Interview mit Orhan Akkurt zum Landkreis-Derby

"Die Pullacher werden sich auf mich fokussieren"

+
Orhan Akkurt (M.) feierte im Pullacher Trikot große Erfolge. Heute im Derby geht er für den SV Heimstetten auf Torejagd.

SV Heimstetten – Mit 32 Treffern hatte Orhan Akkurt in der vergangenen Bayernligasaison wesentlichen Anteil am zweiten Platz des SV Pullach.

Weil an der Gistlstraße aber der Regionalligaaufstieg aufgrund der fehlenden Rahmenbedingungen nicht zu realisieren war, wechselte er im Sommer zum SV Heimstetten, der seinerseits allerdings in die Bayernliga Süd absteigen musste. Vor dem heutigen Derby zwischen SVH und SVP sprach der 30 Jahre alte Torjäger mit unserer Zeitung.

Freuen Sie sich auf das Wiedersehen mit den alten Weggefährten?

Ich freue mich sehr, vor allem auf das Vorher und Nachher. Das Spiel selbst, da muss man mal schauen.

Besteht denn noch Kontakt zu den ehemaligen Mitspielern, Trainer Frank Schmöller und Manager Theo Liedl?

Ich habe noch zu vielen Spielern Kontakt und auch zu Theo eigentlich regelmäßig. Frank Schmöller hat man auch mal auf der Wiesn gesehen.

Sie waren zweimal beim SVP, insgesamt fünfeinhalb Jahre. Wie würden Sie denn Ihr Verhältnis zu Theo Liedl beschreiben? Freund, Förderer?

Theo ist über die Jahre hinweg wirklich ein sehr guter Freund geworden. Und auch ein Förderer, der, egal wo ich war, immer parat gestanden ist, wenn es mal nicht lief.

Sie fahren ja sogar mit zum Winterausflug des SV Pullach nach Kitzbühel. Bereuen Sie am Ende gar den Wechsel nach Heimstetten?

Überhaupt nicht. Aber, dass ich mit den Pullachern mitfahre, zeigt, dass ich nicht wegen der Mannschaft oder aus persönlichen Gründen gegangen bin, sondern wegen der grundsätzlichen Perspektive, in der Regionalliga zu spielen. Die ist in Pullach im Moment nicht gegeben, auch wenn hinter der vorgehaltenen Hand von einem Ausweichspielort gesprochen wird. Da ging es rein ums Sportliche.

Allerdings steht der SVP als Fünfter sportlich derzeit besser da als der SVH auf Platz acht. Dabei hat Ihr Verein mit fünf Siegen und einem Remis in den ersten sechs Partien einen Traumstart hingelegt. Warum ging es danach bergab?

Es lag auch daran, dass wir ein extrem leichtes Auftaktprogramm hatten, mit drei Aufsteigern in den ersten vier Spielen, die sich erst an das Tempo gewöhnen mussten. Dagegen waren bei uns noch etliche Spieler aus der Regionalliga dabei. Ich habe schon nach vier, fünf Spielen gesagt, dass die Liga nicht so ist, wie es damals aussah.

Mit einem Sieg im direkten Duell könnten Sie an Pullach wieder vorbeiziehen. Für wen ist es denn eher ein Vorteil, dass Sie und Ihre ehemaligen Mitspieler sich so gut kennen?

Die Pullacher werden sich auf mich fokussieren, ich kenne die Spielertypen. Aber Vor- oder Nachteil bedeutet das keinen. Das ist abhängig von der Tagesform. Wenn ich einen schlechten Tag habe, können die mich auch allein stehen lassen. Und während wir in Heimstetten viele starke Individualisten haben, zeichnet sich Pullach durch eine richtig stabile Defensive aus, gegen die es immer schwer ist.

Ist es eigentlich denkbar, dass Sie irgendwann ein drittes Mal für den SV Pullach auf Torejagd gehen?

Klar, wenn die Perspektive stimmt, kann ich mir das gut vorstellen.

Sie sind 30 Jahre alt, aber mit 13 Toren in 16 Spielen treffsicher wie eh und je. Wie lange wollen Sie denn noch die gegnerischen Strafräume unsicher machen?

Momentan ist das nicht absehbar. Ich bin verletzungsfrei, es tut kaum was weh und solange es geht, auch mit den Kindern, will ich spielen. Manche machen das ja bis 36 oder 37.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Horror-Schnitt: Unterföhring landesweit schwächstes RL-Team
Horror-Schnitt: Unterföhring landesweit schwächstes RL-Team
"Skandal": Stier hadert nach Videobeweis mit Spielleitung
"Skandal": Stier hadert nach Videobeweis mit Spielleitung
Chance genutzt: Weicker überzeugt als Außenverteidiger
Chance genutzt: Weicker überzeugt als Außenverteidiger
Büchel: "So aufzugeben, ist ein Armutszeugnis"
Büchel: "So aufzugeben, ist ein Armutszeugnis"

Kommentare