Das Finale gegen Würzburg könnte "unwichtig" werden

Darum ist Unterhaching fast schon sicher in der DFB-Pokal Hauptrunde

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Manni Schwabl zeigt es an: Nur noch ein Sieg, dann stehen die Hachinger im DFB-Pokal. Außer die Würzburger Kickers gewinnen in der Liga weiter.

SpVgg Unterhaching - Für die SpVgg Unterhaching war das Pokalspiel gegen den SSV Jahn Regensburg das Spiel des Jahres. Rückblickend könnte das Toto-Pokal-Halbfinale sogar wichtiger gewesen sein, als das anstehende Finale am 28. Mai gegen die Würzburger Kickers. Der Grund: Der Qualifikationsmodus.

Was das 5:1 beim Regionalligaprimus noch Wert sein könnte, ist wahrscheinlich nur den Verantwortlichen klar. Wie bei der DFB-Elf, die das Halbfinale gegen Brasilien mit 7:1 gewonnen hatte, ist der Halbfinalsieg für die Hachinger ein toller Zwischenerfolg gewesen. Allerdings immer mit dem Blick auf das anstehende Finale. Doch nun sollten die Jungs von Claus Schromm den Würzbürger Kickers die restliche Saison die Daumen drücken.

Für den DFB-Pokal sind nämlich alle Erst- und Zweitligateams qualifiziert. Dazu kommen die vier Bestplatzierten der dritten Liga. Das macht in Summe 40 Vereine. Die restlichen 24 Mannschaften werden durch die Finals der Landespokalwettbewerbe ermittelt. In einem dieser Endspiele stehen sich die Hachinger und die Kickers gegenüber. 

Doch wer genauer hinsieht, hat den Haken schon gefunden. Die Würzburger sind aktuell auf dem dritten Platz der dritten Liga. Vier Spieltage vor Schluss kämpfen die Jungs von Bernd Hollerbach also um den Aufstieg in die zweite Liga. Sollten die Unterfranken den Relegationsplatz halten oder auf Rang vier abrutschen, würde es im Bayerischen Pokalfinale nur noch um die Trophäe und die Prämie gehen. Beide Finalteilnehmer wären schon vor dem Spiel für den DFB-Pokal 2016/2017 qualifiziert. 

 

Platz Mannschaft Spiele Punkte
1. Dynamo Dresden 34 68
2. FC Erzgebirge Aue 34 60
3. Würzburger Kickers 34 54
4. Sonnenhof Großaspach 34 53
5. VfL Osnabrück 34 53

 

Dynamo Dresden steht schon als sicherer Aufsteiger fest. Dem FC Erzgebirge Aue ist der zweite Platz wohl kaum noch zu nehmen. Spannend wird es im Kampf um den Relegationsplatz. Folgende vier Spiele stehen für die Kickers auf dem Programm:

- Hansa Rostock (H) (11. Platz/43 Punkte)- Energie Cottbus (A) (19./35)- Holstein Kiel (H) (10./43)- 1. FC Magedeburg (A) (6./47)

Der 38. Spieltag findet am 14. Mai statt, also genau zwei Wochen vor dem Finale. 

Die beiden Heimspiele gegen Mittelfeldteams scheinen lösbare Aufgaben zu sein. Die Auswärtspartie beim abstiegsbedrohten Energie Cottbus wird hingegen eine schwere Angelegenheit. Auch mit Magdeburg steht ein unangenehmer Gegner für die Kickers bereit, denn die Jungs von der Elbe könnten mit einer Siegesserie auch noch ein Wörtchen um die vorderen Plätze mitreden. 

Sonnenhof Großaspach trifft noch auf Kiel (H), Magdeburg (A), Wehen (H) und Dresden (A). Wie die Kickers spielen die Schwaben gegen Kiel und in Magdeburg. Mit Wehen erwischen sie ein ähnliches Team wie Cottbus und am letzten Spieltag will sich der Meister aus Dresden die Pokalübergabe sicherlich nicht vermiesen lassen.

Der VfL Osnabrück hat noch Halle (A), Bremen II (H), Chemnitz (A) und Fortuna Köln (H) im Spielplan stehen. Halle und Köln sind auf einem Niveau mit Kiel und Rostock. Bremen II kämpft genauso gegen den Abstieg wie Cottbus oder Wehen. Chemnitz ist leistungsmäßig mit Magdeburg gleichzusetzen.

Hier geht's zum Spielplan und der Tabelle der 3. Liga.

Im Münchner Süden werden wohl alle Daumen für die Unterfranken gedrückt werden. Ob Aufstieg oder mindestens Rang vier, den Hachingern wird es egal sein. Hauptsache, die Kickers sind bereits für den DFB-Pokal qualifiziert. Dann kann auch die SpVgg aufatmen und mit den Zusatzeinnahmen aus dem DFB-Pokal planen.

Quelle: fussball-vorort.de

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