Schwelende Präsidiumskrise

Brucker Bürgermeister verfolgt SCF-Krise mit Sorge

Nach seinem Rücktritt ist ein Stein ins Rollen gekommen: Siggi Müller legte nach Querelen sein Präsidenten-Amt überraschend nieder.

SC Fürstenfeldbruck - Der Fürstenfeldbrucker Rathauschef hat sich nun wegen des vom Rathaus mitfinanzierten Kunstrasens in die Präsidiums-Querelen eingeschaltet.

von Peter Loder

Mit Sorge verfolgt nun auch Oberbürgermeister Sepp Kellerer die noch immer schwelende Präsidiumskrise beim SC Fürstenfeldbruck. Sein Interesse gilt freilich weniger den sportlichen Ambitionen des abstiegsbedrohten Fußball-Bayernligisten, sondern vielmehr dem geplanten Kunstrasenplatz, der vom Rathaus kräftig mitfinanziert wird. Entgegen seiner Gepflogenheiten hat sich der OB nun direkt in die Vereinsangelegenheiten eingemischt. „Es laufen Gespräche“, bestätigte Kellerer dem Tagblatt. Er lasse zudem das laufende Verfahren permanent überprüfen. Nachdem mittlerweile die letzten Verfahren abgeschlossen seien und die Genehmigung für den Kunstrasenbau vorliegt, rechnet der OB, dass der Verein nach der Jahreshauptversammlung am 6. März mit der Umsetzung des Bauvorhabens beginnen werde.

Zukunft von Jakob Ettner noch offen

Bei der Versammlung entscheidet sich auch die Zukunft von Jugendleiter Jakob Ettner. Der in Altomünster lebende Vereinsfunktionär hatte sich zuletzt mit der Führungsspitze des SCF angelegt und indirekt den Rücktritt von Präsident Sigi Müller ausgelöst. Ettner befürchtet, dass es seine Vorstandskollegen auf die Jugendkasse abgesehen haben. Obwohl auch Kellerer mittlerweile ein Auge auf die Finanzen des Vereins geworfen hat, glaubt er, dass „die Sache von Ettner etwas aufgeblasen wurde“. Der OB ist trotzdem vorsichtig geworden: „Ich habe mir vom Präsidium auf Ehrenwort versichern lassen, dass mit den Finanzen alles okay ist.“ Allerdings: Trotz eines entsprechenden Stadtratsbeschluss hätten sich die SCF-Verantwortlichen nicht in die Kasse schauen lassen. Kellerer: „Die sollen jetzt bloß keinen Blödsinn machen.“

Unklar ist noch, ob der erst vor einem Jahr als Geschäftsführer und Schatzmeister eingesetzte Gerhard Fischer auch nach dem 6. März weitermacht. Nachdem er kürzlich zusammengebrochen war und vom Notarzt behandelt werden musste, glaubt Vizepräsident Hannes Mühlberger: „Diese Doppelbelastung wird er wohl nicht mehr in diesem Ausmaß wahrnehmen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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