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TSV Murnau: Ott schießt 1.FC GAP vor 1000 Zuschauern ab - „Unglaublich“

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Von: Andreas Mayr

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Murnaus Matchwinner Konstantin Ott schreit seine Freude nach seinem dritten Tor lautstark heraus.
Jaaaa! Murnaus Matchwinner Konstantin Ott schreit seine Freude lautstark heraus. Soeben hat er im Derby gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen sein drittes Tor erzielt. © ANDREAS MAYR

Ganze 1000 Zuschauer sehen das Derby der Fußball-Bezirksliga zwischen dem TSV Murnau und dem 1. FC Garmisch-Partenkirchen. Die Fans der Gäste haben aber wenig zum Jubeln, denn die Gastgeber siegten mit 3:1.

Murnau – Die Trophäe kam mit Verspätung bei Konstantin Ott an. Eine halbe Stunde nach Spielende überreichte Bastian Adelwart dem Murnauer Stürmer einen Fischerhut. Adelwarts Mutter hat ihn bestickt. „Man of the Match“ steht darauf. Ausgewählt und verliehen wird er jeweils vom Gewinner des vorigen Spieltags, in dem Fall Basti Adelwart. Im Derby gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen gab es keine zwei Meinungen, welcher Murnauer Fußballer die Auszeichnung bekommen sollte: natürlich Ott, der alle drei Tore beim 3:1-Erfolg erzielte. „Ich muss ihn den ganzen Abend aufhaben“, erzählt der Stürmer. Auf einen langen Abend konnte sich Ott einstellen. Der frühere Murnauer Spieler Michael Burger packte nach dem Sieg die Gitarre aus und unterhielt die Gäste noch länger.

Turbulente Anfangsminuten - viel Tempo, viele Fehler

Für Murnau war’s der Abschluss eines perfekten Tages. 1000 Zuschauer drängten an den Platz. Die Autos parkten entlang der ganzen Poschinger-Allee. Am Spielfeldrand knieten Kinder, die Plakate gestaltet hatten, Murnauer Fahnen wehten an den Enden des Feldes. „Schon geil“, sagt TSV-Trainer Sven Teichmann. „Das Spiel hat jeden erfreut.“ Nun, das stimmte nicht ganz. Kollege Florian Heringer darf man beruhigt ausklammern. Für seine Mannschaft wäre viel zu holen gewesen. Das „temporeichste Spiel“ der Saison beobachtete der FC-Trainer. In einer unfassbar intensiven ersten Halbzeit verausgabten sich beide Mannschaften aufs Schärfste. Fußball in Staccato-Form war das in den ersten Minuten. Nach 20 Sekunden stand Jonas Poniewaz nach einem Abwehrfehler alleine vor dem Tor, scheiterte aber an Murnaus Felix Schürgers. Wiederum nur zwei Minuten später nutzte Ott einen Abspielfehler des FC zum 1:0. „Ich hab gedacht, ich schieß einfach, das war intuitiv“, sagt der Weilheimer. Seinen Ball fälschten noch zwei FC-Beine ab. „Da wirst du kalt geduscht“, hadert Heringer. Sein Team fand schlecht in die Partie. Torwart David Salcher und Jakob Jörgs Grätsche im Strafraum verhinderten weitere TSV-Tore. Murnaus aggressives Pressing beschäftigte die Gäste. Um die druckvollen Gastgeber zu überspielen, „sind wir noch nicht abgezockt genug“, merkt Heringer an. Dieser nächste Entwicklungsschritt steht seiner Mannschaft bevor. Den Rest des ersten Abschnitts managte der FC klug, befreite sich aus der Klammer und kam durch Moritz Müller (nach Annahmefehler von Nicolai Bierling) zum Ausgleich. Mehrere Male wackelte Murnaus Hintermannschaft.

Georg Kutter glänzt als Vorbereiter

Hälfte zwei war schnell auserzählt. Beide Klubs drosselten das Tempo. Bei Murnau kam allerdings viel frische Power. „Ich kann im Grunde 16, 17 Leute aufstellen. Wir haben eine überragende Bank“, sagt Teichmann. Die Mittel der Garmisch-Partenkirchner beschränkten sich auf viele lange Bälle gen Müller. „Ziemlich statisch“ sah Teichmann den 1. FC. Murnau hingegen rochierte weiter munter und hatte die zwei entscheidenden Männer in seinen Reihen. Zum einen Konstantin Ott, der beide Gelegenheiten frei vor Salcher sicher verwertete. Zum anderen Georg Kutter, den Kaltblüter im Mittelfeld. Sein Vater, eisenharter Verteidiger der Landesligahelden von damals, ist unvergessen beim TSV. Gegen den 1. FC sah man viel Kutter senior beim Junior. Inklusive zweier Traumpässe auf Ott, die die Gäste aber auch „schlecht verteidigten“, wie Heringer anmerkt. Murnau Coach Teichmann fiel nur ein Wort zu Kutter ein: „Unglaublich.“

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