Trainerwechsel in A-Klasse 2

Franz Möhwald, künftiger Jupp Heynckes des TSV Pentenried - Ein Ex-Coach übernimmt ab Sommer

Von Tobias Empl

Gesundheitliche Gründe haben den Ausschlag gegeben für das Ende von Franz Möhwald als Trainer bei Fußball-A-Klassist TSV Pentenried.

Der TSV Pentenried geht mit einem internen Interimstrainer ins neue Jahr, ab Sommer soll ein Ex-Coach übernehmen. Franz Möhwald schließt derweil ein Comeback nicht aus.

Pentenried – Auf den Derby-Sieg folgte die Überraschung: Nach dem 3:0-Erfolg gegen den TV Stockdorf im November verkündete Franz Möhwald im Gespräch mit dem Merkur seine Entscheidung. Der Trainer von Fußball-A-Klassist TSV Pentenried verabschiedete sich nicht nur in die Winterpause, sondern gab gleichzeitig seinen Rücktritt bekannt: „So wie es aussieht, wird es den Trainer Franz Möhwald 2022 in Pentenried nicht mehr geben.“ Ausschlaggebend war dafür nicht die sportliche Situation, wie der Ex-Coach nun näher erläutert.

Abteilungsleiter des TSV Pentenried: Aus einem Haufen ein echtes Team geformt

Möhwald hatte die eine Saison zuvor nur knapp dem Abstieg entronnene Mannschaft nach seinem Amtsantritt Anfang 2020 zunächst stabilisiert und übergibt das Team nun auf Relegationsplatz zwei. Kurz vor seinem Abschied machte er auch noch die Verpflichtung von Rückkehrer Quirin Wiedemann vom TSV Gilching-Argelsried klar.

„Ohne ihn würden wir nicht da stehen, wo wir jetzt stehen“, sagt Kapitän und Abteilungsleiter Michael Möhwald, der Neffe des Ex-Trainers. „Er hat neuen Schwung in den Herrenbereich der Fußballabteilung gebracht. Aus dem Haufen, der wir davor waren, hat er ein echtes Team geformt.“

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Franz Möhwald über Abschied: „Ich muss mich schonen“

Gesundheitliche Gründe gaben letztlich den Ausschlag. Michael Möhwald kann die Entscheidung voll und ganz verstehen. „Er muss auf seine Gesundheit achten. Daher ist es richtig, dass er nun diesen Schritt gegangen ist.“

Franz Möhwald selbst sagt: „Es hat mir großen Spaß gemacht, aber ich muss mich schonen. Ich übergebe die Mannschaft mit einem sehr guten Gefühl. Ich werde vorerst keine offizielle Funktion übernehmen, aber wenn meine Hilfe gebraucht wird, stehe ich zur Verfügung.“

Wenn es brennt, ist Franz Möhwald der künftige Jupp Heynckes des TSV Pentenried

Ein Comeback auf der Trainerbank schließt er für die Zukunft nicht kategorisch aus. Schließlich sei auch Jupp Heynckes beim FC Bayern immer wieder gefragt worden, wenn es mal gebrannt habe. „Wenn ich dann sehe, dass es aus irgendeinem Grund den Bach runtergehen sollte, dann werde ich den Jupp Heynckes für Pentenried machen.“

Wenn ich dann sehe, dass es aus irgendeinem Grund den Bach runtergehen sollte, dann werde ich den Jupp Heynckes für Pentenried machen.

Franz Möhwald

Neuer Trainer am Römerfeld wird im Sommer Ex-Coach Alexander Strahberger, derzeit bei Ligakonkurrent SV Puchheim angestellt, der die Pentenrieder bereits von 2014 bis 2018 betreute. Bis dahin übernimmt der derzeit aufgrund eines Kreuzbandrisses nicht einsatzfähige Magnus Piele den Trainerposten beim TSV, als spielender Co-Trainer agiert Paul Hense. „Damit haben wir eine gute Lösung gefunden“, sagt Michael Möhwald zufrieden.

Ex-Trainer Alexander Strahberger wechselt vom SV Puchheim zurück nach Pentenried

Strahberger habe man als Coach in guter Erinnerung. Er führte die Mannschaft nach zuvor zwei Abstiegen in Serie 2015 in die A-Klasse zurück. „Der Kontakt ist nie abgerissen. Bei unserem letzten Aufeinandertreffen mit dem SV Puchheim hat er durchklingen lassen, dass es dort sein letztes Jahr sein wird. Anschließend haben wir die Gespräche intensiviert“, so Pentenrieds Abteilungsleiter.

Im Sommer übernimmt mit Alexander Strahberger ein alter Bekannter am Römerfeld das Trainer-Amt.

Ob der neue Trainer die Römerfelder in der A-Klasse oder sogar als frischgebackenen Kreisklassisten übernehmen wird, steht noch in den Sternen. Der TSV Pentenried überwintert nach einer starken Hinrunde und dem Sieg im ersten Rückrundenspiel gegen Stockdorf auf Rang zwei, der zur Relegation berechtigen würde.

Neues Saisonziel des TSV Pentenried in der A-Klasse 2: Mindestens Platz zwei

Intern rief Franz Möhwald, der zu Saisonbeginn noch vom vorderen Mittelfeld gesprochen hatte, bereits gegen Ende der Hinrunde Platz zwei als neues Saisonziel aus. Seine Erkenntnis: „Die Spieler brauchen ein Ziel vor Augen.“ Sein Neffe teilt diese Einschätzung. „Wenn es nicht klappt, werden keine Tränen fließen“, sagt Michael Möhwald. „Aber jetzt wollen wir den Platz auf jeden Fall verteidigen.“

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