Fußball

Der Beginn einer spannenden Reise: SE Freising startet in die Landesliga-Saison

Mannschaftsfoto 2021/22 des SE Freising.
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Die Landesliga-Mannschaft 2021/22 des SE Freising: (hintere Reihe, v. l.) Andreas Manhart, Domagoj Tiric, Benedict Geuenich, Andreas Hohlenburger, Florian Machl, Lukas Ederer, Osaro Aiteniora, Niklas Tatzer; (mittlere Reihe, v. l.) Walter Zellner (1. Vorsitzender), Frank Contu (Abteilungsleiter), Manfred Grüner (Betreuer), Efe Eyubeh, Dhialo Pozo-McIntosh, Felix Fischer, Sebastian Thalhammer, Florian Schmuckermeier, Vitus Kirchberger, Lassana Boubacar, Luka Brudtloff, Florian Bittner (Co-Spielertrainer), Wolfgang Schick (Betreuer), Alex Plabst (Trainer); (vordere Reihe, v. l.) Wayde Miranda, Daniel Zanker, Fabian Löw, Maximilian Rudzki, Michael Schmid, Maximilian Oswald, Jonas Mayr, Sebastian Niedermayer, Antonijo Prgomet und Selim Magat. Ebenfalls zum Teamkader gehören Patrick Negele, Mevlud Sherifi, Miguel Fantl und Armir Sylaj.

Angesichts des gewaltigen personellen Umbruchs steht Trainer Alex Plabst und den Fußballern des SE Freising eine knifflige Saison bevor.

Freising – Der Ball rollt wieder – auch in der Landesliga Südost. Exakt 280 Tage wird es am kommenden Samstag her sein, dass die Fußballer des SE Freising ihr letztes Pflichtspiel absolviert haben. Am 17. Oktober 2020 war’s, die Auswärtspartie beim FC Sturm Hauzenberg endete mühevoll 1:1, vielleicht bezeichnend für das, was folgen sollte. Der Punktspielbetrieb konnte im Frühjahr nicht wieder aufgenommen, nach schier endlosen Diskussionen brach der Bayerische Fußball-Verband die Saison 2019/20, die ja längst zur Saison 2019/21 geworden war, letztlich ganz ab. Die Freisinger landeten gemäß der Quotientenregel auf dem sechsten Tabellenplatz, so richtig werten kann man die Spielzeit jedoch sowieso nicht.

Nun geht’s also wieder von vorne los. Und auch die Lerchenfelder mussten sich erst wieder richtig reinfinden. Man gewöhne sich ja schnell an etwas, gesteht SEF-Coach Alex Plabst, dass ihm die fußballlose Zeit irgendwann zu schmecken begonnen hatte. Aber: „Es ist schön, dass jetzt wieder gespielt wird.“ Fakt ist jedoch: Die neue Saison könnte für die Gelb-Schwarzen durchaus zur Wundertüte werden.

Wichtige Akteure weg oder nicht fit

Wohin geht die Reise in den bevorstehenden elf Monaten, wenn im kommenden Mai – so Corona es zulässt – ein neuer Landesliga-Meister gekrönt wird? Mischt die Eintracht erneut oben mit? Oder wird es, das prophezeit zumindest SEF-Sportchef und Trainer Plabst, eine ganz knifflige Spielzeit? „Mein viertes Jahr in Freising wird vermutlich das schwierigste“, gibt der 53-Jährige ohne Umschweife zu.

Das liegt vor allem an der personellen Situation. Denn immerhin haben die SEF-Verantwortlichen extrem wichtige Spieler ziehen lassen müssen. Kapitän Andreas Schredl nimmt sich ein privates Auszeit-Jahr, absolviert die Weiterbildung zum Steuerberater. Robert Rohrhirsch, zwar erst 23, aber im Mittelfeld nahezu unersetzlich, stößt erst im Dezember zum Kader. Ganz verloren haben die Lerchenfelder Nikolai Davydov: Dieser hegt Ambitionen, für die Nationalelf seiner kirgisischen Heimat zu spielen, und versucht sich deswegen beim VfR Garching in der Bayernliga.

Harte Brocken zum Rundenstart

Zudem – und das schmerzt den SEF fast noch mehr – werden wichtige Akteure bis zum Start am Samstag nicht fit. Topstürmer Andreas Hohlenburger ist weiterhin angeschlagen, genauso wie Mittelfeldrecke Sebastian Thalhammer. Auch Keeper-Neuzugang Maximilian Oswald wird erst einmal fehlen. Und viele der jungen Akteure, die Coach Alex Plabst ins kalte Wasser der Landesliga werfen wollte, fallen mit Muskelverletzungen aus. Hier lässt Corona grüßen – nach so langer Zeit ohne Spielpraxis wird hier die Zeit der entscheidende Faktor sein.

Zeit, die der SEF allerdings nicht hat. Denn das Auftaktprogramm hat es in sich, geht es doch gleich gegen den TSV Kastl sowie den SV Erlbach, den TSV Grünwald und den FC Unterföhring – allesamt Aufstiegskandidaten. Somit wird es also auf die Neuzugänge ankommen und darauf, wie es Trainer Alex Plabst schafft, diese in die bestehende Elf um Kapitän Florian Schmuckermeier zu integrieren. Benedict Geuenich – er stieß vom TSV Jetzendorf zum SE Freising – wird dabei sicher in der Startaufstellung stehen (Mittelfeld). Und auch das Eigengewächs Luka Brudtloff hat nach seinen vier Testspiel-Toren gute Karten auf eine der Planstellen zum Liga-Auftakt gegen Kastl. In der Offensive könnte der erst 19 Jahre alte Neuzugang Sebastian Niedermayer zudem das Erbe von Davydov antreten. Doch wer auch immer sich zum Start versuchen wird: Es dürfte eine spannende Reise werden für den SEF in dieser Saison.

Lesen Sie auch: TSV Eching mit personellen Problemen vor dem Auftakt

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