Keine Zeit mehr für Landesliga

Link zurück zu seinem Heimatverein

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Keine Zeit mehr für Landesliga: Clemens Link (l.) kann berufsbedingt nur noch einmal pro Woche trainieren. Zu wenig für den TSV Neuried, ausreichend für den SC Pöcking, zu dem er jetzt zurückwechselte. 

Die Entscheidung fiel ihm alles andere als leicht. „Ich verlasse Freunde, um zu Freunden zurückzukehren“, sagt Clemens Link. Der 25 Jahre alte Fußballer wird künftig wieder für den SC Pöcking-Possenhofen, derzeit Tabellenzweiter der Kreisliga 2, auflaufen.

Pöcking– Link hatte seinen Heimatverein im Sommer 2017 nach dem Abstieg aus der Bezirksliga verlassen, um beim frisch gebackenen Landesligisten TSV Neuried eine neue Herausforderung zu wagen. „Ich habe diese Entscheidung zu keinem Zeitpunkt bereut. Neuried ist in allen Bereichen super geführt, und ich habe dort viele neue Freunde gefunden“, sagt Link.

Auch sportlich lief es gut für ihn: Link stand in der Saison 2017/18 immerhin 18-mal in der Startelf und wurde zudem zehnmal eingewechselt. Der Angreifer erzielte vier Tore und lieferte sieben Vorlagen. In der Endphase der Runde, als Neuried mit einem furiosen Schlussspurt noch den Klassenerhalt realisierte, zählte Link stets zur ersten Elf der Grün-Weißen.

Es wäre wohl genauso weitergegangen, doch Link nahm ein interessantes Jobangebot an. Seit dem vergangenen Sommer arbeitet er in Stuttgart. „Ohne regelmäßiges Training in der Landesliga zu spielen, geht kaum“, stellt Link fest. Seinen letzten Einsatz für den TSV absolvierte er auch wegen einer inzwischen auskurierten Schulterverletzung am 8. September. Und das ist nun ein Glücksfall für den SCPP, denn Link wäre somit auch ohne Ablösesumme bereits am 8. März, also deutlich vor dem ersten Punktspielauftritt 2019, spielberechtigt gewesen. „Unsere Verantwortlichen haben sich mit Neuried aber geeinigt, so dass Lelle (Spitzname von Link, die Red.) in allen Testspielen eingesetzt werden kann“, freut sich SCPP-Coach Franco Simon, der am 12. Februar mit der Vorbereitung beginnen wird.

Was die eigenen Ambitionen in der Heimat angeht, bleibt Link ganz bescheiden. „Ich hoffe, dass ich der Mannschaft ein bisschen weiterhelfen kann. Ich werde aber mit Sicherheit nicht in jedem Spiel fünf Tore schießen“, sagt Link, der zumindest immer donnerstags regelmäßig im Sportpark mittrainieren möchte. „Am Freitag dürfen wir Home Office machen“, erklärt der 25-Jährige, warum er nur bis Donnerstag in Stuttgart bleiben muss.

Ganz mit Fußball aufzuhören, kam für ihn nicht in Frage. „Dafür liebe ich diesen Sport viel zu sehr“, stellt Link klar. In Pöcking sind sie darüber sehr froh. „Er wird uns bestimmt weiterhelfen“, sagt Simon.

Quelle: Merkur.de

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