Kreisliga

Geisling gegen Eitting: Das blau-weiße Duell

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Die Entscheidung in der Vorrunde: Michael Schrödl trifft zum 3:2-Endstand für den FC Eitting.  

Zumindest in einer Partie des 17. Spieltages der Kreisliga treffen an diesem Wochenende zwei der sechs Landkreisteams aufeinander. Um 15 Uhr empfängt der FC Langengeisling am Samstag den FC Eitting zum Nachbarderby.

Langengeisling – Beide Orte sind nur sieben Kilometer voneinander entfernt. Sportlich haben die beiden Clubs erst seit 2016 wieder regelmäßig miteinander zu tun. Da war Eitting nach einer Saison aus der Bezirksliga wieder abgestiegen. Ein Saison vorher war Langengeisling nach sechsjähriger Leidenszeit aus der Kreisklasse wieder aufgestiegen.

Nachgefragt bei den Verantwortlichen nach der Derby-Historie oder berühmten, unvergessenen Spielen war deshalb sowohl bei Langengeislings Abteilungsleiter Gerhard Röslmair als auch bei Eittings Vereinschef Alfred Neudecker erstmal Grübeln angesagt. Und dann kramte der FCE-Vorsitzende ganz tief in der berühmte Kiste – wenn halt die Neuzeit nichts dergleichen hergibt. „Da müssen wir 45 Jahre zurückblättern, als Eitting in der Saison 1973/74 B-Klassenmeister wurde und seit damals immer höherklassig spielt.“ Neudecker, damals 19 Jahre alt und selbstverständlich Spieler im FCE-Trikot, weiß noch genau: „Es war zwei Spieltage vor Schluss, wir mussten zu den punktgleichen Geislingern, haben dort 3:0 gewonnen, und der Weg zum Meistertitel war geebnet.“ Die Sportfreunde sorgten in den folgenden Jahrzehnten gehörig für Furore. Mit einigen Unterbrechungen spielten sie fast ein Jahrzehnt in der Bezirksliga. 2001 wagten sie sich für eine Saison an das Abenteuer in der damaligen Bezirksoberliga, die dann im Zuge der Ligen-Reform verschwand.

Auf das bevorstehende Derby angesprochen, fiel Röslmair spontan die fällige Revanche für die 2:3-Hinspielniederlage ein: „Dieses Spiel hätten wir nie verlieren dürfen.“ Haben sie aber, und das durch einen von Michael Schrödl kurz vor Schluss verwandelten Elfmeter, nachdem sein Bruder Florian gefoult worden war. Diese beiden Protagonisten des Hinspiels sind nicht mehr dabei, sie wechselten in der Winterpause nach Hallbergmoos.

Diesen Samstag ist sogar Doppelderby angesagt. Um 13 Uhr treffen die beiden zweiten Mannschaften aufeinander. Da hat Langengeisling das Hinspiel 3:2 gewonnen. Auch Röslmair hatte Probleme in puncto alter Derbyzeiten. Die beiden Clubs schafften es immer wieder, sich aus dem Wege zu gehen. Zog der eine in die nächsthöher Liga nach, war der andere grad wieder abgestiegen. So war Eitting schon Anfang der 80er-Jahre in der Bezirksliga angekommen, stieg nach nur einem Jahr wieder ab – und Geisling auf. Der FCL hielt sich ab 1984 sieben Jahre in der Liga.

Spieler sind auch immer wieder hin- und hergewechselt – vor allem Brüderpaare. Die Geislinger Georg Birnbeck, inzwischen 40 Jahre alt und noch in der Zweiten aktiv, sowie sein Bruder Andreas zogen sich auch schon das Eittinger Trikot über. Genau wie Manfred und Gerhard Röslmair. Letzterer erinnert sich auch an ein Derby, als beide auf zwei verschiedenen Seiten aufliefen und der jetzige FCL-Sportchef seinen Bruder unglücklich schwer verletzte, als er in dessen Schnürsenkeln hängen geblieben war. Der Eittinger Heribert Kronthaler traute sich in den 80ern nach Geisling zu wechseln. Aktuell gehören mit Michael Faltlhauser in der Ersten und Francesco Lopez in der Zweiten Mannschaft des FCL zwei Eittinger dem Geislinger Lager an.

Helmut Findelsberger

Quelle: Merkur.de

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