Brucker setzen Negativserie fort

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Tarik Sarisakal hängt mit dem SCF im Tabellenkeller fest.

SC Fürstenfeldbruck - Der Abwärtstrend des SC Fürstenfeldbruck nimmt langsam dramatische Ausmaße an. Auch beim Kellerduell in Raisting gab es keine Punkte. Mit 0:1 (0:0) verloren die Brucker das Sechs-Punkte-Spiel, das Coach Tarik Sarisakal zuvor zum „extrem wichtigen Spiel“ ausgerufen hatte.

Es waren die üblichen Probleme, die dem SCF in Raisting wieder Zählbares kosteten: Selbst schafft man es nicht, die Fehler des Gegners auszunutzen, auf der anderen Seite bestrafte Raisting einen Patzer der Brucker wieder einmal gnadenlos. „Aus diesen Gründen verlieren wir die meisten Spiele, die auf der Kippe stehen“, erklärte der SCF-Coach.

Diesmal spielte sich das Drama wie folgt ab: Nach einer Flanke hatte Marian Knecht die Situation in der 55. Minute eigentlich schon geklärt. „Er hätte nur den Ball wegschlagen müssen“, sagte Sarisakal. Weil er das aber nicht tat, kamen die Hausherren erneut in Ballbesitz. Die folgende Unordnung in der SCF-Hintermannschaft nutzte Raistings Torjäger Ludwig Huber zum Kopfball gegen die Laufrichtung gegen den chancenlosen SCF-Keeper Maximilian Knobling zum goldenen Tor.

Dabei hatte der SCF-Coach seine Spieler vor der Partie noch vor dem torgefährlichen Mittelsfeldspieler gewarnt. Im Prinzip hatten die Brucker Huber auch gut im Griff. „Er hatte genau eine Szene, und mit der hat er den Unterschied gemacht“, sagte Sarisakal. Auf der anderen Seite vergaben zweimal Knecht und einmal Mario Ecker gute Möglichkeiten, den SCF jubeln zu lassen.

Die Gründe für den Niedergang – der SCF ist nun wieder Vorletzter, punktgleich mit Schlusslicht Feuchtwangen – sind Sarisakal bekannt. Sie zu beheben, fällt aber schwer. „Das ist zu 80 Prozent Kopfsache“, sagt er. Die entscheidenden Momente, in denen eigene Torchancen vergeben und im Gegenzug hinten Fehler gemacht werden, könne man nicht trainieren. „Das geht nur über ein Erfolgserlebnis.“ Trotz der immer prekärer werdenden Situation mahnt Sarisakal aber zur Ruhe. „Es bringt jetzt nichts, auf die verunsicherte Mannschaft auch noch draufzuhauen.“ Stattdessen erwartet den Übungsleiter in den nächsten Wochen viel psychologische Arbeit.

Quelle: fussball-vorort.de

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