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Ende beim BCF Wolfratshausen

Bönig: „Offensiv viel liegen gelassen“

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Bönig spricht im Interview über die misslungene Saison mit dem BCF Wolfratshausen.

Mit Philipp Bönig schnappte sich der BCF Wolfratshausen im vergangenen Sommer einen frischen, unverbrauchten Trainer mit Profi-Vergangenheit.

Doch auch der 39-Jährige vermochte den Abwärtstrend beim Ballclub nicht zu stoppen. Unsere Mitarbeiter Oliver Rabuser sprach mit Bönig, der zum VfR Garching wechselt, zum Abschluss einer am Ende restlos verkorksten Saison.

Herr Bönig, Ihr Trainerdebüt im Herrenbereich endete mit einem Abstieg. Gewähren Sie uns einen Blick in Ihr Inneres?

Abstiege sind immer sehr traurig und enttäuschend. Speziell wenn man berücksichtigt, wie viele Möglichkeiten wir hatten, alles für uns zu regeln. Ich trage als Trainer die Hauptverantwortung, nehme deswegen die Schuld auf meine Kappe.

Das Abrutschen in die Bezirksliga schien lange Zeit nur eine vage Gefahr zu sein. Erst zum Schluss hin wurde es dann konkret.

Wenn ich rückblickend alle Spiele durchgehe, haben wir in etwa 80 Prozent in Führung gelegen. Es lässt sich trefflich streiten, ob dieser Abstieg verdient ist.

Beinahe wöchentlich lobten Sie den Willen Ihres Teams, mussten aber gleichzeitig gravierende Mängel in maßgeblichen Situationen bemängeln.

Die meisten Gegentore sind Konzentrations-Angelegenheiten. Selbst im Rückspiel gegen Erkheim (4:3, Anm. d. Red.) waren wir die klar überlegene Mannschaft, haben alles reingelegt. Aber wir machen es den Gegnern mit unseren Fehlern extrem einfach. Sechs Gegentore in zwei Relegationsspielen sind schwer auszugleichen.

Was waren also die wesentlichen Ursachen für den Abstieg?

Wenn du absteigst, kommen meist viele Faktoren zusammen. Wir haben den Start brutal versemmelt; eine Hypothek, der wir ewig nachgelaufen sind. Zu Beginn der Rückrunde hätten wir von drei Remis zwei Spiele gewinnen müssen, so wären wir gesichert gewesen. Auch ein leichtfertiger Umgang mit dem Bewusstsein für die Situation hat sicher mit reingespielt.

Praktisch ohne Unterlass reihten sich Verletzungen und Absenzen aneinander. Schlugen auch die zahlreichen personellen und positionellen Wechsel ins Kontor?

Umbesetzungen sind immer ein Thema, das war auch nie ganz einfach. Es ging schon damit los, dass wir die Abgänge von Angelo Hauck und Marian Knecht nicht ansatzweise kompensieren konnten. Offensiv haben wir viel zu viel liegen gelassen. Beim Thema Effektivität waren wir zu schwach. Ich bin kein Freund von Statistiken, denn da stehen wir bei den Gegentoren relativ gut da. Aber wir haben diese Tore in saublöden Momenten bekommen, uns oft nicht clever angestellt.

Die Mannschaft wirkte auf dem Feld oft sehr verhalten, ein Großteil der Spieler schien mit sich selbst genug beschäftigt. Gab es auch ein Hierarchie-Problem?

Möglich. Jona Lehr hat spielerisch extrem viel Qualität, ist aber als Kapitän nicht der große Lautsprecher. Barbaros Barut hat mit seiner Erfahrung oftmals positiv auf die Mannschaft eingewirkt. Extrem weh getan haben die Langzeit-Ausfälle von Marco Gröschel und Basti Schnabel. Insgesamt gesehen haben wir alle unseren Teil beigetragen.

Wie fällt Ihr grundsätzliches Fazit nach dem ersten Trainerjahr aus?

Es war extrem lehrreich, ich habe viel dazu gelernt. Ein Abstieg ist natürlich eine Erfahrung, die man nie gebrauchen kann. Er gibt mir aber hoffentlich in manchen Situationen mehr Klarheit. Es ist sehr wichtig, aus solchen Niederlagen die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Sie werden von Ihrem bisherigen Co-Trainer Mitch Rödl beerbt, der nun seinerseits erstmalig die Hauptverantwortung trägt. Was würden Sie ihrem Assistenten mit auf den Weg geben?

Ich bin sehr überzeugt, dass der Mitch das sehr gut machen wird. Wir werden uns auch weiterhin untereinander austauschen. Wichtig scheint, dass es jetzt gewisse Veränderungen gibt. Ziel sollte es sein, junge, hungrige Spieler aus dem Umkreis dazu zu holen und die Jugendarbeit weiter zu forcieren.

Für Sie selbst kommt nach dem Abstieg unmittelbar der Aufstieg in die Regionalliga. Bleibt überhaupt die Zeit, etwas auszuspannen und die jüngsten Erlebnisse zu verarbeiten?

Nicht viel Ein paar Tage geht’s mit der Familie nach Italien zum Abschalten. Die letzten Wochen waren in der Tat sehr intensiv. Am 16. Juni beginnt das Mannschaftstraining in Garching.

Quelle: Merkur.de

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