Bruck verschenkt Zwei-Tore-Führung

Bitter: Die Elf von Roberto Fontana verspielte eine Zwei-Tore-Führung. Foto: Ostermeier

SC Fürstenfeldbruck – Die SpVgg Grün-Weiß Deggendorf hätte ihre Vereinsfarben gestern Abend an den SC Fürstenfeldbruck abtreten können.

von Andreas Daschner

Beim 2:2 (2:0)-Remis traten die in weiß spielenden Brucker nämlich zu grün auf, um den Sieg über die Zeit zu retten. 80 Minuten lang knüpften die Brucker an ihre Leistung aus dem Rosenheimspiel an. Nicht ganz so glanzvoll vielleicht, aber zumindest genau so dominant.

Darum war für den spielenden Co-Trainer Florian Baier trotz des bitteren Ausgleichs auch klar: „Das ist ein Gegner, den wir schlagen müssen.“ Die frühe Führung durch Christian Lippert spielte den Hausherren sogar noch in die Karten. Der Spielmacher hatte aus gut 18 Metern abgezogen. Eigentlich ein harmloser Schuss – biss ein Deggendorfer Verteidiger seinen Fuß dazwischen hielt und das Leder unhaltbar abfälschte. Deggendorf zeigte sich geschockt und bekam kaum Gefährliches zustande.

Einige wohlgemeinte Schüsse gerieten für Brucks starken Torhüter Michael Beck aber nur zu besseren Rückgaben. Nach einer eher flachen Schlussphase der ersten Halbzeit begann auch der zweite Durchgang mit einem Paukenschlag. Alexander Hollering tauchte nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff frei vor dem Deggendorfer Tor auf. Der niederbayerische Keeper Andreas Rixinger zögerte einen Augenblick zu lange. Hollerings Lupfer landete in den Maschen. Wenn man nach dem 2:0 das Haar in Suppe des Brucker Spiels suchen wollte, fand man es in der Form, wie die Hausherren ihre sich nun bietenden Konter ausspielten. Gleich mehrfach hätte der SCF das 3:0 und auch 4:0 nachlegen können. Dass man dabei oft zu umständlich agierte, rächte sich zehn Minuten vor dem Ende.

Es mag eine abgedroschene Weisheit sein, dass eine 2:0-Führung nur solange gut ist, bis das 2:1 fällt. Im Technomarktstadion zeigte sich einmal mehr, dass sie nichts von ihrer Richtigkeit eingebüßt hat. Nach einem Bock der Brucker Defensive gelang den bis dahin harmlosen Gästen der Anschluss – der Anfang vom Ende. Deggendorf warf alles nach vorne. „Plötzlich stehst Du gegen vier bis sechs Stürmer. Das ist schwer zu verteidigen“, beschrieb Baier die folgende Druckphase der Gäste. Während der 31-jährige Abwehrrecke mit seiner ganzen Routine mit der Situation umzugehen wusste, bekamen seine jüngeren Nebenleute damit Probleme. „Da fehlt halt doch noch die Erfahrung“, sagte er.

So wie bei Matthias Lokietz vor dem Ausgleich. Statt abzusichern, unterlief der Youngster einen Kopfball. Ein Fehler, der bitter bestraft wurde. Auch wenn Baier „der Sieg heute verdammt lieb gewesen wäre“, gibt die bislang gezeigte Leistung aber Mut. Überraschend kommt sie für den Co- Trainer indessen nicht. „Dass unsere jungen kicken können, wussten wir. Nach den ganzen Abgängen müssen sie’s halt jetzt ein Jahr früher als geplant zeigen.“ Damit der SCF nicht Grün-Weiß bleibt.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Waldkraiburg sagt Spiel gegen Aschheim ab 
Waldkraiburg sagt Spiel gegen Aschheim ab 
6:0 für 1. FC GAP - Müller, Poniewaz und Diaby treffen doppelt
6:0 für 1. FC GAP - Müller, Poniewaz und Diaby treffen doppelt
Schäffler: „Wir werden alles dafür tun, die Klasse zu halten“
Schäffler: „Wir werden alles dafür tun, die Klasse zu halten“

Kommentare