Für zwei Stürmer brauchen wir andere Voraussetzungen, die wir momentan nicht haben – etwa zwei stabile Sechser im Mittelfeld“, erklärt der Trainer. Einzig beim 1:3 in Illertissen habe er mit zwei Spitzen begonnen – neben Sammy Ammari auch Danijel Majdancevic. „Das hat nicht so gut geklappt“, räumt der Coach ein. Während Moskovic der Doppelspitze also kritisch gegenüber steht, sagt Bläser offen: „Ich bin ein Freund des 4-4-2.“

Nur um sofort hinterherzuschieben: „Aber der Trainer hat sich sicher etwas gedacht bei der Taktik – und er hat mehr Ahnung vom Fußball als ich.“ Von daher akzeptiere er auch seine Joker-Rolle, sagt der 33-Jährige: „Natürlich will ich lieber von Anfang an spielen. Aber vor allem geht es darum, dass ich der Mannschaft helfen kann.“ Das will Bläser auch im nächsten Sechs- Punkte-Spiel in Bamberg: „Wir müssen die Euphorie mitnehmen und dort etwas holen“, sagt er – und fügt grinsend hinzu: „Egal mit welcher Aufstellung.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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