Buchbach kann im Keller-Krimi nicht überzeugen

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Gut geklärt: Ibrahim Aydemir (SV Heimstetten/rot) gegen die Buchbacher Penker (Tor) und Irmler

Heimstetten - Heimstetten kann mit dem Unentschieden gegen Buchbach gut leben, weil man zum dritten Mal in Serie ungeschlagen bleibt. Für Buchbach hingegen war nach zahlreichen guten Torchancen mehr drin

Der große Befreiungsschlag war ausgeblieben. Dennoch konnte der SV Heimstetten das 1:1-Remis im Keller-Krimi gegen den TSV Buchbach als Punktgewinn verbuchen, obwohl die Gäste damit in der siebten Partie ihren ersten Auswärtszähler eingefahren hatten. Doch angesichts der enorm angespannten personellen Situation, des völlig verdienten Halbzeitrückstandes sowie des Umstandes, Buchbach dadurch weiterhin zwei Punkte auf Distanz gehalten zu haben, konnte man beim Aufsteiger aus dem Münchner Osten mit dem Punkt gut leben.

SVH-Trainer Claus Schromm hatte zwar eigentlich „Tuchfühlung zum Mittelfeld aufnehmen“ wollen, aufgrund des schwachen ersten Abschnitts seiner Elf zeigte sich aber auch der 41-Jährige letztlich mit der Punkteteilung einverstanden. „Unverständnis“ äußerte er allerdings über die schläfrige Auftaktphase seiner Mannschaft, er hätte diese „aggressiver erwartet“ und monierte, dass sie „nicht dagegen gehalten“ habe. Bereits nach zehn Spielminuten war Buchbachs Markus Gibis völlig alleine vor Heimstettens Schlussmann Patrick Lehner aufgetaucht, zeigte jedoch 13 Meter vor dem Tor geradezu spürbare panische Abschlussangst und legte quer zu einem zwar mitgelaufenen, aber wesentlich schlechter postierten Mitspieler. Zur Krönung dieser wie eine Slapstick-Einlage wirkenden Szene geriet der Pass zu lange und trudelte ins Toraus.

In der Kabine herrschte „Totenstimmung“

In Führung gingen die Gäste trotzdem, da der überforderte 19-jährige Unparteiische Felix Hoffmann auf eine Schwalbe von Thomas Breu hereinfiel und Ralf Klingmann den anschließenden Strafstoß souverän verwandelte (39.). In der Kabine habe „Totenstimmung“ geherrscht, berichtete Schromm, im zweiten Durchgang hätte sich seine Elf dann aber „am Riemen gerissen“. Zunächst zwangen Junis Ibrahim (51.) und Christoph Schmitt (53.) Buchbachs Torsteher Thomas Penker mit gefährlichen Freistößen dazu, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Nach einer Stunde Spielzeit revanchierte sich schließlich der Schiedsrichter und entschied nach einem Einwurf plötzlich auf Handelfmeter für die Gastgeber. Dominik Schmitt fragte nicht nach und verwandelte humorlos zum 1:1 (61.).

Obwohl die Schromm-Elf in der Schlussphase spielbestimmend war und auf den Siegtreffer drängte, hatten die Gäste die besseren Gelegenheiten. Insbesondere bei einer Chance von Breu zeigte Lehner seine ganze Klasse und parierte mit dem Fuß (76.). So blieb es nach zwei grundverschiedenen Spielabschnitten beim letztlich leistungsgerechten Remis, das für die Platzherren deutlich hilfreicher ist als für die Gäste. Ist der Aufsteiger damit vor der nun anstehenden Partie in Rain doch immerhin seit drei Spielen unbesiegt und rangiert weiter auf dem Relegationsplatz.

von Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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