Stimmen zur Verhandlung

Türkgücü München gegen BFV: Beide Parteien sind optimistisch

Prozess um Startrecht im DFB-Pokal
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Max Kothny war als Vertreter von Türkgücü München am Montag im Landgericht.

Am Mittwoch spricht das Landgericht München das Urteil zum Widerspruch des BFV gegen die einstweilige Verfügung von Türkgücü München. Beide Parteien sind optimistisch.

  • Mehr als drei Stunden hörte Richterin Gesa Lutz die Argumente von Türkgücü München und des BFV an. 
  • Am Mittwochnachmittag um 15 Uhr will das Landgericht eine Entscheidung zum Widerspruch des BFV gegen die einstweilige Verfügung des Drittliga-Aufsteigers bekannt geben. 
  • Beide Parteien gaben sich nach der Verhandlung zuversichtlich. 

München - Der FC Schalke 04 muss noch mindestens zwei Tage warten, ehe der Gegner in der 1. Runde des DFB-Pokals feststeht. Am Montag hat das Landgericht München unter dem Vorsitz von Richterin Gesa Lutz den Widerspruch des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) verhandelt. Der Verband hat sich gegen die einstweilige Verfügung des Drittligisten zur Wehr gesetzt, der sich statt dem 1. FC Schweinfurt in die 1. Runde des DFB-Pokals einklagen will. Mehr als drei Stunden wurden am Montag Argumente ausgetauscht, die Lutz bis Mittwoch prüfen möchte.

Kothny: Ich gehe davon aus, dass wir die Geschichte gewinnen“

Ich gehe davon aus, dass wir die Geschichte gewinnen“, sagte Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny nach der Verhandlung. „Ich glaube nicht, dass das Gericht von der ursprünglichen Entscheidung, die getroffen wurde, abweicht.“ Laut des 23-Jährigen war der Verein „sehr gut vorbereitet“, der BFV habe „ja noch Nachbesserungsbedarf, um aus seiner Sicht Sachen klarzustellen.“ 

Türkgücü München habe sich vor einem Jahr mit den Spielregeln der Regionalliga angefreundet und diese akzeptiert. „Wir sind mit dem Ziel aufzusteigen und dem Ziel im DFB-Pokal zu spielen in die Saison gestartet“, sagt Kothny. Die Abmachung mit dem BFV sei geplatzt, nachdem sich Schweinfurt nicht an die Spielregeln gehalten habe: „Hätte Schweinfurt 05 nicht juristisch beim DFB nachgefragt, wie der Stand der Lizenzierung bei uns war, würde ich fast vermuten, dass wir heute hier nicht stehen würden. In dem Fall sehen wir uns aber nicht mehr an die Abmachungen gebunden.“

BFV-Anwalt Stopper freut sich über aufmerksame Richterin

Martin Stopper, Anwalt im Dienste des BFV, war nach dem Termin am Landesgericht ebenfalls zufrieden. „Die Kammer versucht, sauber einen Sachverhalt aufzuklären. Wir haben auf unserer Seite erklärt, was eine verantwortungsvolle verbandautonome Entscheidungen bedeutet und durchgeführt wurde. Uns ist auf jeden Fall gut zugehört worden und die Argumente, die wir vorgetragen haben, waren wichtig für eine Entscheidungsfindung. Ich denke, man kann optimistisch sein“, sagte Stopper am Montagnachmittag. „Es geht darum, dass wir klargemacht haben, dass hier eine Ermessensausübung stattfand, die so gründlich und umfassend war, wie Dr. Koch während der Verhandlung beschrieben hat, in dem er versucht hat, alle Interessen bestmöglich zu befriedigen.“

(Nico-Marius Schmitz / Jörg Bullinger)

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