Landesliga im Derbyfieber

Derbytime in Eching

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Die Echinger wollen am Ende des Tages die jubelnde Mannschaft sein.

TSV Eching - Vor dem Derby flüchtet TSV-Trainer Alfred Ostertag in die Philosophie. „Am Donnerstag habe ich die Mannschaft gefragt, wohin die Reise gehen soll“ verrät der Coach.

Freilich ging es nicht darum, seinen Akteuren einen Urlaub zu spendieren. Vielmehr soll herausgefunden werden, was die zuletzt vier Unentschieden in Folge für den TSV wert sind. Denn auch Ostertag ist bewusst, dass die bisher erreichten zehn Zähler mitunter recht glücklich zustande kamen. „Die Aufholjagd in Kirchheim in allen Ehren“ erinnert Ostertag an den späten Ausgleich vor acht Tagen, „doch bei zwei der drei Gegentreffer boten wir zuvor nur Begleitschutz“. Verwunderlich sei das kaum, wenn sich jede Woche die Startelf ändere. „Es fehlt an der nötigen Konstanz“ bemängelt Echings Chefcoach. Auch vor dem Aufeinandertreffen mit dem SEF am heutigen Nachmittag dreht sich das Spielerkarussell mehrfach. Ludwig Stegmeier bekommt nach seinen eher unglücklichen Auftritten in Manching und beim Kirchheimer SC eine Pause verordnet. Philipp Schuler oder Fabio Palermo dürften seinen Platz in der Startelf einnehmen. Rechnen sollten die Freisinger auch mit „Oldie“ Fabijan Hrgota. Bislang erzielte der Goalgetter drei der elf TSV-Tore und beweist fortlaufend, wie wichtig er noch immer für das Team ist. Gestern in den Abendstunden wurde Hrgota aus seinem Kroatien-Urlaub zurück erwartet. „Wenn er sich gut fühlt, spielt er“ betont Ostertag. Hingegen müssen sich Eren Bircan und Michael Ott nach ihren Verletzungen noch gedulden. Jens Fölting fehlt beruflich bis in den September hinein, während Marco Doms wieder zur Verfügung steht. Eine Sonderaufgabe verteilt Coach Ostertag an David Tomasevic. „Es soll sich um Andreas Hohlenburger kümmern“ verrät Ostertag. „Überhaupt müssen wir uns etwas einfallen lassen, um mal wieder einen Sieg gegen den SEF einzufahren“ tüftelt der Trainer noch an einer taktischen Finesse, damit sich das 1:4-Debakel des Vorjahres nicht wiederholt. Der TSV-Coach beobachtete den 2:1-Heimerfolg der Freisinger gegen die SpVgg Landshut am letzten Samstag. „Aber nicht nur wegen des Spiels war ich da, ich musste nach der schrecklichen Nachricht von Cricos Tod unter Leute“ so Ostertag. Bei der gestrigen  Beerdigung des ehemaligen TSV-Torjägers und Trainers erwiesen die beiden Abteilungsleiter Michi Widhopf und Ostertag nebst weiteren Vertretern aus der Echinger Vorstandschaft Radlmaier die letzte Ehre. „Schon jetzt vermisse ich unsere Treffen bei Volksfesten oder Hallenturnieren“ bedauert Ostertag den Verlust eines langjährigen Weggefährten. Egal also, ob beim FC Augsburg und Fortuna Düsseldorf auf Profiebene oder bei den Landkreisvereinen – die Trauer um den beliebten Meistertrainer des SVA Palzing ist nahezu allgegenwärtig und zeigt, wie eng der Fußball Ortschaften und Städte abseits jeder Rivalitäten miteinander verbindet. Wohin indes die sportliche Reise der Zebras gehen wird, kann endgültig auch das heutige Derby nicht klären. „Aber es ist immer etwas Besonderes, wenn die beiden Vereine gegeneinander spielen“ verweist Ostertag auf das immer junge Duell der Landkreis-Konkurrenten, das der TSV letztmalig im April 2014 für sich entscheiden konnte. Aufstellung: Hornof – Palermo (Schuler), Tomasevic, Kantar, Stoiber – Gebhard, Bittner, Hahner, Juric – Gundel, Hrgota (Wagner)

Quelle: fussball-vorort.de

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