Platzhirsch gegen Herausforderer

Derby gegen Holzkirchen für BCF "keine einfache Aufgabe"

Routine hat Vortritt: Youngster Adam Puta (li.) muss im Heimspiel des BCF gegen Holzkirchen vorerst auf der Bank Platz nehmen. Coach Marco Stier gibt den erfahrenen Enzo Potenza (re.) und Mitch Rödl den Vorzug. foto: or

Im Heimderby gegen Holzkirchen (14 Uhr) gibt es für den BCF Wolfratshausen ein Wiedersehen mit einer Reihe ehemaliger Kollegen. Der Ballclub möchte die Vorherrschaft im Oberland bestätigen, gleichzeitig den Anschluss zum stark gestarteten Aufsteiger herstellen.

Wolfratshausen gegen Holzkirchen – das gab es in einem Punktspiel bislang nicht. Allerdings standen sich beide Teams vor nicht allzu langer Zeit in einem nicht minder spannenden Duell gegenüber – der Abstiegsrelegation 2016. Es war ein emotionaler Moment in Farchet. Der Abstieg drohte, und der widerspenstige TuS versuchte alles, um mit den Flößerstädtern die Plätze in Bayern- und Landesliga zu tauschen. Letztlich behauptete sich der BCF. Einem torlosen Remis in Holzkirchen folgte vor 1200 Zuschauern an der Kräuterstraße ein 2:1-Erfolg. Die Treffer erzielten damals Spieler, die inzwischen die Seiten gewechselt haben: Basti Pummer und Marco Höferth stehen im zweiten Jahr in Diensten des Aufsteigers. Chris Korkor und Franz Fischer schlossen sich im Sommer 2017 dem TuS an, ebenso wie Emin Kaya.

„Die werden sich zerreißen“, glaubt Marco Stier. Doch geht es nach dem Farcheter Cheftrainer, bleibt das große Hallo für den Gast aus: „Wir müssen den Holzkirchnern zeigen, dass wir seit sechs Jahren in der Bayernliga spielen, sie hingegen im ersten Jahr.“ Markige Worte angesichts der Tabellensituation sowie der abartig schlechten Leistung des BCF vom vergangenen Sonntag. Despektierlich möchte Stier nicht auftreten. Vielmehr lobt er den Gast: „Der TuS hat zurecht 20 Punkte.“ Eine Mannschaft, die vom „Team-Spirit“ und einem eingespielten Kollektiv profitiere. „Laufwege und Mechanismen funktionieren da.“ Es werde „keine einfache Aufgabe“ für seine Elf. „Wir haben schon auch eine gute Mannschaft“, versichert der 33-Jährige. Nur so einen Schmarrn wie jüngst bei den jungen Löwen möchte er nicht mehr sehen. „Ich erwarte in jedem Falle eine Reaktion“, stellt der ehemalige Profi klar. An der Grünwalder Straße habe seine Equipe „seit langem“ wieder schlecht agiert und deshalb „zurecht verloren“. Schafft sie es gegen spielstarke Teams nicht, in die Zweikämpfe zu kommen, bleibt nur das Nachsehen.

Den Vergleich mit dem Aufsteiger vermag Stier nicht wirklich einzuschätzen: „Es kann in jede Richtung gehen.“ Am liebsten natürlich vorwärts, denn im Falle eines Sieges würde sich der Rückstand zum TuS auf zwei Zähler verringern. Stier wirft einen weiteren Aspekt ein: „Es kommen sicher viele Zuschauer, da mag keiner verlieren.“ Während der Woche habe er mit seiner Mannschaft „viel gesprochen und gut trainiert“.

Auch in Sachen taktische Ausrichtung hat der Cheftrainer bereits erste Entschlüsse gefasst. Er setzt auf ein „kompaktes, routiniertes Mittelfeld“. Mitch Rödl wird erstmals seit seinem Comeback von Beginn an auflaufen und zusammen mit Enzo Potenza und Wilson Onyemaeke die Zentrale beackern. Weil Lars Nummer mit einem Bänderriss im Sprunggelenk ausfällt, baut der Coach auf Chafi Gobitaka und Mustafa Kantar in der Innenverteidigung.

BCF: Heep – Bonic, Kantar, Gobitaka, Skoro – Potenza, Onyemaeke, Rödl Knecht, Lehr, Hauk – Karaca, Butge, Reitl, Tomicic, Puta, Schnabel.

Quelle: fussball-vorort.de

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