BFV will Unterfranken melden

Türkgücü oder Schweinfurt gegen Schalke? Schiedsgericht entscheidet

Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny und BFV-Präsident Rainer Koch treffen sich vor einem Schiedsgericht.
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Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny und BFV-Präsident Rainer Koch treffen sich vor einem Schiedsgericht.

Der BFV hat einen Sieg vor Gericht erzielt. Der Zivilsenat des Bayerischen Obersten Landesgerichts hat dem Antrag des Verbandes zugestimmt, den Pokalstreit vor einem Schiedsgericht zu klären.

  • Eine Entscheidung, gegen wen der FC Schalke 04 in der 1. Runde des DFB-Pokals antreten wird, steht kurz bevor. 
  • Der Zivilsenat des Bayerischen Obersten Landesgerichts (BayObLG) hat einen Antrag Türkgücü Münchens abgelehnt, nachdem ein Schiedsgericht das endgültige Urteil fällen soll.
  • Das Spiel soll in der kommenden Woche am 3. November (Dienstag) oder Mittwoch (4. November) stattfinden.

Der Pokalstreit zwischen dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) und Drittligist Türkgücü München um die Teilnahme am Erstrundenduell gegen Schalke 04 wird vor dem Nürnberger Schiedsgericht fallen. Das bestätigte der Zivilsenat des Bayerischen Obersten Landesgerichts (BayObLG), der damit einen Antrag von Türkgücü auf die Feststellung der Unzulässigkeit dieses Verfahrens zurückwies.

Der BFV darf nun wieder hoffen, dass seine Nominierung von Viertligist Schweinfurt 05 als Gegner von Schalke 04 Bestand haben wird. Der Verband hatte in der Sache Anfang Oktober sein beim Oberlandesgericht in Nürnberg angesiedeltes Schiedsgericht angerufen.

DFB-Pokal: 1. Rundenpartie des FC Schalke soll kommende Woche stattfinden

Das BayObLG kam zu dem Schluss, dass die im Zulassungsvertrag für die Regionalliga-Saison 2019/20 enthaltene und damit von Türkgücü mit unterschriebene Schiedsklausel wirksam sei. Der Streit sei trotz des in der Zwischenzeit erfolgten Aufstiegs des Klubs "von der Schiedsvereinbarung umfasst", weil er "während der Teilnahme von Türkgücü München an der Regionalliga Bayern im Spieljahr 2019/2020 entstanden" sei. Auch verstoße die Schiedsabrede nicht gegen das kartellrechtliche Missbrauchsverbot. Damit sei das Verlangen des BFV "nach einer Schiedsvereinbarung (...) durch sachliche Gründe gerechtfertigt".

Das Pokalspiel soll am 3. oder 4. November (16.30 Uhr/Sky) ausgetragen werden. Türkgücü fordert den Platz als bayerischer Vertreter und damit S04-Gegner für sich ein. Der BFV hatte nach der Saison-Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie aber den Regionalligisten Schweinfurt 05 nominiert - und will bei dieser Entscheidung bleiben.

(SID)

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