Böse 1:2-Pleite für Haching im Sechs-Punkte-Spiel

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Da durfte er noch mitspielen: Später erhält Yannic Thiel (r.) die Rote Karte und wird der SpVgg wegen der Sperre vorerst fehlen.

SpVgg Unterhaching - Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Die SpVgg Unterhaching hat nach einer wenig überzeugenden Vorstellung durch die 1:2-Niederlage gegen den FSV Mainz 05 II gestern Abend eine komfortable Ausgangsposition für den Rest der Drittliga-Saison vergeben. Zudem sah Yannic Thiel die Rote Karte und fehlt in den nächsten Spielen gesperrt.

Es war einiges an Fußball-Prominenz in einem spärlich und zu großen Teilen mit Unterhachinger Jugendmannschaften gefüllten Sportpark. Ex-Trainer Ralph Hasenhüttl mit seinem Assistenten Michael Henke, die mit dem FC Ingolstadt vor dem Aufstieg in die Bundesliga stehen, waren da, der ehemalige Nürnberger Trainer Valerien Ismael saß ein paar Reihen weiter. Wegen des zu erwartenden Spektakels auf dem Rasen dürften sie nicht gekommen sein. Denn das war das Kellerduell auch nicht.

Die Gastgeber begannen schwungvoll, als wollten sie dem Tabellen-Vorletzten gleich die Favoritenrolle eindrucksvoll vor Augen führen. Zwei Freistöße in den ersten sechs Minuten, beide getreten von Danilo Dittrich, waren ein vielversprechender Auftakt, beide flogen aber am Tor vorbei. Leider kam von Hachinger Seite nichts mehr nach. Mainz fing sich schnell und übernahm sogar die Initiative gegen immer mehr gelähmt wirkende Hausherren. Als sich wieder einmal mehrere Lücken in der Abwehr auftaten, war die Führung der Gäste daher nicht verwunderlich. Höler stand in der 28. Minute plötzlich frei vor Keeper Stefan Marinovic und schob cool zum 0:1 ein.

Vor dem Anpfiff des zweiten Durchgangs ließ die Mannschaft der Gastgeber zunächst lange auf sich warten, ehe sie wieder aus dem Kabinentrakt auftauchte. Christian Ziege saß längst wieder auf der Trainerbank, seine Kicker schienen sich ausgiebig auf den Kampf der zweiten Halbzeit einzuschwören. Vom Elan her zeigte die SpVgg dann tatsächlich ein anderes Gesicht, in Torchancen schlug sich das aber nur marginal wieder. Dominik Widemanns Verlegenheitsschuss aus 18 Metern verdiente wenigstens das Prädikat Tormöglichkeit (50.). Als die Hachinger danach kämpferisch klar das Kommando übernahmen und dadurch auch das Publikum angestachelt war, kam allerdings ein folgenschweres Ereignis dazwischen.

Yannic Thiel, zwei Minuten zuvor im Mittelfeld heftig gefoult, leistete sich ein zu hartes Einsteigen, was Schiedsrichter Jöllenbeck als grobes Foulspiel mit Revanchecharakter wertete und mit der Roten Karte ahndete. Ab der 65. Minute hatte das Unternehmen Aufholjagd damit eine weitere große Bürde erhalten. Immerhin: Für die Bemühungen schien Haching doch noch belohnt zu werden. Dafür sorgte ausgerechnet einer, der nicht fürs Toreschießen bekannt ist. Tobias Killer, sieben Minuten zuvor eingewechselt, gelang mit einem Sonntagsschuss der Ausgleich (77.). Sein erstes Tor im Haching-Dress.

Was sich leider nicht änderte: In der Abwehr herrschte weiter der Schlendrian. Vier Minuten nach dem 1:1 verloren die Gastgeber im Gewühl im eigenen Strafraum erneut den Überblick. Diesmal stand Mainz-Kapitän Kalig frei vor Marinovic und traf zum 1:2. Der bittere Schlusspunkt des so wichtigen Spiels im Abstiegskampf, Mainz II war der nicht unverdiente Sieger des Sechs-Punkte-Spiels.

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Quelle: fussball-vorort.de

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