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Copado vor dem Rückzug

Der glücklose Francisco Copado steht wohl vor seinem Rücktritt als Sportdirektor des Vereins.

Unterhaching - Sportlich schaut man bei der SpVgg Unterhaching nach dem jüngsten Sieg gegen Hasa Rostock wieder nach oben. Doch im Hintergrund brodelt es. Es halten sich hartnäcking Gerüchte um einen Rücktritt von Sportdirektor Francisco Copado.

Zwei Drittel der Drittliga-Saison sind vorbei, sportlich hat die SpVgg Unterhaching trotz des Befreiungsschlages gegen Rostock noch eine Menge zu tun. Auch im wirtschaftlichen Bereich. Am kommenden Dienstag müssen die Lizenzunterlagen beim DFB eingereicht werden. Zudem halten sich hartnäckig Gerüchte um einen Rücktritt von Sportdirektor Francisco Copado.

SpVgg-Präsident Engelbert Kupka kämpft um die Lizenz für die kommende Saison.

Der 1. März ist vorerst zwar kein besonders einschneidendes Datum, erinnert aber doch an die finanziellen Querelen und die drohende Insolvenz, die den Verein noch vor wenigen Monaten plagten. „Wir arbeiten derzeit an allen Fronten“, berichtet Präsident Engelbert Kupka zum aktuellen Stand der Planungen und kündigt die schon angedeuteten Einsparungen an: „Der Etat für die neue Saison wird gegenüber dem Vorjahr drastisch gekürzt.“ Von einer Halbierung des bisherigen 4,5 Millionen-Budgets ist die Rede.
Vordringlich die Suche nach neuen Sponsoren - darunter auch einem Nachfolger für den scheidenden Hauptsponsor Generali - steht derzeit an oberster Stelle. „Wir sind dabei in abschließenden Gesprächen“, verriet Kupka, „praktisch wäre es natürlich, wenn das alles bis 1. März vom Tisch wäre, aber eigentlich ist es egal.“ Welche Einnahmen für die kommende Spielzeit nächste Woche beim DFB angegeben werden, sei egal, sie sollten nur belegbar sein. Und mit Zusagen ist man bei der SpVgg nach der bösen Überraschung mit dem Betrüger Franco Levis, dessen Millionen im Sommer zugesagt wurden, aber nie flossen, vorsichtig geworden.

Am 1. März ist beim DFB eine grobe Planung abzugeben. Nach Prüfung der Unterlagen werden dann eventuell Nachweise gefordert oder Änderungen angemahnt. Etwaige Sponsorengelder, die danach noch aquisiert werden, können in der endgültigen Version der Lizenzunterlagen am 1. Juni nachgereicht werden. Erst bis zu diesem Termin dürfte Klarheit über den neuen Hauptsponsor herrschen. In Verhandlungen mit einigen Unternehmen sei man, ließ Kupka verlauten. Aber wer letztlich wieviel zahlt, aufs Trikot kommt oder die Namensrechte am Stadion übernimmt, ist nicht geklärt. „Im Idealfall ist das einer“, erklärt Hachings Präsident, „aber das ist sehr schwierig. Einen Sponsor in der Größenordnung Generali werden wir wohl nicht mehr finden.“ Der Versicherungskonzern zahlte rund eine Million Euro pro Jahr.

„Wenn wir die Tabellensituation anschauen, wäre es fahrlässig nur für die Dritte Liga zu planen“

Die sportlichen Umstände zwingen den Verein zudem, in Sachen Zukunft mehrgleisig zu fahren. „Wenn wir die Tabellensituation anschauen, wäre es fahrlässig nur für die Dritte Liga zu planen“, unterstreicht Kupka. So werden Unterlagen für die Dritte, aber auch die Regionalliga und die Zweite Liga eingereicht. Ein übliches Prozedere. Dass die Zukunft trotz des ewigen finanziellen Tauziehens um den Etat in der Dritten Liga liegen soll, machte der Präsident aber klar. Ein Rückzug in untere Ligen wäre wirtschaftlich noch schwieriger zu stemmen. „Wir können uns die Dritte Liga leisten, aber eben nur noch auf einem bestimmten niedrigeren Niveau.“

Was die SpVgg noch an Einsparpotenzial hat, ist recht überschaubar geworden. Klar dürfte sein, dass einige der noch mit Verträgen ausgestatteten Spieler am Saisonende gehen müssen bzw. sollen. Beim Personal in der Führungsetage hat man kaum Möglichkeiten - im Gegenteil: Sportdirektor Francisco Copado arbeitet angeblich ehrenamtlich. Doch die Zeichen verdichten sich, dass diese komfortable Lösung bald zu Ende geht. Vorerst zieht sich der 36-jährige Ex-Profi aus Zeitgründen vom Tagesgeschäft zurück. „Er hat andere berufliche Verpflichtungen, ist jetzt viel im Ausland unterwegs“, so Kupka, „diese Luft muss man ihm lassen. Es geht ja gerade nicht um Spielerverpflichtungen oder darum, der Mannschaft die Händchen zu halten.“

Der Spanier selbst erklärte auf Nachfrage allerdings vielsagend: „Ich möchte und werde mich jetzt nicht zu meiner Zukunft äußern. Aber es gibt viele Gedanken, die ich mir mache. Ich muss erst einmal alles Revue passieren lassen, jetzt geht es um mich.“ Von großem Erfolg geprägt ist seine Arbeit als Sportdirektor bei der SpVgg nicht. Der Umsturz mit seiner folgenden Beförderung in die sportliche Verantwortung begann exakt vor einem Jahr am 22. Februar mit dem Rauswurf von Trainer Ralph Hasenhüttl. Damals stand die SpVgg in der Tabelle nach 25 Spielen mit 31 Punkten auf Platz zehn. Seitdem hat der Klub eine Beinahe-Insolvenz hinter sich und sportlich keine Entwicklung genommen: Gerade sind wieder 25 Saisonspiele absolviert. Bilanz: nur 30 Punkte, nur Platz zwölf.

Gestern hielten sich im Umfeld der SpVgg hartnäckig Gerüchte, wonach Copado bereits als Sportdirektor zurückgetreten sei.

Quelle: fussball-vorort.de

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