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Schmidbauer und SC Kirchasch verspüren Trennungsschmerz: „Bua, was machst’n?“

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Von: Dieter Priglmeir

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Künftig in Dornach: KSC-Coach Alex Schmidbauer.
Künftig in Dornach: KSC-Coach Alex Schmidbauer. © Riedel

Der SC Kirchasch muss seinen Coach Trainer Alex Schmidbauer zum SV Dornach ziehen lassen. Irgendwie tut‘s beiden weh.

Kirchasch – Alex Schmidbauer beteuert: „Es spricht nichts gegen den SC Kirchasch – gar nichts.“ Und dennoch wechselt der Trainer vom Kreisligisten zum SV Dornach. „Ich wohne in Heimstetten, und da ist Dornach nicht weit weg“, sagt er. Aber der wichtigere Grund sei: Der SVD spielt in der Bezirksliga. Und auch wenn die Mannschaft in dieser Saison etwas in den tieferen Niederungen rumgedümpelt sei: „Ich weiß, dass da einiges an Qualität vorhanden ist“, sagt der 33-Jährige. „Außerdem würde ich selbst gern wissen, wo bei mir das Limit ist. Ich weiß, ich kann noch viel lernen.“

Maxi Bals weiß, was er an Schmidbauer hatte. Der 2. Vorsitzende des SC Kirchasch greift gleich in die oberste Schublade: „Er ist ein unfassbar guter Trainer, vielleicht der beste im Landkreis. In Kirchasch hatten wir auf alle Fälle noch keinen besseren. Dass Alex zu einem höherklassigen Verein geht, war nur eine Frage der Zeit. Aber natürlich hätten wir ihn gern länger behalten.“

Schmidbauer hatte die Kirchascher während der langen Pause in der Corona-Saison übernommen und den Aufsteiger zum Klassenerhalt geführt, was ihm auch heuer wieder gelungen ist. Mit ihm war seinerzeit Alexander Mrowczynski als spielender Co-Trainer gekommen.

Er wird ab der neuen Saison nun Chefcoach. Der KSC sei derzeit noch auf der Suche nach einem zweiten Mann, sagt Bals. Er wisse den KSC bei seinem ehemaligen Co in guten Händen, meint auch Schmidbauer. Das habe auch ihm die Entscheidung leichter gemacht.

Wobei: Schwer sei ihm der Gang zur Vereinsführung schon gefallen. „Maxi war natürlich nicht happy. Ich habe noch nie einen so guten Vereinsverantwortlichen erlebt.“ Auch KSC-Chef Hermann Enzbrunner habe fast schon väterlich gefragt: „Bua, was machst’n?“ Umso mehr rechne er dem Verein an, dass er ihm keine Steine in den Weg gelegt habe. „Aber genau so kenne ich ja auch den KSC.“

Vieles werde er an Kirchasch vermissen. „Die Plätze waren zwar nicht immer super, aber die Anlage hat ihren Charme.“ Unvergessen würden ihm die Derbys mit den vielen Zuschauern bleiben. „Was ich da im Erdinger Landkreis erlebt habe, ist schon einmalig“, sagt Schmidbauer, der allerdings bedauert, „dass wir gegen Walperskirchen beide Spiele verloren haben. Aber das kann ja der Moro dann nachholen“. Dem KSC traut Schmidbauer sehr viel zu. „Auch wenn sich der Verein nicht als Stamm-Kreisligist sieht, kann er mit dieser Mannschaft dort noch lange spielen und sich – wenn die Jugendspieler mitziehen – auch etablieren.“ Welche Qualität das Team hat, habe es beim 2:0-Sieg gegen den überragenden Meister FC Finsing bewiesen und dies beim 0:0 im Rückspiel bestätigt.

Ein Gutes hat sein Engagement in Dornach, wo er die Nachfolge von Trainerlegende Toni Plattner antritt: „Wir spielen oft freitags oder samstags, deshalb kann ich mir am Sonntag das eine oder andere KSC-Spiel anschauen.“ Und noch einen weiteren Grund gebe es, in Kirchasch vorbeizuschauen, sagt Schmidbauer: „Die Faschingspartys sollen legendär sein. Da werde ich definitiv kommen.“ (Dieter Priglmeir)

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