"Ich bin mega heiß auf den Job"

Zu diesem Traditonsverein wechselt BCF-Coach Stier

Ab in den Norden: Marco Stier zieht zurück in die Heimat und trainiert ab kommender Saison den HSV Barmbek-Uhlenhorst. FOTO: Hans Lippert

Seit Ende letzten Jahres steht fest, dass Marco Stier und der BCF Wolfratshausen ab Sommer getrennte Wege gehen werden. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler wird in Zukunft nicht mehr gegenüber seines großen Fans Edmund Stoiber wohne. Er übernimmt einen Klub im Norden.

Der BCF steckt wieder einmal knietief im Abstiegskampf. Die Farchanter überwinterten nach einer nicht zufrieden stellenden Hinrunde auf Relegationsplatz 17, mit nur einem Zähler Rückstand sitzt ihnen zudem der Tabellenachtzehnte SB Chiemgau Traunstein im Nacken. Marco Stier möchte sich mit dem Klassenerhalt verabschieden, weil er sein Engagement beim Bayernligist zum Sommer beenden wird. "Knapp zwei Jahre Abstiegskampf haben mich sehr mitgenommen", sagte der ehemalige Profifußballer bei der Bekanntgabe seines Abgangs.

Den gebürtigen Hamburger zieht es zurück in den Norden der Republik, wo seine Eltern leben. Dort wünscht er sich auch mehr Zeit für die Familie. Doch auch in Bayern ist er zeitweise heimisch geworden und konnte sogar Bande zum ehemaligen Landesvater und BCF-Edelfan schlagen: "Dort ist Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber Ehrenmitglied. Er ist ein Fan mir, hat mir ein Haus bei sich gegenüber besorgt", verrät Stier seinem neuen Verein.

Dass Stier direkt ein neues Kapitel in seiner Trainerlaufbahn aufschlagen wolle, wusste er im Dezember noch nicht, aber er betonte: "Mir stehen dort alle Türen offen." Damit hat Stier offensichtlich nicht übertrieben. Als der Traditionsverein und einst zweitklassige spielende HSV Barmbek-Uhlenhorst anklopfte, war der B-Lizenz-Trainer sofort begeistert: "Ich bin mega heiß auf den Job bei BU! Die Fans können sich auf attraktiven Offensiv-Fußball freuen", zeigte er sich gegenüber der Bild-Zeitung höchst motiviert.

Barmbek-Uhlenhorst spielt derzeit in der Oberliga Hamburg. Dabei blickt der Fünftligist auf eine großartige Vereins-Geschichte zurück. In den Sechziger- und Siebziger-Jahren waren die Hanseaten, mit Unterbrechungen, zweitklassig und verpassten in der Saison 1970/71 sogar nur knapp den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Neben den Ex-Nationalspielern Willi Giesemann und "Charly" Dörfel ist Weltmeister Andi Brehme das prominenteste Kind des Vereins. Schon der Vater des WM-Siegtorschützen von 1990 kickte für BU.

Die Vereinsführung in Barmbek ist sich sicher, dass Marco Stier der richtige Mann für die Trainerbank des Traditionsklubs ist. "Marco hat uns total überzeugt. Mit seiner umfangreichen Fußball-Erfahrung ist er die perfekte Lösung", schwärmt Präsident Frank Meyer. Dabei beerbt Stier mit Frank Pieper einen Übungsleiter, der als ehemaliger Jugendtrainer des Hamburger Sportvereins ebenfalls auf eine erfolgreiche Fußball-Vita verweisen konnte. Ganz ohne Druck wird der Ex-Werderaner also auch dort trotz der Vorschussloorberen nicht arbeiten können.

Quelle: fussball-vorort.de

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