Amateurfußballer des VfR Garching opfern Urlaubstage

Daniel Weber: "Meinem Freund Biero ein Bein stellen"

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Am Samstag trifft das Team von Trainer Daniel Weber auf Schalding-Heining. F: Traub

Die Regionalliga Bayern hat gerade begonnen und in der ersten acht Tagen musste der VfR Garching schon einige schwere Aufgaben meistern. In der Sport Arena auf stellte sich der Trainer die Fragen zur Entwicklung der Regionalliga und wie er sich und seine Mannschaft einschätzt. 

Der VfR Garching hat sich langsam in der höchsten Liga des Amateurfußballs etabliert. In der zweiten Regionalliga-Saison in Folge befindet sich die Mannschaft von Trainer Daniel Weber derzeit auf dem elften Tabellenplatz. Der Spielplan für die Rückrunde ist durch den Winter durcheinander gekommen und so müssen die Garchinger im April neun Spiele in 31 Tagen bestreiten. Doch für Daniel Weber und sein Team sind die nächsten Wochen schon die entscheidenden. "Wir wollen keine Finalspiele im Mai haben. Wir wollen uns den Klassenerhalt schon im April sichern.", sagte der 44-Jährige bei

münchen.tv 

. "Die Liga ist so stark, da kannst du nicht durchatmen."

Zehn Urlaubstage geopfert für das Hobby

Die Schwarz-Weißen starteten nach der Winterpause mit einer englischen Woche in die Regionalliga. Einen Leistungseinbruch der Garchinger konnte man im in acht Tagen nicht sehen. "Die Spieler haben in der Vorbereitung sehr, sehr gut gearbeit. Alle 21 Spieler sind fit für die Saison", so Daniel Weber zu der starken Belastung.

Ein Problem gibt es dennoch bei der Amateurmannschaft aus Garching. Da der Spielplan sich so verändert hat und die ganzen englischen Wochen im April anstehen, kann Weber nicht immer auf alle seine Spieler zurückgreifen. Die Flutlichtanlage an der Sportanlage am Garchinger See ist zudem nicht auf Regionalliganiveau. Abendspiele können vom Verein deshalb nur Anstoßzeiten von 17.45 oder 18 Uhr stattfinden. Aber es ist nicht das einzige Problem. Die Garchinger haben nicht die Möglichkeit, wie zum Beispiel der TSV 1860 München, in jeden Spiel auf alle Spieler zurückzugreifen. "Der Beruf oder das Studium stehen bei den Spielern auf Platz eins. Wenn sie dann unter der Woche nicht können, ist das so. Manch einer meiner Spieler hat wegen seines Hobbys zehn Urlaubstage verbraucht um im Trainingslager dabei zu sein oder bei den Spielen unter der Woche zur Verfügung zu stehen", schildert der VfR-Coach. 

Spielerzulauf in Garching ist groß

Doch der Nachwuchs des VfR ist gesichert. Seit die erste Mannschaft in der Regionalliga Bayern spielt, sind ca. 400 Jugenspieler zum VfR gekommen. Doch nicht nur der Zulauf in der Jugend ist groß. "Spieler und Spielerberater melden sich bei uns, um zum Beispiel junge Spieler bei uns unterzubringen. Sie sollen dann die Erfahrung sammeln und sich an den Herrenfußball gewöhnen." Doch es ist auch wichtig eine Identifikationsfigur im Verein zu haben. Bei den Garchingern ist es defintiv Dennis Niebauer. Doch wie lange er beim VfR noch verbleibt, ist fraglich. "Wir hatten Glück, dass Dennis sein Referendariat in München anfangen konnte. Aber was in einem halben Jahr ist, wissen wir nicht. Wir wollen ihn aber so lange wie möglich im Verein behalten", so Daniel Weber über seinen Kapitän, der wie Weber selber schon elf jahre im Verein ist. 

In zwei Wochen steht das Spiel gegen den TSV 1860 München im Städischen Stadion an der Grünwalder Straße an. "Ich will einer der ersten sein, der einen Punkt holt. Ich möchte meinem Freund Biero ein Bein stellen. Bei der letzten Trainerausbildung waren wir zusammen auf einem Zimmer. Natürlich hat jeder ein gutes Konzept und es wird schwer, aber wir sind immer für ein Tor.",sagte Daniel Weber im Hinblick auf das Freitagabendspiel in einer Woche. 

Doch wenn man nochmal auf die Problem der Amateurmannschaften eingeht, ist es die fehlende Infrastruktur. Nicht alle Regionalligamannschaften sind für die Zuschauer interessant und so bleiben die Einnahmen niedrig. Wenn man sich die Zuschauerzaheln von Spielen gegen Bayern II, TSV 1860 München anschaut, sind Spiele wie gegen Rosenheim oder Seligenporten eher weniger gut besucht. 

Quelle: fussball-vorort.de

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