Bobenstetter lobt Trainerfuchs Gerd Klaus

Buchbach muss zur Mannschaft der Stunde

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Anton Bobenstetter hat am vergangenen Sonntag mit seiner Mannschaft im Heimspiel Jahn Regensburg geschlagen.

TSV Buchbach - Nur drei Tage nach dem unglücklichen Pokal-Aus gegen den FC Memmingen muss der TSV Buchbach in der Fußball-Regionalliga erneut ran:

Die Rot-Weißen gastieren am Samstag um 14 Uhr beim 1. FC Schweinfurt, der keines der zehn Rückrundenspiele verloren hat und damit die Mannschaft der Stunde ist. „Kompliment an Trainer Gerd Klaus und Manager Dieter Kurth, der ja selber ein echter Trainerfuchs ist“, lobt Buchbachs Coach Anton Bobenstetter die sportliche Führungsriege der Schnüdel.

Immerhin standen die Schweinfurter noch im Oktober ganz unten in der Tabelle und sind jetzt auf dem besten Weg zum Klassenerhalt. Aber auch die Buchbacher sind in der Rückrunde deutlich erfolgreicher als in den ersten zehn Saisonspielen: Fünf Siege und drei Unentschieden stehen den beiden Niederlagen gegen Burghausen und Ingolstadt gegenüber. Der Klassenerhalt ist greifbar nah. „Wir sind wieder auf dem besten Weg zu einer sensationellen Saison. Das haben wir uns alles hart erarbeitet. Wir haben nichts geschenkt bekommen“, spielt Bobenstetter auf die Tatsache an, dass sein Team im Hinspiel gegen Schweinfurt (1:0) den letzten Elfmeter bekommen hat.

„Wir wollen ja nichts geschenkt“, so der Coach, „aber erstaunlich ist es schon, wenn man eine halbe Saison lang überhaupt keinen Elfmeter zugesprochen bekommt“. Oder aber, wie am Mittwoch gegen Memmingen, 65 Minuten in Unterzahl spielen muss, weil der Schiri nach einem Pressball, bei dem der Gegenspieler zurückgezogen hat, auf Gelb-Rot entscheidet. „Jetzt hacken viele auf Aleks Petrovic rum, dabei war es gar kein Foul. Das ist für das Team schon bitter, weil es sich so viel vorgenommen hatte und mit neun Mann einen unglaublichen Kampf abgeliefert hat“, sagt Bobenstetter. „Die Spieler haben keinen Tropfen Blut mehr gegeben. So kaputt waren sie. Psychisch und physisch.“

Die Gelb-Rote Karte aus dem Pokal hat – anders als in früheren Jahren – keine Auswirkungen auf die Regionalliga, so dass Petrovic heute wieder ran darf. Das Unterzahlspiel hat aber zusätzliche Körner gekostet, die den Buchbachern heute beim sechsten Spiel binnen drei Wochen fehlen könnten. „Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht, wer in Schweinfurt auflaufen wird. Wir werden wahrscheinlich möglichst viele frische Spieler aufbieten und von den Jungs, die am Mittwoch dabei waren, die nehmen, die am stabilsten sind“, sagt Bobenstetter.

Nichtsdestotrotz gibt er sich gewohnt kämpferisch: „Es ist schon schwierig, wenn man sich drei Tage nach so einem Spiel am Samstagmorgen um 8 Uhr in den Bus setzen muss, um nach Schweinfurt zu fahren. Aber Fußball ist immer ein Auf und Ab, und immer, wenn wir am Boden zerstört waren, sind wir wieder aufgestanden.“

Text: Michael Buchholz

Quelle: fussball-vorort.de

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