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Der FC Ismaning lässt sich durch nichts aufhalten

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Von: Nico Bauer

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Ismanings Edeltechniker Yasin Yilmaz (r.) machte ein überragendes Spiel. Hohes Ismaninger Risiko sorgt für Spannung am Ende
Ismanings Edeltechniker Yasin Yilmaz (r.) machte ein überragendes Spiel. Hohes Ismaninger Risiko sorgt für Spannung am Ende © mic

Überragender Yilmaz führt die ersatzgeschwächte Stijepic-Elf zum 3:1-Sieg gegen den TSV Wasserburg.

Ismaning – Quasi eine ganze Mannschaft ist ausgefallen, aber das stoppte den FC Ismaning auch diesmal nicht. Mit einem 3:1 (2:1) gegen den TSV Wasserburg hat man sich in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt. Und vor allem feiert der FC Ismaning seinen Matchwinner Yasin Yilmaz. Freistöße des Ex-Profis sind manchmal gefährlicher als bei anderen Vereinen die Elfmeter und davon kann der Abstiegskandidat Wasserburg nun auch ein Lied singen. In der 9. Minute traf der Edeltechniker mit einem tückischen Freistoß vom Flügel und nach einer halben Stunde dann klassisch an der Mauer vorbei aus zentraler Position. Die Nummer 25 des FC Ismaning machte den Unterschied, zumal er neben den Toren auch noch das Spiel beeindruckend ordnete.

Die andere Geschichte des Spiels war das Bayernliga-Debüt von Philipp Schaefer, den nur die größeren Insider des FC Ismaning kennen. Der U19-Spieler ist gerade erst 18 Jahre geworden und damit auch bei den Herren spielberechtigt. „Er hat bei uns in der letzten Woche mittrainiert, weil ich schon Probleme auf der Sechs befürchtet hatte“, sagte Trainer Mijo Stijepic später. Er ahnte aber nicht, dass der angeschlagene Clemens Kubina schon nach 26 Minuten aufgeben musste. Schaefer wurde in der defensiven Mittefeldzentrale ins kalte Wasser geworfen, machte ein starkes Spiel und war einmal ganz nah dran an seinem ersten Bayernligator im ersten Spiel.

Auf der anderen Seite stand eine Wasserburger Mannschaft, die immer so ein bisschen den Typ Spielverderber verkörpert. Man versucht etwas Chaos zu erzeugen, Sand ins gegnerische Getriebe zu befördern und so den Rhythmus zu knacken. Ismanings Trainer Mijo Stijepic analysierte später, dass man sich etwas anstecken ließ und auch mit dem Anschlusstor vor der Pause ziemlich unnötig den Gegner zurückholte. Vor dem Tor durfte Wasserburg drei Pässe im Ismaninger Strafraum spielen und das macht das Tor zu billig. Nach der Pause kritisierte Stijepic, dass seine Mannschaft zu schnell den tödlichen Pass Richtung Tor suchte und damit die Hektik auf dem Platz mit befeuerte. So verpasste man einen klareren Ausgang und sorgte für die finale Dramatik. Kurz vor dem Ende hatten die Wasserburger eine Riesenchance zum Ausgleich und fast im Gegenzug spielte der Mann des Tages, Yasin Yilmaz, einen Zuckerpasse über den halben Platz. Daniel Gaedke lief alleine auf den Torwart zu, vollstreckte tiefenentspannt und damit gab es auch ein letztlich leistungsgerechtes 3:1.  nb

FC Ismaning - TSV Wasserburg 3:1 (2:1). FCI: Radic - Jobst, Weber, Krizanac - Schad (65. Schädler), Yilmaz, Kubina (26. Schaefer), Bux (70. Lommer), Mittermaier - Hauk (72. Gaedke), David (84. Tomasevic). Tore: 1:0 Yilmaz (9.), 2:0 Yilmaz (30.), 2:1 Höhensteiger (45.), 3:1 Gaedke (90.+1). Gelb-Rote Karte: Höhensteiger (87., wiederholtes Foulspiel). Schiedsrichter: Patrick Krettek (Ried/Neuburg). Zuschauer: 120.

Hohes Ismaninger Risiko sorgt für Spannung am Ende

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