BCF mit breiter Brust auf schmalem Platz

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Christian Duswald und der BCF spielen zum letzten Mal auf dem Nebenplatz.

BCF Wolfratshausen - Ein letztes Mal ist der BCF Wolfratshausen am heutigen Samstag auf dem Nebenplatz des Isar-Loisach- Stadions im Einsatz (14 Uhr) und möchte auch gegen den TSV 1865 Dachau die Punkte einfahren.

Teer und Gummi. Das ist der vornehmliche Geruch derzeit im Isar- Loisachstadion. Die neue Laufbahn rund um den Hauptplatz, bald ist sie in ihrem Fundament. Dann können auch Farchets Bayernliga- Fußballer endlich da spielen, wo sie momentan einzuordnen sind: Im Mittelpunkt. Heute geht es noch einmal nach ganz hinten, und zugleich gegen einen Aufsteiger, der richtig ernst genommen werden muss. Und das ist ernst gemeint: Denn die 0:6-Heimniederlage gegen den TSV Rain unter der Woche ist in keinerlei Hinsicht ein Maßstab. Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass der finanzstarke Regionalliga- Absteiger eine Ausnahmestellung einnimmt.

Dachau indes zehrt derzeit von zwei Last- Minute-Siegen aus den vorangegangenen Heimspielen gegen die SpVgg Unterhaching II (2:1) und die DJK Sportbund Rosenheim (2:1). Eine Klatsche wie die gegen Rain stuft Reiner Leitl als „Momentaufnahme“ ein. Eine schnelle Abfolge an Gegentreffern unmittelbar vor der Halbzeit war der Anfang vom Ende. „Da war Dachau wohl ziemlich offen“, schätzt der BCF-Trainer. Dass der Aufsteiger auf Wiedergutmachung sinnt, ist Leitl bewusst: „Die werden ganz schön daherkommen.“ Aber genau das käme dem BCF gerade zu pass. Bei den bisherigen Auftritten war die Arbeit gegen den Ball die Stärke der Farcheter.

„Taktisch sauber und kompakt stehen“, nennt es Leitl. Soll heißen: Den Gegner leidenschaftlich bekämpfen, zudem die Räume kontrollieren. „Daran brauchen wir nichts zu ändern“, betont der Coach. Denn ähnlich wie die Rosenheimer vor drei Tagen stuft Leitl auch den TSV als spielstarken Kontrahenten ein. Allerdings habe Dachau eine Vielzahl an neuen Spielern integrieren müssen. Die Mannschaft von Marcel Richter müsse sich demnach erst finden. In dieser Hinsicht sind die Wolfratshauser bereits recht weit. Klar, dass die jüngsten Erfolge die Entwicklung zu einer starken Einheit unterstützen. Jeder Sieg bringe seine Equipe „ein Stück weiter“.

Sie habe jetzt „noch mehr Selbstbewusstsein“. Leitl lebt es vor. Im Brustton der Überzeugung stellt er klar, dass Farchet sich vor keinem Gegner verstecken müsse. Hört, hört. Das klang vor drei Monaten noch ganz anders. Aber das ist Vergangenheit. Inzwischen spricht der 54-Jährige gerne über die Qualität seines Teams: „Auch gegen Dachau wird es nur an uns liegen, ob wir Kapital schlagen.“ Ausfälle werden erst gar nicht groß thematisiert. Aktuell urlauben Askin Ünlü und Dominik Putzke. Die vakante Abräumerposition soll ein Fünfer-Mittelfeld im Verbund bekleiden. Marco Höferth wird diesem Quintett allerdings nicht angehören. Der frühere Junioren-Nationalspieler droht über Wochen auszufallen. Der böse Verdacht: Bündelriss am Muskelansatz.

Die Verletzung hatte sich schon vor dem Anpfiff in Rosenheim bemerkbar gemacht. Leitl wunderte sich deshalb darüber, dass Höferth spielen wollte: „Er kennt seinen Körper doch.“ Aber entweder hatte Höferth schlecht in sich reingehört oder falschen Ehrgeiz gezeigt. Gleich nach seiner Auswechslung vermutete der 26-Jährige sofort: „Ich glaube, es ist etwas Schlimmeres.“ Der Coach zeigte sich natürlich wenig begeistert: „Das hätten wir vermeiden können.“

Quelle: fussball-vorort.de

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