Der Buchbach-Routinier im Interview

Buchbach-Goalgetter Breu: "Wasser stand uns bis zum Hals"

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Thomas Breu (li.) stürmt seit 2010 für den TSV Buchbach. F: Buchholz

Im Vorort-Interview sprechen wir mit Thomas Breu über das bevorstehende Spiel gegen die Löwen und das Restprogramm des TSV Buchbach.

Du hast in der Jugend des FC Bayern München gespielt. Am Montag geht es an der Grünwalder-Straße gegen die Blauen. Bist du als ehemaliger Roter besonders motiviert?

Das spielt für mich gar nicht so die Rolle. Wir freuen uns alle auf diese Spiele vor ausverkauftem Haus. Wenn es gegen Bayern oder Sechzig geht, ist das für jeden Münchner Kicker eine großartige Sache.

Sechzig, Illertissen, danach der FCB. Die nächsten drei Spiele haben es in sich. Eine kleine Negativserie könnte den Abstand auf die Abstiegsregion schnell schmelzen lassen. Wie geht ihr an diese schwierigen Spiele, binnen neun Tagen, heran?

Aus unserer Serie mit acht Spielen ohne Niederlage nehmen wir das Positive mit. Natürlich wollen wir jetzt  nicht abrutschen. Uns ist bewusst, dass die Punkte zu den Relegationsplätzen nicht mehr allzu viele sind. Für uns heißt es so viel wie möglich mitzunehmen, so dass wir uns vor der Winterpause gut auftstellen können. Der Klassenerhalt ist unser einziges Ziel, wir schauen nicht nach oben. Da muss man mit sich selbst ehrlich sein, dass es für einen kleinen Verein wie Buchbach keine anderen Ziele gibt.

Du gehörst in Buchbach schon fast zum Inventar, hast immer zuverlässig getroffen. Allerdings läuft es diese Saison noch besser als sonst. Du hast bereits jetzt neun Tore auf dem Konto. Wie kommt es dazu, dass du derzeit so oft triffst?

Da ist bestimmt nicht ausschließlich Glück dabei. Ich bekomme diese Saison etwas mehr Spielzeit als sonst, so kann ich auch mehr Tore erzielen. Im Endeffekt ist jeder Treffer der Verdienst der Mannschaft und nicht eines Einzelnen. Ich freue mich über jedes Tor. Hauptsache irgendwer trifft und wir können drei Punkte holen.

Letztes Jahr kam es gegen Rosenheim zu einem aboluten Herzschlag-Finale - inklusive Torwarttor in der Nachspielzeit. Was macht dich zuversichtlich, dass es dieses Mal nicht so spannend wird?

Unser Punktekonto ist deutlich besser gefüllt als letztes Jahr zur selben Zeit. Da stand uns das Wasser wirklich bis zum Hals. Dass wir schon einige Punkte sammeln konnten, beruhigt mich sehr. Drüber hinaus haben wir dieses Jahr auch weniger Verletzte, als in der vergangenen Saison. Zwar gibt es leider ein paar langzeit Verletzte aber in der Rückrunde können wir mit dem ganzen Kader in die Vollen gehen.

Abgesehen von einem kurzen Intermezzo in Rostock, hat es dich nie über die bayrischen Landesgrenzen hinweg verschlagen. Ist das Heimatliebe oder Zufall?

Das hat sich so ergeben. In Rostock war es Andreas Zachhuber der über mich sagte: "Ich will den Jungen unbedingt haben." Dann hat mich eine Verletzung zurückgeworfen und als ich wieder fit war, war Zachhuber nicht mehr da. Mit ihm habe ich meinen Förderer verloren. Unter dem neuen Trainer hat es dann nicht gepasst. Regionalliga möchte ich natürlich in der Heimat spielen, außerdem muss ich auch an meine berufliche Zukunft denken. In diesem Sinne ist Buchbach für mich ein Sechser im Lotto.

Quelle: fussball-vorort.de

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