Zwei Freunde seit Kindestagen

Grübl und Bobenstetter: Die Buchbach-Macher

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Seit 17 Jahren Buchbach: Günther Grübl und Anton Bobenstetter haben den TSV Buchbach zu dem gemacht, was er heute ist.

TSV Buchbach - Zur Winterpause steht der TSV Buchbach einen Punkt hinter dem 14. Tabellenplatz. Dieser ist für die Buchbacher das Ziel diese Saison, denn er sichert den Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern. Es wäre die Fortsetzung einer fulminanten Erfolgsstory.

Seit viereinhalb Jahren ist der TSV das Amateurfußball-Aushängeschild des Mühldorfer Landkreises. Die Regionalliga ist für das 3000-Seelen-Dorf der reine Wahnsinn. Vor 25 Jahren hätte das kein Mensch für möglich gehalten. Damals übernahm der heute 56-jährige Günther Grübl das Amt des Abteilungsleiters, mit einer Vision im Gepäck.

Ein Viertel Jahrhundert später hat Buchbach sieben Aufstiege zu verzeichnen und Grübl ist immer noch da. "Der TSV Buchbach ist sein Lebenswerk", sagt Kapitän Maxi Hain gegenüber dem Kicker. Er sei der beste Abteilungsleiter, unter dem der 27-Jährige je gespielt hätte. Seit sieben Jahren ist Hain selbst im Verein. Es ist ein Markenzeichen, das Grübl etabliert hat: Spieler und Mitarbeiter identifizieren sich mit dem TSV, der Zusammenhalt ist stark.

Dieser war nicht zuletzt für Hain in dieser Saison enorm wichtig. Denn der Spielführer machte aufgrund seiner Tumorerkrankung ein sehr schweres Jahr durch. Am 17. Spieltag durfte er wieder aufs Feld, "ein unbeschreibliches Gefühl." Hains Fehlen steht stellvertretend für die durchwachsene Saison der Mannschaft, die mehrmals Serien von drei bis fünf sieglosen Spielen hinnehmen musste.

Nur sechs Dreier sind insgesamt bislang verzeichnet, vor allem defensiv drückt der Schuh. Zwei Mal vier und zwei Mal fünf Gegentore musste man schlucken. Zahlreiche Spieler fielen immer wieder aus, nun muss auch noch Thomas Leberfinger operiert werden und Torwart Sandro Volz verlässt den Verein in Richtung Töging. Immerhin konnte die letzte Partie der Hinrunde gegen die Reserve des FC Augsburg gewonnen werden. Es ist eines der schwierigeren Jahre, aber das sind sie gewohnt. 

Grübl und der TSV standen schon öfters vor Problematiken, die unüberwindbar schienen. Für Coach Anton Bobenstetter, seit 1995 Trainer der ersten Mannschaft (mit Ausnahme von Zwischenstationen beim TSV Ampfing und Falke Markt Schwaben) ist er der Garant des Buchbacher Erfolgs. Er muss es wissen, denn der Macher und er sind seit jeher Freunde. "Günther und ich sind als Kinder zusammen aufgewachsen." 17 Jahre verbindet sie nun der Klub, den sie gemeinsam dahin brachten, wo er heute steht. 

Für Grübl ist dabei wichtig, dass man seiner Linie treu bleibt, auch bei der Kader-Zusammenstellung. "Wenn Spieler menschlich nicht nach Buchbach passen, kriegen wir Probleme, auch wenn sie uns sportlich weiterhelfen würden." Es ist eines der Mantras des Mannes, der nie daran dachte, aufzuhören. Selbst, als es unmöglich schien, bog er es beim TSV noch hin. 

Sie mögen zwar aktuell unten drin stehen, aber es gab schon deutlich größere Herausforderungen für dieses Team. Mit dem außergewöhnlichen Zusammenhalt und Günther Grübl an der Spitze wird man es schon packen. Es ist eine Erfolgsstory, die weiter geschrieben werden möchte.

Text: Conan Furlong

Quelle: fussball-vorort.de

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