Deutlicher Dämpfer

"Brutal eingebrochen": Haching geht gegen Rostock unter

Dreimal den Ball auf dem eigenen Tornetz holen muss Haching-Keeper Korbinian Müller im Heimspiel gegen Hansa Rostock, das die SpVgg vor 5000 Zuschauern mit 0:3 klar verliert. Robert Brouczek

SpVgg Unterhaching –In Hansa Rostock hat die SpVgg Unterhaching ihren Meister gefunden und die erste Drittliga-Niederlage nach fünf Siegen in Folge ohne Gegentor kassiert. Die fiel mit 0:3 überraschend deutlich aus, war aber absolut verdient.

Er kann also doch noch verlieren, der zuletzt so souverän aufspielende Aufsteiger. Erstmals seit dem 16. September (1:4 gegen Großaspach) blieb die SpVgg ohne Punkte. Zuvor 503 Minuten waren es bis Freitag, 19.37 Uhr, ohne Gegentreffer, und dann gab’s gleich eine richtige Packung. Zu verschmerzen ist das natürlich. Den fünften Tabellenplatz behielten die Hachinger trotzdem, ebenso die komfortable Distanz zum Tabellenkeller, auf die der Liga-Neuling in dieser Spielzeit ja ausschließlich den Blick richten will.

Von einem heilsamen Dämpfer in der jüngst so schwindelerregenden Erfolgsserie wollte Trainer Claus Schromm dennoch nichts wissen: „Was soll daran positiv sein, wenn man verliert? Das ist grundsätzlich nie gut.“ Allerdings ordnete er die Pleite im Flutlichtspiel vor der tollen Kulisse von 5000 Zuschauern absolut fair ein: „Der Rostocker Sieg geht völlig in Ordnung, der Gegner hat das wirklich über 90 Minuten sehr gut gemacht. Das war die beste Mannschaft, die bisher in dieser Saison im Sportpark war.“

Ein starker Start mit einer Riesenchance von Christoph Greger nach fünf Minuten und ein engagiertes Finish mit zwei Möglichkeiten für Torjäger Stephan Hain (80. und 82.) sowie ein Pfostenknaller von Ulrich Taffertshofer (72.) waren alles, was an Torszenen diesmal zu notieren war. An diesem Abend nicht genug. „Rostock war über das komplette Spiel griffiger, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive“, musste Schromm anerkennen, „die haben die Räume gut besetzt und richtig gut gespielt.“

Ärgerlich fand der Hachinger Coach nur, wie die Gegentore gefallen waren. Der Schuss zum 0:1 von Tim Väyrynen wurde von Max Dombrowka unhaltbar abgefälscht, zudem war Taffertshofer zuvor vor dem eigenen Strafraum ungeahndet gefoult worden. Der zweite Treffer von Amaury Bischoff war ein Sahne-Freistoß aus rund 20 Metern, der genau in den Torwinkel rauschte, und das auch noch zum ungünstigen Zeitpunkt kurz nach der Pause, als die Gastgeber gerade motiviert den Vorwärtsgang eingelegt und zur Aufholjagd geblasen hatten. Das 0:3 fiel nur Minuten später ebenfalls durch einen Weitschuss. Nach 58 Minuten war die Partie damit bereits entschieden. Haching gab sich dadurch zwar nicht geschlagen, ließ aber in der Offensive die gewohnte Durchschlagskraft vermissen.

„Wenn die Tore normal gefallen wären, könnte man das Ganze schneller abhaken“, so Schromm, „so ärgert man sich ein bisschen länger über die Niederlage. Das waren drei unglückliche Situationen.“

Die aber nicht davon ablenken sollten, dass seine Mannschaft nicht ihren besten Tag erwischt hatte. Auf dem Platz sah man die Unterhachinger Spieler nach dem Abpfiff mit hängenden Köpfen, in der Kabine herrschte anschließend „Anerkennung für die Leistung des Gegners, aber auch Selbstkritik“, berichtete der Cheftrainer. Was man hätte besser machen müssen, fände „jeder Spieler selbst bei seiner Analyse. Vor allem im Defensivbereich bei Eins-gegen-eins-Situationen, aber auch in der Offensive bei der Ballsicherung“.

Quelle: fussball-vorort.de

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