Der Aufräumer mit Stürmer-Gen

Daniel Wellmann: Wann knipst er auch für Heimstetten?

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Daniel Wellmann war früher Stürmer.

SV Heimstetten - In der vergangenen Spielzeit traf Daniel "Welle" Wellmann für seinen Heimatverein Wangen 16 mal - als Abwehrspieler. Beim SVH sieht er sich selbst eher als "Hacker"

In der 37. Minute wagt sich Daniel Wellmann erstmals in die gegnerische Hälfte. Bei einem Konter stürmt der SVH-Abwehrmann mit nach vorne und steht frei am Fünfmeterpunkt. Den Ball aber führt sein Kollege Clemens Kubina, der es selbst versucht – und scheitert. Zu seiner Ehrrettung muss man sagen: Erstens ist er nicht der einzige Heimstettner, der in der ersten Hälfte die Chance zum 2:0 vergibt. Und zweitens hat sich der mitgelaufene Wellmann in dieser Saison noch nicht als Torjäger hervorgetan. Null Treffer sind einerseits für einen Verteidiger freilich kaum außergewöhnlich.

Andererseits hat „Welle“, wie er genannt wird, in der vergangenen Saison beim FC Wangen in der Landesliga Württemberg 16 Tore erzielt – als Abwehrspieler. Der 27-Jährige winkt ab: „Wir waren als Absteiger zu gut für die Liga. Außerdem waren da sieben Elfer dabei.“ Am Ende stieg der FC Wangen auf. Dennoch hat Wellmann den Absprung gewagt. Nach fünf Jahren, in denen er zwar in München studiert, aber weiter für seinen Heimatclub im Allgäu gespielt hatte, heuerte er in Heimstetten an. „Die Umstellung war groß“, gesteht Wellmann. „Ich habe davor ja nur einmal pro Woche trainiert.“

Dazu warfen ihn Verletzungen zurück, sodass er 2016 beim SVH bloß auf sieben Einsätze und 201 Spielminuten kam. Seit dem Winter aber steht er in der Stammelf, hat Sebastian Paul verdrängt und gegen Pullach sowie Dachau mit René Schäffer die Innenverteidigung gebildet. „Wir zwei sind eher die Hacker“, sagt der Allgäuer. „Wir räumen hinten rücksichtslos auf.“ In der Offensive dagegen sieht man Wellmann bislang selten – anders als bei seinem Ex-Club. „Ich war früher Stürmer, deshalb zieht’s mich oft nach vorne“, sagt er. Was die Ziele mit dem SVH angeht, gibt sich Wellmann angriffslustig. „Klar schauen wir in der Tabelle nach oben.“ Zur Regionalliga? „Wenn’s dazu kommt, würden wir uns nicht beschweren.“ 

Text: Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

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