Vergleich zwischen FCB und Haching

Corona-Krise im Fußball: So viel Geld steht bei der SpVgg Unterhaching auf dem Spiel

Corona-Krise im Fußball: Um wie viel Geld geht es für den FC Bayern wirklich? Und wie sieht es bei der SpVgg Unterhaching aus? So viel steht wirklich auf dem Spiel.

  • Die Corona-Krise* reißt im deutschen Fußball ein großes finanzielles Loch
  • Sowohl beim FC Bayern* als auch bei der SpVgg Unterhaching wird man zu kämpfen haben
  • Manni Schwabl vertraut dabei weiter auf den Hachinger Weg

München - Egal, ob Bundesliga-Schwergewicht FC Bayern oder Drittliga-Spitzenteam SpVgg Unterhaching: Die Corona-Krise und der damit einhergehende Spielstopp im deutschen Fußball bringen die Münchner Verantwortlichen ins Schwitzen. Die folgende Tabelle zeigt ausgewählte Erträge der beiden Klubs im Geschäftsjahr 2018/2019. Es wird deutlich, dass die Posten „Einnahmen aus dem Spielbetrieb“ und „mediale Vermarktung“ bei beiden Klubs einen wichtigen Teil der Einkünfte ausmachen. 

Die ausgewählte Erträge des FC Bayern und der SpVgg Unterhaching im Geschäftsjahr 2018/2019.

Während der FCB rund 25 Prozent seiner Einnahmen durch Heimspiele, Startgeld und Prämien generiert, sind es bei Haching immerhin noch 17 Prozent. Dafür spielt die TV-Vermarktung beim Drittligisten – relativ gesehen – eine größere Rolle. Der Vorstadtklub verzeichnet in diesem Sektor 25 Prozent der Einkünfte, der rote Nachbar vergleichsweise geringe 13 Prozent.

Bitter für beide Vereine: Gerade diese zwei Einnahme-Posten wackeln bedenklich, weil zum jetzigen Zeitpunkt völlig unklar ist, wann im deutschen Profifußball wieder Heimspiele mit Zuschauern oder wenigstens Geisterspiele mit TV-Präsenz stattfinden können. Die Ausgaben, etwa für das Personal, bleiben allerdings – zumindest, solange auf Kurzarbeit verzichtet wird.

Und das hat Haching-Präsident Manni Schwabl (53) in der BR-Sendung „Blickpunkt Sport“ bereits klargemacht: „Wir werden die Gehälter weiter zahlen, auch wenn es eng ist.“ Im Gegenzug kündigten die Drittliga-Profis Spenden an – zum Beispiel für die Gemeinde Unterhaching. Die aktuelle Situation könne der Klub laut Schwabl eine gewisse Zeit überstehen, „aber wenn die Saison nicht zu Ende gespielt wird, kommt auf die Drittligisten einiges zu“.

So oder so: Schwabl will sich nicht allein auf den Deutschen Fußball-Bund (DFB) verlassen. Er sagte: „Es heißt immer, der DFB muss einspringen. Der wird sicher alles tun, um uns zu unterstützen. Die Vereine müssen vor der eigenen Tür kehren. Man muss sich fragen, ob das Rad nicht überdreht wurde.“ Dabei denkt der 53-Jährige vor allem an Gehaltskosten und die Jugendarbeit – und will den Hachinger Weg fortsetzen. Heißt im Klartext: Schwabl und sein Verein werden noch mehr auf den Nachwuchs aus den eigenen Reihen setzen.

Das dürfte ganz im Sinne des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) sein. Derzeit aber plagen die Verantwortlichen dort ganz andere Sorgen: Wie Schatzmeister Jürgen Faltenbacher erklärte, droht dem BFV wegen der Corona-Pandemie ein finanzieller Schaden „von mehreren Millionen Euro“. 

jau

Quelle: Merkur.de

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