FCU knackt Allgäuer Abwehrriegel

Daniel Jungwirth schießt Unterföhring zum Heimsieg

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Den Tabellenzweiten Sonthofen gebremst: Unterföhring (Yasim Yilmaz; l.) bestimmt die Partie 90 Minuten.

FC Unterföhring - Der FC Unterföhring spielte zuletzt launisch wie das Wetter, lässt sich aber nicht aus der Spitzengruppe vertreiben.

Zwei Elfmeter und ein Treffer reichten dem FCU kurioserweise nur für einen 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den Tabellenzweiten 1. FC Sonthofen. Damit machten sie auch den Nachbarn aus Garching und Heimstetten Freude.

30 Minuten lang wurden die Zuschauer vor eine größere Geduldsprobe gestellt, weil vor den beiden Toren herzlich wenig passierte. Sonthofen startete wie erwartet recht defensiv und überließ Unterföhring die meiste Zeit den Ball. Doch das Heimteam, tat sich schwer, die Lücke zu finden.

Unterföhring wartete auf dem Moment, in dem Sonthofen die Kontrolle über den eigenen Strafraum verlor. Das war in der 31. Minute bei einer Standardsituation der Fall, mit Diskussionsthemen, die für einen langen Stammtischabend gereicht hätten. Zuerst kam Andreas Faber per Kopf an den hohen Ball und traf die Unterkante der Latte. Der Ball klatschte auf die Torlinie und sprang wieder in den Fünfmeterraum. Dort sprang dann im Getümmel Dominik Hofmann am Höchsten und lenkte den Ball rein ins Glück? Manuel Schäffler klärte beidhändig in Stile eines Regionalliga-Volleyballers, aber das war einen halben Meter hinter der Linie. Der Schiedsrichter und sein Assistent hätten das sehen müssen und das Tor geben. Aber sie wähnten die Kugel nicht drin, gaben Elfmeter und Rot. Den Strafstoß schoss Kapitän Andreas Brandstetter halbhoch und dankbar für den parierenden Keeper.

Nach dem Aufreger kam Sonthofen nach einem Konter noch zu einem e Innenpfostenschuss (43.). Aber der monatelang verletzte Sebastian Fritz im Tor des FCU hatte dieses Quäntchen Glück nach schier unendlicher Leidenszeit verdient.

In Durchgang zwei packte dann der Sonthofener Trainer und Spektakel-Verweigerer Esad Kahric eine Taktik aus, gegen die der italienischer Catenaccio aus den 80er-Jahren harmlos ist. Mit einer Sechserkette und drei Metern davor einer Dreierkette machte der prominente Gästecoach dicht. Sein vorderster Angreifer war aufgerundet 20 Meter vor dem eigenen Tor.

Dem FCU fiel nicht allzu viel ein und die Schussversuche gingen eher Richtung Oberkante des Fangnetzes hinter dem Tor. In der 75. Minute gab es dann eine einzige Lücke, in die Leo Mayer hinein sprintete und dann nicht unglücklich über ein ausgestrecktes Bein fiel. Den zweiten Elfer konnte man geben, aber man musste es nicht.

Nun trat Daniel Jungwirth an, versetzte den Keeper und Unterföhring gewann verdient. „Wir waren neunzig Minuten die bessere Mannschaft“, sagt deshalb auch Trainer Andreas Pummer. Und auch das Elfmeterschießen für das Tor war ok: „Wir haben mit Brandstetter und Jungwirth klar zwei Schützen und jetzt dreht sich die Rangfolge…“

Quelle: fussball-vorort.de

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