Panamas Ex-Diktator Manuel Noriega ist tot

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Ehemaliger Publikumsliebling im Interview

Bläser: "Provokationen wie in Heimstetten? Das darf mir nicht mehr passieren!"

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Marco Bläser erlebte beim SV Heimstetten seine beste Zeit als Fußballer.

Heimstetten - Beim SV Heimstetten war er DER Publikumsliebling: Marco Bläser erlebte in Heimstetten seine beste Zeit als Fußballer. Nach dem Abstieg heuerte er beim FC Gerolsbach als Spielertrainer an. Höchste Zeit nachzufragen, wie es Bläser heute geht.

Servus Marco, im Sommer hast du den SV Heimstetten verlassen, um als Spielertrainer in der Kreisklasse anzuheuern. Hand aufs Herz: War es die richtige Entscheidung?

Ja. Ich kann für mich sagen, dass ich mich richtig entschieden habe. Der Job macht mir Spaß. Als erste Trainerstation ist der FC Gerolsbach der richtige Schritt gewesen.

Richtig bitter war, dass du dich am Ende als Absteiger aus Heimstetten verabschiedet hast. Wie sehr nagt diese Erfahrung noch an dir?

Als Absteiger zu gehen, hatte natürlich einen faden Beigeschmack. Ich denke, dass sich jeder Fußballer mit einem positiven Abgang besser fühlt. Für den Verein und die Fans hat es mir sehr leid getan. Aber es freut mich riesig, dass der SVH sich jetzt in der Bayernliga gefangen hat und sich auch weiterhin auf die tollen Fans verlassen kann.

Du hast deine Entscheidung bereits Anfang 2015 bekannt gegeben. Hätte es dich nicht noch gereizt, den SVH wieder zurück in die Regionalliga zu ballern?

Ob es für ein "Zurückballern" bei mir noch gereicht hätte, sei mal dahin gestellt (lacht). Aber klar hätte ich auch gerne weiterhin für den SVH gespielt. Ich hab dem Verein, Michael Matejka und vielen weiteren Mitarbeitern des SV Heimstetten viel zu verdanken. Ich hab mich dort brutal wohl gefühlt.

In Heimstetten warst du absoluter Fanliebling. Die kleinen Fans haben dich sogar um dein Trikot nach dem Spiel gebeten. Bei uns hast du jetzt einmal die Möglichkeit, zu sagen, was dir die Zeit als Spieler bedeutet hat.

Ich muss sagen, dass diese Zeit wirklich unvergesslich ist. Ich schaue noch heute mit Herzklopfen zurück. Ich habe riesengroße Erfahrungen gesammelt, tolle Erlebnisse mitgenommen und super Typen und Mitspieler kennen gelernt. Ich durfte in tollen Stadien und gegen gute Mannschaften mit ihren bekannten Einzelspielern kicken. Man muss sich das mal vorstellen: Ich habe gegen Emre Can, Tobi Schweinsteiger, Robert Mak, Marek Mintal und Altin Lala gespielt. Und das als Publikumsliebling mit den tollen Fans im Rücken. Denen möchte ich an dieser Stelle noch einmal ein dickes Dankschön aussprechen. Fußball-Herz, was willst du mehr?

Viele hatten dir den gewaltigen Sprung vor deinem Wechsel zu Heimstetten nicht zugetraut. Wieso hast du erst so spät die Herausforderung gesucht, dich in einer Top-Amateurliga zu beweisen?

Ich weiß, dass mir die meisten den Schritt nach oben nicht zugetraut haben. Ich selbst habe nicht mal daran geglaubt, dass es letztendlich so laufen würde. Aber ich hätte es bereut, wenn ich es nicht versucht hätte. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich sagen: Ich habe alles richtig gemacht.

Deine Bilanz in Gerolsbach ist - wie man sie von einem Goalgetter erwarten kann - top. 18 Tore in 13 Spielen. Bist du in der Liga nicht unterfordert?

Nein, auf keinen Fall. Als Spielertrainer muss ich meine Augen jetzt überall haben. Ich habe viele Aufgaben, auch während des Spiels. Über Langeweile kann ich mich nicht beschweren (lacht).

Wie war die Umstellung, auf einmal als Spielertrainer mehr Verantwortung zu tragen?

Die Umstellung war groß. Man muss auf einmal Trainingspläne ausarbeiten und sich um taktische Sachen kümmern. Vor und während des Spiels  muss ich mich um Dinge wie Wechsel oder Aufstellung kümmern. Ich spreche auch mit den einzelnen Spielern und versuche, Probleme im Vorfeld zu erkennen. Wie schon gesagt, mir ist sicher nicht langweilig. Ich denke, dass ich noch in der Lernphase bin und nicht alles sofort perfekt umsetzen kann. Aber anfangen muss ja jeder einmal.

Legendär sind deine Wortgefechte und Provokationen in der Regionalliga Bayern. Stefan Buck vom FC Bayern II hat von dir z.B. ein paar deutliche Worte an den Kopf bekommen. Die Bayern-Fans haben Schmähgesänge auf dich abgehalten. Wie viele Sprüche kannst du dir jetzt noch als Spielertrainer erlauben? Deine Rolle als Vorbild ist doch schnell in Gefahr...

(Lacht) Ja, die Szene mit Stefan Buck während des Spiels gegen Bayern II... an diese Momente erinnere ich mich gerne zurück. Als Spielertrainer sollte dir so etwas natürlich nicht mehr passieren. Da ist die Rolle als Vorbild wirklich schnell in Gefahr. Das ist natürlich eine große Umstellung für mich, da ich schon immer jemand war, der sich nichts gefallen lässt.

In der Liga, in der ich jetzt spiele, wissen einige Mannschaften und Spieler, wo ich herkomme. Die Kicker sind daher auch sehr motiviert. Ich wäre es an ihrer Stelle genauso. Ich versuche, das Meiste zu schlucken. Ich bin auch auf einem sehr guten Weg, das umzusetzen. Auch das kann man lernen. Die Mannschaft hilft mir dabei und zieht super mit. Es macht Spaß, mit den Jungs zu arbeiten.

Der SV Heimstetten befindet sich im Mittelfeld der Tabelle. Was traust du deinen ehemaligen Mitspielern in dieser Runde noch zu?

Ich hoffe, dass sie oben mitspielen. Leider hatten die Jungs etwas Verletzungspech. Wenn sie da etwas Glück haben, werden Leader Domi Schmitt, Mr. Zuverlässig Orhan Akkurt, Sebastian Paul und der Rest der Bande sicher oben angreifen. Ich wünsche den Jungs alles erdenklich Gute.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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