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TSV Peißenberg: Die Relegation in der Tasche, den Klassenerhalt im Visier

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Von: Christian Heinrich

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TSV Peißenberg vs Lenggrieser SC, Fußball, Kreisliga 2022
Peißenbergs Spieler Raphael Hofer (in Rot) im Zweikampf mit Jakob Hofer vom Lenggrieser SC. © Oliver Rabuser

Der TSV Peißenberg steht zwar noch im Tabellenkeller, startet im Gastspiel bei Tabellenführer Deisenhofen II aber unbeschwert in sein Restprogramm in der Kreisliga 1.

Peißenberg – Irgendwie schien es so, als hätte diese 1:2-Niederlage Florian Heringer Mut gemacht. „Es fehlt nicht viel“, konstatierte der Trainer des TSV Peißenberg. Seine Mannschaft habe sich eigentlich auf Augenhöhe mit dem Lenggrieser SC befunden. Weil sie sich den Luxus genehmigte, einen Elfmeter zu verschießen, ging sie gegen den Tabellenvierten der Kreisliga 1 jedoch leer aus.

Diese verschwenderische Freizügigkeit soll vor den ausstehenden vier Saisonspielen ein Ende finden. „Wir haben eine gute Mentalität“, lobt Heringer. Für den Coach gibt es an der Einstellung seiner Kicker überhaupt nichts auszusetzen. „Wir müssen nur schauen, dass wir die Punkte holen.“ Selbstverständlich wird das nicht. An diesem Samstag muss der Drittletzte der Rangliste beim Spitzenreiter FC Deisenhofen II ran (13 Uhr). Obwohl beide Kontrahenten Welten voneinander trennen, sieht Heringer gar nicht so schwarz. „Schauen wir mal, was rauskommt“, ist er selbst gespannt, on sein Plan, den er nicht verraten will, aufgeht.

TSV Peißenberg tritt bei Spitzenreiter FC Deisenhofen II an

Bei allem Druck, der auf seinem Team lastet, will es noch den Relegationsplatz verlassen, weiß der Trainer aber auch um die Situation beim Gegner. Die U23 aus Deisenhofen muss auch erst einmal damit fertig werden, dass sie in gut vier Wochen Meister werden kann. Dass dies für jüngere Fußballer manchmal gar nicht so leicht zu bewältigen ist, ahnt Heringer, der den Druck auf den Spitzenreiter noch erhöht. „Einen Dreier haben die doch gegen uns schon fest eingeplant.“

Psychologisch wird es auch in den kommenden Begegnungen. Am nächsten Wochenende treffen die Peißenberger zuhause auf den TSV Sauerlach. Mit einem Sieg könnten sie dem Tabellenzehnten bis auf einen Punkt auf die Pelle rücken. Danach folgt die Partie beim TSV Murnau, der ebenfalls gegen Peißenberg gewinnen muss, wenn er sich seine Chancen auf den Aufstieg offen halten will. Und zum Schluss der Saison wartet mit dem SV Miesbach ein Team, das sich schon jetzt jenseits von Gut und Böse befindet.

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„Wenn wir es noch schaffen, dann ist es gut“, sagt Heringer. „Wenn nicht, sind wir darauf eingestellt, dass wir Relegation spielen.“ Die Ausscheidungsspiele hat der TSV schon sicher, weil nur eine Mannschaft direkt aus der Liga absteigt. Und das ist der FC Bad Kohlgrub, der auch nach 18 Spielen noch auf seinen ersten Punktgewinn überhaupt wartet. Allerdings muss der Coach dann auf Michael Gladiator verzichten, der sich in der Partie gegen Waldram den Zeh gebrochen hat und inzwischen operiert wurde. Der A-Jugendliche hinterlässt eine Lücke in der Viererkette, in der er die linke Außenbahn bearbeitet hat. Dafür ist Valentin Hörndl aus dem Urlaub zurückgekehrt. „Er tut uns gut“, freut sich Heringer auf den lauf- und zweikampfstarken Spieler. Solche Tugenden sind im Abstiegskampf gefragter denn je.

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