Liechtensteiner Nationalspieler hat schon gegen Alaba gespielt

Büchel: "Etwas Spezielles, wenn Weltstars neben einem stehen"

+
Martin Büchel (1.v.l.) hat als Liechtensteiner Nationalspieler schon ein paar ganz besondere Gegenspieler gehabt.

FC Unterföhring - Nicht viele Bayernligisten können von sich behaupten, einen Nationalspieler in ihren Reihen zu haben. Der FC Unterföhring ist einer dieser wenigen Vereine, denn FCU-Mittelfeldmann Martin Büchel läuft regelmäßig für die Liechtensteiner Nationalelf auf. Wir haben mit ihm gesprochen.

Martin Büchel spielte von 2006 bis 2012 in der ersten Schweizer Liga beim FC Zürich. Nach einem halben Jahr ohne Verein entschied er sich, zum FC Unterföhring zu wechseln. Damit bekam der Bayernligist seinen ersten Nationalspieler, denn Büchel ist fester Bestandteil der Liechtensteiner Auswahl. Deshalb hatte er schon das Privileg, in der EM-Qualifikation gegen Weltstars wie Zlatan Ibrahimovic und David Alaba anzutreten. Wir haben mit ihm über diese besonderen Spiele und seine Ziele mit dem FCU gesprochen.

Martin, wie ist es, gegen Weltstars wie David Alaba oder Zlatan Ibrahimovic zu spielen?

Es ist natürlich jedes Mal wieder etwas ganz Spezielles, wenn im Spielertunnel plötzlich Weltstars neben einem stehen, die man sonst nur aus dem TV kennt. Und obwohl ich schon seit über zehn Jahren dabei bin, ist das ein Anblick, an den man sich nicht gewöhnt.

Bist du bei Länderspielen noch mal nervöser als beim FCU?

Ja, ich bin bei Länderspielen schon nervöser. Es ist etwas Anderes, wenn man zum Teil vor 50 000 Zuschauern spielt und das Spiel live im TV übertragen wird.

Du hast sechs Jahre lang beim FC Zürich gespielt. Gibt es etwas Besonderes, dass den Fußball in der Schweiz vom deutschen unterscheidet?

Ich glaube, dass sich der Fussball in der Schweiz mittlerweile nicht mehr verstecken braucht, was man an den internationalen Auftritten der Schweizer Mannschaften in der Europa League und Champions League und denen der Nationalmannschaft sieht. Auch die Breite an gestandenen Bundesligaspielern und -trainern aus der Schweiz ist sehr groß. Nichtsdestotrotz denke ich, dass der Fußball in Deutschland einen noch größeren Stellenwert genießt als in der Schweiz und dass die Bundesliga auch um einiges interessanter ist als die Super League. Vor allem in Sachen Vermarktung, Gehälter etc. ist Deutschland der Schweiz weit voraus, wobei ich aber glaube, dass die Schweiz ein besseres Nachwuchskonzept besitzt.

Nach zwei Jahren in der zweiten Mannschaft warst du vereinslos. Wie kam dann der Kontakt zum FCU zustande?

Ich habe mich aufgrund von mehreren Verletzungen und Operationen im Sommer 2012 dazu entschieden, meine professionelle Karriere zu beenden und ein Studium zu beginnen, ohne dabei jedoch ganz mit dem Fussball aufzuhören. Das Studium hat mich dann nach München gebracht und so bin ich schliesslich beim FCU gelandet. Eine super Entscheidung!

Kann das öffentliche Interesse in Unterföhring mit dem in Zürich mithalten?

Das öffentliche Interesse am FC Zürich war sehr groß, da der FC Zürich für seine große Fangemeinde bekannt ist und ich während einer sehr erfolgreichen Zeit beim FCZ gespielt habe. Da kann der FCU leider nicht ganz mithalten, denn wir haben nicht sehr hohe Zuschauerzahlen. Trotzdem macht es sehr viel Spaß für den FCU zu spielen und wir haben auch ein paar ganz treue Fans, die praktisch bei allen Spielen dabei sind und mich auch schon bei Länderspielen in Liechtenstein unterstützt haben. Eine tolle Geste, die mich immer riesig freut und die ich sehr schätze.

Wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Saisonverlauf des FCU?

Ich bin mit dem Saisonverlauf im Großen und Ganzen sehr zufrieden, dennoch haben wir meiner Meinung nach ein paar Punkte unnötigerweise verschenkt und könnten noch etwas besser dastehen.

Kann der FCU dieses Jahr noch mal ins Aufstiegsrennen eingreifen?

Das ist schwierig zu sagen. Der Rückstand auf die Tabellenspitze ist zwar sehr groß, aber wir werden versuchen eine gute Wintervorbereitung zu absolvieren und die Saison unter den Top 5 zu beenden. Das ist unser Ziel und würde ein super Ergebnis für den FCU bedeuten.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Trainerkarussell bei den Amateuren nimmt weiter Fahrt auf
Trainerkarussell bei den Amateuren nimmt weiter Fahrt auf
Michael Schrodi: Vom grünen Rasen in den Bundestag
Michael Schrodi: Vom grünen Rasen in den Bundestag
Pokalkracher-Derby in Fürstenfeldbruck: Ziel Halbfinale
Pokalkracher-Derby in Fürstenfeldbruck: Ziel Halbfinale
Beim FC Ismaning müssen jetzt auch die Invaliden ran
Beim FC Ismaning müssen jetzt auch die Invaliden ran

Kommentare