Heimstetten-Coach will an Leistung gegen FCB II anknüpfen

Christoph Schmitt: „Warum denn nicht immer so?“

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Bitte immer so engagiert: Christoph Schmitt hadert damit, dass sein Team zu selten starke Leistungen abruft, wie zuletzt gegen die kleinen Bayern.

Der SV Heimstetten stemmt sich gegen den drohenden Abstieg. Beim Auswärtsspiel gegen die kleinen Bayern zeigten sie dabei eine Top-Leistung im Grünwalder Stadion.

München - Der SV Heimstetten ist nach dem FC Pipinsried die Schießbude der Liga. Gegen die Reserve des großen FC Bayern München hielt die SVH-Defensive aber immerhin über eine Stunde lang stand und musste gegen die beste Offensive der Liga am Ende nur zwei Gegentreffer hinnehmen. Ein Auftritt, der Zuversicht weckte, auch bei Manager Matejka.

Allein das ist Beweis für die Willensleistung, die der Aufsteiger am Freitagabend auf den Platz im Grünwalder Stadion brachte. Coach Christoph Schmitt kann sich über das viele Lob nach Abpfiff aber natürlich nur bedingt freuen, schließlich halten nette Worte seine Mannschaft nicht in der Liga. „Die Enttäuschung überwiegt“, legte sich der 33-Jährige nach dem Spiel fest: „Ich finde, dass wir heute eine sehr, sehr ordentliche Leistung abgeliefert haben und da kann man schon auch ein Stück weit stolz sein.“ Man hätte im Vorfeld kaum darauf gesetzt, dass der Trainer des Underdogs nach der Partie enttäuscht ist, weil am Ende nichts Zählbares dabei heraus springen wollte. Die verpassten Punkte sind allerdings nicht das, was Schmitt am meisten wurmt: „Aber, was letzten Endes hängen bleibt, ist: Warum in so einem Spiel und nicht in vielen, vielen anderen Spielen? Das ist das Thema, was schade ist“, beklagte Schmitt. Denn, hätte sein Team gegen Augsburg, Bayreuth oder Garching eine ähnliche Leistung gezeigt, wäre bestimmt der eine oder andere Zähler ins Tableau gewandert. „Grundsätzlich sind wir in jedem Spiel Aussenseiter. Warum dann nicht immer so? Dann würden wir nicht da stehen, wo wir stehen, weil wir eben schon Qualität haben“, ist auch Schmitt sicher.  

„Sinnbildlich“: Heimstetten fehlt ein Quäntchen zum Erfolg

Heimstetten hat „Intensität und Leidenschaft in Übermaß präsentiert“ und hätte sich damit durchaus einen Punkt verdient, stimmte der Coach zu: „Aber wir haben, wie so häufig, den einen Fehler zu viel gemacht.“ Die Spieler sollen beklagt haben, der Ball sei vor Wriedts Treffer zum 1:0 im Aus gewesen sein, doch das wollte ihr Chef nicht als Entschuldigung zählen lassen. Vielmehr sollen sie sich darauf konzentrieren, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Diese Unkonzentriertheiten seien „sinnbildlich“ und der Grund dafür, dass der SVH bisher so oft mit leeren Händen vom Feld gehen musste. 

Dass man nach der Begegnung mit der Bayern-Reserve auch über die Chancenverwertung der Heimstettener sprechen musste, hätte auch Schmitt „nicht gedacht“. Doch der Fokus lag schon am Freitag auf dem Restprogramm: „Lieber vergeben wir sie heute hier und machen sie dafür in den nächsten vier Spielen“, stellte Schmitt klar. Punkte nimmt er zwar keine mit, dafür aber die klare Einstellung weiterhin „leidenschaftlich verteidigen und mutig spielen“ zu wollen. 

„Bis zum letzten Tag alles versuchen“: Heimstetten gibt sich noch lange nicht auf

Noch fünf Spiele bleiben den „Hoaschdenger Buam“ um das umzusetzen und den drohenden Abstieg im besten Fall abzuwenden. Es fehlen zwei Punkte auf die Relegation und fünf auf das rettende Ufer. Keine aussichtslose Lage also und Grund genug für Schmitt, den Fußballabend im Grünwalder Stadion am Freitag mit einer Kampfansage abzurunden: „Wir werden bis zum letzten Tag alles versuchen, um in dieser Liga zu bleiben. Um so etwas zu erleben, um solche Spiele bestreiten zu dürfen, werden wir die nächsten Spiele alles reinhauen.“

Quelle: Merkur.de

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