Cetinkaya schießt FCU in die Bayernliga

Der Vater des Erfolgs: Unterföhrings Kicker feiern den vor einer Woche entlassenen Trainer Dirk Teschke.
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Der Vater des Erfolgs: Unterföhrings Kicker feiern den vor einer Woche entlassenen Trainer Dirk Teschke.

FC Unterföhring - Der FC Unterföhring lebt seinen Traum. Gestern gewann der Landesligist mit 1:0 (1:0) gegen den FC Ergolding und steigt erstmals in seiner Vereinsgeschichte in die Bayernliga auf.

Die Unterföhringer haben in der Vergangenheit selten legendäre Spiele abgeliefert, wenn es um Relegation ging. Diesmal war das ein ganzes Stück anders, denn der FCU war von Beginn an hellwach und die in Volksfeststimmung befindliche Zuschauerkulisse wirkte stimulierend. Die Mannschaft von Trainer Andreas Pummer fand ein gutes Mittelmaß aus einer stabilen Defensive und dem Versuch, Torchancen zu kreieren.

Die erste Riesenchance hatte ausgerechnet Andreas Faber, der im Hinspiel noch intern suspendiert war. Der Spielmacher stand nach einer Hereingabe von Efe Ok völlig frei vor dem Torwart und traf vor Schreck den Ball nicht voll. Ähnlich war die Situation in der 34. Minute. Diesmal brannte es lichterloh und am Ende rollte die Kugel von Absender Armin Brotz im Zeitlupentempo Richtung Linie. Der Fußball schreibt aber gerne die irrwitzigsten Geschichten. Und diese ist die von Kerim Cetinkaya, der fast kein Spiel diese Saison machte und nun im wichtigsten Match der Clubhistorie von Beginn an auflief. In der 38. Minute fiel ihm die Kugel nach einer Hereingabe von Efe Ok vor den Schlappen. Was folgte war ein Geschoss links oben in die Maschen. Zur Pause war das 1:0 völlig verdient, doch dann wurden die Gastgeber immer passiver, je näher die Bayernliga rückte. Ergolding fehlten die fußballerischen Mittel, um zu größeren Chancen zu kommen. Die Niederbayern brachten nicht zuletzt durch ihren rustikalen Fans jede Menge Hektik ins Geschehen. Nach dem Spiel brachen dann alle Dämme. Die ganze Mannschaft stürmte zu Dirk Teschke, der sich im Bayerntrikot neben den Ergoldingern aufhielt. Der vor den entscheidenden Spielen entlassene Trainer wurde von den Spielern auf Händen getragen wie einst Othmar Hitzfeld nach dem Champions-League-Sieg des FC Bayern. Direkt nach der Sektdusche versöhnten sich Teschke und Andreas Faber, bevor eine Partynacht begann, die für manche erst am Sonntag enden wird. Unterföhring war außer Rand und Band.

Quelle: fussball-vorort.de

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