Haching gegen Würzburg

Bruder-Duell in der 3. Liga: Taffertshofers unter sich

Ulrich Taffertshofer freut sich auf das Spiel gegen seinen Bruder Emanuel. „Das ist schon etwas Besonderes.“ (Foto: bro)

Im Auswärtsspiel der SpVgg Unterhaching am morgigen Samstag (14 Uhr) bei den Würzburger Kickers kommt es zum Brüder-Duell zwischen Ulrich Taffertshofer (25) von der SpVgg auf der einen und Emanuel (22) von den Kickers auf der anderen Seite.

In der Familie Taffertshofer liegt der Fußball in den Genen. Sowohl Emanuel als auch Ulrich haben das Fußballspielen von Kindesbeinen an gelernt. Mit ihren anderen sechs Geschwistern Daniel (30), Christoph (28), Jakob (27), Marie-Luise (20), Verena (14) und Vinzenz (13) sind die beiden auf dem elterlichen Bauernhof in der oberbayerischen Gemeinde Obersöchering im Landkreis Weilheim-Schongau regelmäßig zusammen dem Ball nachgejagt.

Ohne Rücksicht auf Verluste unter den unterschiedlich alten Geschwistern kickten die acht Taffertshofer-Kinder mit vollem Einsatz bereits auf der Wiese. Vor der idyllischen bayerischen Kulisse mit einem kleinen See und mit Blick auf die Zugspitze und im örtlichen Verein SV Söchering wurden die ersten Grundlagen gelegt.

„Da ist es immer rund zugegangen. Wir haben meist so lange gespielt, bis einer geweint hat. Da hat man gelernt, dass man sich durchsetzt“, erinnert sich Ulrich an das Spielen auf dem Bauernhof mit seinen zahlreichen Geschwistern.

Von 1860 München in die weite Welt 

Bis heute gehört dieses Durchsetzungsvermögen zum ausgeprägten Markenzeichen der beiden aktuellen Drittliga-Spieler. Beide glänzen mit einer robusten und klaren Spielweise im zentralen Bereich des Spielfeldes. „Die Taffertshofers sind alle zweikampfstark“, sagt Ulrich. Mit seinem knapp drei Jahre jüngeren Bruder Emanuel hat der Hachinger Vizekapitän auch eine gemeinsame Zeit im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) beim TSV 1860 München verbracht. In der bayerischen Landeshauptstadt sind beide zu Fußball-Profis gereift. Während Ulrich über die Amateure der Münchner Löwen und ab 2012 dann Burghausen drei Jahre darauf nach Unterhaching ging, wechselte Emanuel im Januar 2016 zum damaligen Zweitligisten aus Unterfranken.

Sollte Ulrich, der zuletzt über leichte Oberschenkelprobleme klagte und zuletzt beim 4:0 gegen Meppen in der Halbzeit präventiv ausgewechselt wurde und danach zwei ruhigere Trainingstage einlegte, nichts dazwischenkommen, steht dem Brüderduell nichts mehr im Wege.

Bis dato begegneten sich die Beiden auf dem Feld lediglich zweimal auf Amateurebene, je einmal in der Regionalliga Bayern (Ulrich bei Burghausen und Emanuel bei 1860 II) sowie im bayerischen Pokalfinale zwischen Haching und Würzburg im Mai 2016. Zweimal gewann Emanuel die Partie. Am Samstag kommt es zum ersten Aufeinandertreffen in einer Profiliga. Die zwei Taffertshofers, die altersmäßig im Vergleich zu ihren Geschwistern beide genau in der Mitte liegen, werden beide im defensiven Mittelfeld auflaufen und sich mit einer ähnlichen Spielweise gegenübertreten. Generell erkennt Emanuel bei sich Züge wie bei seinem Bruder. „Wir sind vom Typ her ähnlich“, sagt der FC-Spieler.

Auf der Gegenseite sieht Ulrich sein Bruderherz prinzipiell genauso. Allerdings differenziert der Hachinger Vizekapitän ein wenig die Charaktereigenschaften auf dem Fußballfeld. „Vielleicht komme ich ein bisschen mehr über das Körperliche und er ist technisch ein wenig versierter“, beschreibt Ulrich den kleinen Unterschied zu seinem jüngeren Bruder. Für die Partie in Würzburg haben sich die Eltern und mindestens drei Geschwister als Zuschauer angekündigt.

Quelle: fussball-vorort.de

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