TSG Pasing mit Aubing-Urgestein Koch einig

Daniel Koch: „In Aubing habe ich den Spaß am Fußball verloren.“

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SV Aubing-Urgestein Daniel Koch wechselt als Spielertrainer zur TSG Pasing

Ein echtes Aubing-Urgestein verlässt mit sofortiger Wirkung den SV Aubing München. Als Spielertrainer wird der 25-Jährige fortan das Team um Chef-Trainer Stefan Spengler verstärken. 

Angreifer Daniel Koch wechselt mit sofortiger Wirkung vom SV Aubing aus der Bezirksliga Oberbayern Süd in die Kreisklasse 3 zur TSG Pasing und wird damit zwei Klassen tiefer auf Torejagd gehen. Wie „Fussball-Vorort“ in einem Gespräch mit dem jungen Angreifer erfährt, sind persönliche Differenzen als Anlass der Trennung von den Aubingern zu verstehen. Dort galt Daniel Koch bis vor wenigen Monaten noch als tragende Säule und Vereinslegende. Sieben Jahre verbrachte Koch beim SV Aubing. Als 18-Jähriger debütierte der Angreifer im Herrenbereich und blieb seitdem fester Bestandteil des SVA. Mit seinem Engagement als Jugendtrainer, übernahm der noch junge Akteur zusätzlich Verantwortung an der Seitenlinie. Eine weitere Zusammenarbeit ist unter den gegebenen Umständen laut Koch nicht möglich. ,,Es gab unterschiedliche Ansichten zwischen mir und der Klubführung. In der Vergangenheit hatten wir sicherlich auch die falsche Kommunikation. Deshalb habe ich entschieden, einen neuen Weg einzuschlagen.“ Daniel Koch räumt allerdings auch ein: ,,Außerhalb des Platzes bin ich kein Kind von Traurigkeit. Ich sage klipp und klar meine Meinung. Diese verteidige ich auch. Egal ob es den Leuten passt oder nicht. Sicherlich wird der ein oder andere Satz über mich im Nachhinein noch folgen.“

Die berufliche Situation als Versicherungskaufmann im Außendienst korrespondiert Koch zu Folge nicht mit den Trainingszeiten im Jugendbereich. Die Entscheidung den Verein zu verlassen, fiel dabei nicht aus heiterem Himmel. Seit November 2018 führte der künftige Spielertrainer der TSG intensive Gespräche mit der Aubinger Klubführung und unterrichtete dabei über das Vorhaben, den Verein zu verlassen. 

In Pasing liegt der Fokus wieder auf dem Faktor Spaß, der Koch in Aubing abhanden gekommen ist. In Pasing will Koch wieder Freude auf dem Platz versprühen. „Um ehrlich zu sein, habe ich im letzten Jahr mit Aubing, keine Lust mehr auf Fußball gehabt. Der Spaß ist mir dort abhanden gekommen.“

Verantwortung möchte Koch auch im neuen Klub übernehmen. „Als Trainer im Herrenbereich ist es nicht einfach von 0 auf 100 und wenig Erfahrung, auf der Trainerbank eines Bezirksliga-Teams einzusteigen. Deshalb will ich als spielender Co-Trainer fungieren.“ 

Ein wichtiger Einflussfaktor der zum Wechsel führte, ist das Umfeld in Pasing. Viele Spieler hat Koch bereits in der Vergangenheit als Jugenspieler kennen und schätzen gelernt: „Mit der A-Jugend von Pasing sind wir in die Kreisklasse aufgestiegen. Die Jungs von damals, sind immer noch in Pasing. Die meisten kenne ich noch aus meiner Zeit in der Jugend.“

Dass er seinen alten Ausbildungsverein nie ganz vergessen und aus den Augen verloren hat, ist für Koch eine Selbstverständlichkeit:,,Ich habe im letzten Jahr bereits viele Spiele gesehen und kenne daher die Bedingungen genau. Die Spieler, den Platz und die Liga. Anderen höherklassigen Vereinen hatte ich abgesagt. Diese Möglichkeit hatte sich auch geboten. Aber ich habe immer wieder abgesagt, weil ich keine Allüren habe. Wichtiger ist es, Spaß an der Sache zu haben.“

Spaß hatte Koch in Aubing auch und verlässt daher seine alten Weggefährten mit einem weinenden Auge.

„Natürlich fällt der Abschied schwer. Wir hatten eine tolle Zeit. Es wird nach acht Jahren Vereinszugehörigkeit, kein schlechtes Wort von meiner Seite geben.“

Mit etwas Wehmut verabschiedet sich Daniel Koch von den Aubingern. Seinen neuen Klub TSG Pasing sieht der spielende Co-Trainer auf einem fußballerisch gutem Niveau: ,,Ich bin nicht nach Pasing gewechselt, um nur mit zu spielen. Die Mannschaft verfügt über eine gute Qualität und kann aufsteigen. Nur in der Offensive haperte es zuletzt.“

Die sportliche Zukunft der TSG Pasing will Koch mit seiner eigenen Leistung beeinflussen. Dazu soll die Baustelle Offensive geschlossen werden: „Als Angreifer kann ich den Schwung rein bringen, der in letzter Zeit gefehlt hat,“ so Koch.

Text: Fabian Schönrock.

Quelle: Merkur.de

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