FC Moosburg - Die Mannschaft war gegen die Entlassung von Christoph Ball

Ball: „Die Kreisliga ist eine Kampfliga. Wenn ich ehrlich bin eine Bolzerliga“

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Christoph Ball ist nicht länger Trainer des FC Moosburg.

Christoph Ball hat den FC Moosburg als Spielertrainer in die Bezirksliga geführt. Nach dem bitteren Abstieg war die Bilanz seiner Mannschaft in der Kreisliga verheerend. Nach neun Spielen stand die Mannschaft mit zwei Punkten auf dem letzten Platz.

Die Verantwortlichen sahen sich gezwungen zu handeln. „Das ist ein Mechanismus, der greift“, sagte Herrenleiter Philipp Reiter nach der Entlassung. Dabei wollte die Mannschaft mit Christoph Ball weitermachen.

Können Sie nachvollziehen, dass sich der Verein dazu entschieden hat, Sie freizustellen?

Absolut. Bei diesen Ergebnissen kann ich auch nichts anderes sagen. Ob es etwas bringt, wird sich zeigen. Die Mannschaft hat rebelliert. Sie war gegen die Entlassung. Die konnten es nicht verstehen und haben zu mir gesagt, dass es nicht an mir lag.

Hätten Sie gerne weitergemacht, trotz der schweren Situation?

Ich hätte die Mannschaft niemals im Stich gelassen. Es war ja meine Mannschaft, die ich über viele Jahre betreut habe. Wenn ich nicht an sie geglaubt hätte, hätte ich selbst aufgehört. Aber ich verstehe den Verein. Das sind Automatismen, die in solch einer Situation greifen. Das muss ich als Trainer ehrlich und nüchtern sehen.

Wie kann es sein, dass die Mannschaft nach dem Abstieg in der Kreisliga erneut auf dem letzten Platz steht?

Viele sprechen in solch einer Situation vom fehlenden Glück. Aber nach neun Spielen muss man einfach sagen: Dem Kader fehlt die Quantität und die Qualität war noch nicht da. Mit Benedikt Einhauser hat nur ein Spieler langjährige Erfahrung im Herrenfußball. Alle anderen spielen ihre zweite Herren-Saison. Gestandene Spieler sind gegangen. Ich wollte auf die Jungen bauen. Aber das ist in der Kreisliga schwierig.

Warum?

Das ist eine Kampf- und Läuferliga. Wenn ich ehrlich bin eine Bolzerliga. Uns waren die anderen Teams körperlich einfach überlegen. Fußballerisch gehören wir zum oberen Drittel, wenn man sieht, was andere Teams zum Teil auf dem Platz zeigen. Aber das bringt dir in der Kreisliga wenig. Die Gegner spielen nach dem Motto hoch und weit. Dort gewinnt man Spiele über den Kampf.

Trauen Sie Ihrer ehemaligen Mannschaft den Klassenerhalt zu?

Ich wünsche dem Team alles Glück der Welt. Mir war schon zu Saisonbeginn klar, dass es mit der jungen Truppe ein schweres Jahr wird. Der Klassenerhalt wird extrem schwer. Der Mannschaft fehlt nicht viel. Spielerisch sind die Jungs top. Aber an den Kampf in der Kreisliga muss man sich gewöhnen. Und der ist entscheidend.

Wie geht es bei Ihnen weiter? Legen Sie erst mal die Füße hoch?

Um Gottes Willen! Nein! Nach einem Tag im Beruf muss ich am Abend raus. Ich halte mich woanders fit. Wie es weiter geht, darüber mache ich mir im Moment keine Gedanken.

Das Interview führte Christoph Seidl

Quelle: Merkur.de

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