Coach Kraus muss seinen Hut nehmen

- Aschheim - Drei Niederlagen in Folge und damit war das Maß voll. Am späten Montagabend trennten sich der FC Aschheim und Trainer Horst Kraus. Mit dem bisherigen Assistenztrainer Christian Sedlmeier strebt der Klub nun als Erstes den Klassenerhalt in der Bezirksliga Nord und dann den Aufbau einer neuen Mannschaft.

Auch wenn sich die Parteien offiziell im berühmten beiderseitigen Einvernehmen trennten, so war zuletzt doch Feuer unterm Dach. "Es hat nicht mehr funktioniert", sagt Kraus und denkt an ein paar Spieler, die seiner Meinung nach gegen ihn spielten. "Das zuletzt gegen Kösching war reine Verweigerung", betont Kraus. Für den Verein sei die Trennung jetzt, wo Aschheim nach drei Niederlagen in Serie auf einem Abstiegsplatz steht, der richtige Schritt gewesen.

Kraus beobachtete die Probleme mit ein paar Spielern, die er nicht namentlich nennen möchte, schon länger. Hier habe es nur die Alternativen gegeben, sich vom Übungsleiter oder von Spielern zu trennen. "Hier hat die Unterstützung des Trainers durch den Verein gefehlt", sagt er. Der Vorsitzende Siegfried Weiß betont, dass man bekanntlich fast 30 000 Euro Steuern nachzahlen musste und der Klub so nicht auf die Schnelle in der Winterpause fünf Neue holen könne: "Es geht hier nicht um Herrn Kraus oder Herrn Weiß, sondern um den FC Aschheim."

Weiß beobachtete aber auch, dass der Trainer bei den zuletzt teilweise desolaten Auftritten die Mannschaft ("Da war kein Ehrgeiz zu erkennen") nicht mehr erreicht habe. Deshalb musste er im Sinne des Vereins nun schnell reagieren. Der bisherige Co-Trainer Christian Sedlmeier war für den Vorsitzenden von der ersten Sekunde an die Wunschlösung. Sowohl Weiß als auch der neue Trainer erklärten deutlich, dass sie selbst im Falle eines Abstieges weiter zusammen arbeiten werde. Auch Vorgänger Kraus traut Sedlmeier zu, die Probleme schnell in den Griff zu bekommen, "denn der Christian ist eine absolute Institution beim FCA. Er hat mehr Lobby im Verein und außerdem stehen die Spieler jetzt in der Pflicht." Das ist auch dringend notwendig, weil es in dem Aschheimer Mini-Kader kaum personelle Alternativen gibt. Für seinen Einstand kündigte Sedlmeier nur an, dass er das Team etwas defensiver einstellen werde, um so nach 2:8 Toren aus den letzten drei Spielen den Abwärtstrend zu stoppen.

Quelle: Merkur.de

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